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16 Momente vom All-Star Wochenende

NHL.com @NHL

NASHVILLE -- Ein erinnerungswürdiges Wochenende in der Music City fand am Sonntagabend mit der Ehrung von Fan-Liebling John Scott und der Gewinnern des Honda NHL All-Star Games 2016, den Champions aus der Pacific Division, in der Bridgestone Arena sein Ende.

Die Show in Nashville beeindruckte viele Besucher der Stadt und auch Einheimische.

Folgend 16 unvergessliche Momente des Wochenendes, die kaum zu überbieten sein werden:

1. Scott fotografiert die Medienleute

Scott hat mehrere Male während des Wochenendes den anderen die Show gestohlen, seine beste Aktion fand am Freitag nach einem 13-minütigen Treffen mit Medienvertretern statt.

Nachdem Scott fertig war, bat er die Presseleute, dass sie bitte bleiben mögen, damit er zur Erinnerung für sich ein Foto machen könne.

Es kommt nicht sehr häufig vor, dass ein All-Star den Wunsch hegt die Pressevertreter für sein Fotoalbum abzulichten. Und noch einmal: Es gibt nicht oft einen All-Star wie Scott, der so oft zeigte, dass das Ereignis in Nashville etwas ganz Besonderes war.

2. Scott trifft

Nicht nur abseits des Eises sorgte Scott dafür, dass es ein erinnerungswürdiges All-Star Wochenende wurde. Er tat es auch auf dem Eis: Er erzielte am Sonntag zwei Tore beim 9-6 Sieg der Pacific Division über die Central Division.

Scott traf nach 47 Sekunden, nachdem der Puck vom linken Pfosten zurückgesprungen kam und feierte seinen Treffer in der Manier von Montreal Canadiens Verteidiger P.K. Subban. Er kniete sich auf ein Knie, legte seine rechte Hand aufs Eis und streckte sie dann hoch in die Luft. Seinen zweiten Treffer markierte er bei einem Breakaway nach 13:47 Minuten zur 5-3 Führung der Pacific Division.

Die zwei Tore von Scott waren nur drei weniger als er in 285 NHL-Partien erzielt hat.

3. Ein Fight bei einem All-Star Game!

Zumindest fast.

Scott fehlte im Spiel gegen die Central nur noch ein Assist zu einem Gordie Howe Hat Trick, denn er hatte nicht zurückgezogen (hat er das jemals gemacht?) als Chicago Blackhawks Rechtsaußen Patrick Kane nach seinem Treffer ihm hinterherlief.

Kane verfolgte Scott nachdem der 2,03m große Kapitän der Pacific Division ihn so gecheckt hatte, dass er auf dem Eis landete. Scott schnappte sich dann den Puck und machte sich bei einem Breakaway auf und davon.

"Er lief mir in den Weg und ich wusste, dass ich ihn erwischen würde, dann fuhr ich den Check zu Ende und habe ihn getroffen", sagte Scott.

Los Angeles Kings Torwart Jonathan Quick wehrte den Schuss von Scott ab, passte lang auf Dallas Stars Stürmer Jamie Benn, der 13 Sekunden nach dem Check von Scott die Scheibe Kane auflegte. Kane lief geradewegs auf Scott zu, die zwei ließen die Handschuhe fallen und balgten für einige Sekunden bis Scott auf den Kopf von Kane klopfte.

4. Und am Ende war es wiederum Scott

Zwei Tore zu erzielen und seinem Team zum Gewinn der Championship und dem Preisgeld von US 1 Million zu verhelfen, war nicht alles. Scott wurde in einer Fanabstimmung auch noch zum MVP des All-Star Games gekürt und gewann einen 2016er Honda Pilot Touring.

Scotts Teamkollegen, vor allem San Jose Sharks Stürmer Joe Pavelski und Verteidiger Brent Burns, feierten Scotts Erfolg indem sie ihn auf ihren Schultern vom Eis trugen - ein weiterer unvergesslicher Moment dieses Wochenendes.

5. Gibsons Parade gegen Seguin

Die Torhüter spielten am Sonntag eine große Rolle, einerseits als Retter und auch weil sie in der Offensive Akzente setzen konnten, darunter waren Assists von Anaheim Ducks Torwart John Gibson, Nashville Predators Torwart Pekka Rinne, New Jersey Devils Torwart Cory Schneider und Tampa Bay Lightning Schlussmann Ben Bishop.

Eine der besten Rettungstaten kam von Gibson als er 2:26 Minuten vor dem Ende des Halbfinals zwischen der Pacific und Central Division mit dem rechten Schlittschuh gegen Dallas Stars Stürmer Tyler Seguin rettete.

Vancouver Canucks Stürmer Daniel Sedin führte den Puck bei einem 2-gegen-1 mit Seguin, passte perfekt rüber zu Seguin, der vom linken Kreis direkt abzog. Irgendwie stieß sich Gibson ab, zog quer rüber und stoppte den Schuss mit dem Schlittschuh.

Burns kam als erster an den Puck, spielte ihn zu Calgary Flames Stürmer Johnny Gaudreau, der bei 2-gegen-0 Edmonton Oilers Stürmer Taylor Hall bediente, der zehn Sekunden nach dem Save von Gibson die 8-5 Führung der Pacific erzielen konnte, nachdem nur wenig gefehlt hatte, dass der Gegner bis auf ein Tor herangekommen wäre.

6. Ein Backcheck bei einem All-Star Game!

Es gab nicht nur einen, was ungewöhnlich für ein All-Star Game ist. Der Beste kam von Florida Panthers Stürmer und Atlantic Division Kapitän Jaromir Jagr.

Jagr lief im ersten Halbfinale beim 4-3 Sieg der Atlantic Division gegen die Metropolitan schnell ins Verteidigungsdrittel zurück und es fehlten ihm nur Millimeter, dass er noch rechtzeitig den Schläger von Pittsburgh Penguins Stürmer Evgeni Malkin erwischt und das Spin-o-rama Tor gegen Bishop verhindern hätte können.

Jagrs Teamkollege, Florida Panthers Torwart Roberto Luongo, hatte den Backcheck auch bemerkt.

"I habe heute gesehen wie er zurückgekämpft hat, das macht er in Florida nie", sagte Luongo und fügte hinzu: "ich glaube ich muss auf dem Weg nach Hause noch ein Wörtchen mit ihm reden."

7. Tanzender Jagger

Ein ganz possierlicher Moment fand bei den Honda NHL Skills Competition 2016 während der Honda Breakaway Challenge statt, als Burns und Pavelski ihre Kinder mit aufs Eis nahmen.

Burns und Pavelski baten für die Show um die Mithilfe der ehemaligen Kollegen bei den Canucks Schneider und Luongo.

Jagger Burns, 4, und Nathan Pavelski, 5, liefen 2-gegen-0 auf Schneider und Luongo in a 2-on-0. Die Torhüter täuschten einen Fight vor, verließen das Tor und die Kids trafen. Anschließend entschied sich Jagger für eine Kameraeinlage.

Jagger warf seine Handschuhe weg und begann zu tanzen. Bis dahin war alles geplant gewesen, sein Vater Brent erzählte, dass der Kleine nicht nach Vorgabe handelte, als er sich ins Rampenlicht begab. Schön, dass er es getan hat.

8. Subban der Showman

Subban hat wieder einmal gezeigt, dass er einer der charismatischsten Athleten in der Welt des Sports ist.

Subban hat schon seine Persönlichkeit und seinem Streben nach dem Rampenlicht bei der NHL Awards Show und beim Bridgestone NHL Winter Classic 2016 gezeigt. Seine Vorstellung beim Skills Competition am Samstag stand dem in nichts nach.

Subban verkleidete sich für den Breakaway Challenge als Jagr, mit dunkler, langer Haarpracht, einem Jofa Helm, den Jagr zu Beginn seiner legendären Karriere getragen hatte und mit langen Hosen.

Er gewann den Wettbewerb mit 31 Prozent aller Stimmen auf Twitter.

9. Weber bleibt der König

Nashville Predators Verteidiger Shea Weber hatte keine Probleme seinen Titel als NHL-Spieler mit dem härtesten Schuss zu verteidigen. Er dominierte den AMP Energy NHL Hardest Shot Wettbewerb 108,1 Meilen/Stunde schnellen Schlagschuss.

Interessant war auch der Schläger den Weber benutzte. Der Schläger hatte 130 Flex, was der Steifheit einer Brechstange nahe kommt. Seguin erzählte, dass er sein ganzes Gewicht benutzt habe, um den Schläger zu biegen, aber erfolglos geblieben war.

Trotz seines eindrucksvollen Versuches blieb Weber hinter Boston Bruins Verteidiger Zdeno Charas Rekord von 108,8 mph.

10. Chewbacca taucht auf

Zu den All-Star Spielern, die sich nicht scheuen ihre Persönlichkeit zu zeigen, kann man auch Burns zählen. Wie Subban brachte sich auch der bärtige Burms beim Breakaway Challenge ins Gespräch.

Vor dem zweiten Versuch von Burns wurden von ihm Bilder gezeigt, wie er als junger, gut rasierter Spieler Tore geschossen hatte. Die Lichter gingen aus und er zog sich eine Chewbacca Maske auf. Als Chewbacca lief er auf Schneider zu und traf mit einem Schlagschuss.

11. Kuznetsovs spitzfindige Hommage auf Ovi

Es stand etwas im Schatten der Aufführungen von Subban, Burns und den Kindern, doch Washington Capitals Center Evgeny Kuznetsov gab sein Bestes als er bei seinem ersten Versuch im Breakaway Challenge seinen Teamkameraden Alex Ovechkin imitierte.

Kuznetsov, wie Ovechkin 2009 in Montreal, trug bei seinem Versuch einen Cowboyhut und eine Sonnenbrille. Diese Verkleidung hatte auch etwas Nashville Flair. Das weiße Band auf dem Hut trug die Aufschrift "I've Been Honky-Tonkin on Broadway." Auf den Gläsern seiner Brille befanden sich Gitarren.

12. Larkin bricht 20 Jahre alten Rekord

Detroit Red Wings Stürmer Dylan Larkin war noch nicht am Leben, als Mike Gartner die Bestmarke als schnellster Läufer beim Skills Competition All-Star Games 1996 im TD Garden von Boston aufstellen konnte. Larkin wurde sechs Monate nachdem Gartner mit einer Zeit von 13,386 Sekunden seinen eigenen Rekord gebrochen hatte.

Die Bestmarke hat nun Larkin inne, der am Samstag mit einer Zeit von 13,172 schneller als Gartner war und das obwohl er in der Kurve einmal fast gefallen wäre.

Larkin, mit 19 Jahren der jüngste Spieler beim diesjährigen All-Star Game, komplettierte seine Vorstellung mit drei Assists beim 4-3 Sieg der Atlantic Division gegen die Metropolitan Division im Halbfinale.

13. Chris Sutter mit der etwas anderen Ansprache

Der Sohn von Kings Coach Darryl Sutter, Chris, bekam am Sonntag erneut die Chance vor dem Spiel die Ansprache für das All-Star Team seines Vaters zu halten. Im vergangenen Jahr hatte er damit kein Glück: Sutter coached Team Foligno und verlor 17-12 gegen Team Toews beim All-Star Game 2015 in Columbus.

Diesmal traf Chris die richtigen Worte. Er sprach zu den Pacific Division All-Stars vor dem Endspiel und diese antworteten darauf mit einem unerwarteten 1-0 Sieg.

14. Vince Gill singt die Nationalhymne mit seiner Tochter

Corrina Gill, Tochter von Country Music Hall of Fame Singer Vince Gill, wirkte neben ihrem Vater stehend nervös, als dieser The Star-Spangled Banner anstimmte. Sie nahm kräftig Luft und versuchte sich selbst zu beruhigen.

Und Corrina schaffte es. Sie absolvierte fehlerfrei ihren Part, sang die zweite Strophe mit Unterstützung der Fans. Ihr Vater stand neben ihr, war stolz, drückte seine Faust auf den Brustkorb und nahm seine Tochter am Ende der Hymne in die Arme.

15. Das Geschenk der NHL Familie an Denna Laing

Die NHL gab am Samstag bekannt, dass sie der verletzten Eishockeyspielerin Denna Laing $200000 zur Unterstützung bei ihrer Rehabilitation und Genesung spenden. Desweiteren gab die Liga bekannt, das zwei ihrer Sponsoren, Honda und Ticketmaster, übereingekommen sind Laing einen 2016er Honda Odyssey übergeben, der so umgebaut wurde, dass sie mobil sein kann.

Laing erlitt eine Rückenmarksverletzung beim Frauen Winter Classic am 31. Dezember im Gillette Stadium.

Laings Mutter und ihre zwei Schwestern waren am Sonntag Gäste der NHL beim All-Star Game. Laing wurde auf dem Videowürfel eingeblendet und bedankte sich bei ihren Unterstützern. Sie bekam tosenden Applaus.

16. Liga hinterlässt bleibenden Eindruck in Nashville

Die NHL brachte nicht nur das All-Star Game nach Nashville, sie sanierte ein 2700 qm großes Areal für das Nashville Inner City Ministry.

Die NHL, Nashville Predators und McDonald's präsentierten das Areal als Teil des NHL All-Star Legacy Family Life Center 2016. Ausgestattet wurden acht Räume mit neuen Möbeln, Technik und Innenausstattung.

Das Inner City Ministry ist eine Anlaufstelle, die jährlich über 4000 Jugendliche und Familien aus der Umgebung von Nashville betreut.

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