Pastrnak326

Die Boston Bruins haben am Sonntag das Spitzenspiel der Eastern Conference bei den Carolina Hurricanes für sich entschieden. Sie setzten sich in der PNC Arena von Raleigh mit 4:3 n.P. durch. Mann des Tages bei den Gästen war Angreifer David Pastrnak, der einen Doppelpack schnürte. Die Hausherren sicherten sich mit einer Aufholjagd im letzten Drittel zumindest einen Zähler.

Mit seinen beiden Treffern beim Duell der beiden punktbesten Teams im Osten knackte Pastrnak die Marke von 50 Saisontoren. Nach 73 Einsätzen hat er 51 Tore, 46 Assists und 97 Scorerpunkte auf dem Konto. "Das ist wirklich etwas Besonderes", sagte Pastrnak über seine Torausbeute in dieser Spielzeit. Vor allem freute er sich darüber, dass seine Mannschaft als Sieger vom Eis ging. "Wir hatten mehr Spielanteile, aber trotzdem ist in so einem Match alles möglich. Es ist cool, dass ich mein spezielles Erlebnis mit den Jungs teilen kann", fügte der Flügelstürmer hinzu.

BOS@CAR: Pastrnak schießt im PP sein 2. Tor im Spiel

Der dritte Treffer der Bruins ging auf das Konto von Jakub Lauko. Im Penaltyschießen verwerteten Charlie Coyle und Jake DeBrusk ihre Sololäufe, während den Hurricanes kein einziges Erfolgserlebnis vergönnt war.
Boston musste beim Aufeinandertreffen der beiden Divisionsführenden auf seine beiden Topangreifer Patrice Bergeron und Brad Marchand sowie Verteidiger Hampus Lindholm verzichten. Nach Angaben von Trainer Jim Montgomery leidet das Trio unter hartnäckigen Blessuren, die nun eine Zwangspause erforderlich machten. Sie sollen jedoch nicht längerfristig ausfallen.
"Nachdem Bergeron und Marchand zu Hause bleiben mussten, ist Pastrnak mit seinen Führungsqualitäten in die Bresche gesprungen. Er hat das Team angetrieben und war überall auf dem Eis zu finden", lobte Montgomery den Doppeltorschützen.
Nach Ansicht von Bostons Blueliner Charlie McAvoy stellte das Fehlen der zwei Stürmerstars nicht unbedingt einen Nachteil dar. "Dadurch konnten wir ohne Druck in die Partie gehen, weil die Erwartungshaltung ohne die beiden deutlich geringer war als sonst. Es ist bemerkenswert, dass wir trotzdem ein gutes Ergebnis erzielt haben. Jeder hat sich für den anderen eingesetzt", erläuterte er.

BOS 4, CAR 3 F/SO

Am Ende feierten die Bruins den siebten Sieg hintereinander. Mit einer Matchbilanz von 57-11-5 und 119 Punkten stehen sie in der Atlantic Division und im NHL-Gesamtklassement souverän an erster Stelle. Nach dem Kurztrip nach Raleigh stehen jetzt zwei Heimspiele für Boston auf dem Programm. Am Dienstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 1 Uhr MESZ) geben die Nashville Predators ihre Visitenkarte im TD Garden ab und am Donnerstag die Columbus Blue Jackets. Am Samstag folgt ein Auswärtsauftritt bei den Pittsburgh Penguins.
Im Lager der Hurricanes herrschte nach der Heimniederlage keineswegs Tristesse. Sie hatten zum wiederholten Male in dieser Saison einen Rückstand von mehreren Toren wettgemacht. Nach 40 Minuten lagen die Einheimischen mit 1:3 hinten. Doch mit einem Blitzstart im letzten Drittel und Toren von Brady Skjei und Sebastian Aho glichen sie die Partie aus. Im mittleren Durchgang hatte Jack Drury den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für Carolina markiert.
"Die Mannschaft hat sich richtig ins Spiel hineingekniet. Darauf bin ich am meisten stolz. Auch wenn ihnen mal ein Fehler passiert ist oder eine Entscheidung der Schiedsrichter zu ihren Ungunsten ausgefallen ist, haben die Jungs den Kopf nicht hängen lassen", analysierte Hurricanes-Coach Rod Brind'Amour. "Es war sicherlich nicht unsere beste Vorstellung. Zumindest konnten wir im letzten Abschnitt noch aufholen. Es handelte sich um eine der Begegnungen, bei der man sich mit einem Punkt zufriedengeben muss, so wie es gelaufen ist."

Mit etwas mehr Glück im Abschluss hätten durchaus zwei Zähler für die Hurricanes werden können. Aber Bruins-Schlussmann Jeremy Swayman verhinderte in der Verlängerung mit zwei Glanzparaden gegen Brent Burn und Jordan Staal in den Schlusssekunden der Verlängerung einen Erfolg von Carolina.
Im Shootout hatte schließlich die Vertretung aus Massachusetts das bessere Ende für sich. Wiederum zeigte sich Swayman zweimal auf dem Posten, als er die Versuche von Burns und Teuvo Teravainen abwehrte.
Durch den Punktgewinn bauten die Hurricanes ihre Führung in der Metropolitan Division vor den New Jersey Devils auf drei Punkte aus. Zudem haben sie gegenüber ihrem ärgsten Verfolger in der Gruppe noch ein Spiel in der Hinterhand. Insgesamt sind für Carolina nach 72 Begegnungen nunmehr 103 Zähler (47-16-9) verzeichnet.
Am Dienstag (7 p.m. ET) empfangen die Hurricanes die Tampa Bay Lightning. Danach müssen sie zweimal auswärts antreten, am Donnerstag bei den Detroit Red Wings und am Samstag bei den Montreal Canadiens.