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Weekes analysiert die heißen NHL-Themen

av Kevin Weekes / NHL.com

Über die Saison hinweg schreibt der frühere NHL-Goalie und jetzige NHL-Experte Kevin Weekes über Spieler, Mannschaften, Spiele und Trends, die ihm ins Auge stechen.

Anaheim Ducks

Es ist beeindruckend, wie die Ducks marschieren. Durch den neu hinzugekommenen Stürmer Jamie McGinn (der in seinen ersten beiden Spielen für Anaheim getroffen hat) und Brandon Pirri, der sich von einer Verletzung erholt hat, sind sie noch variabler. Sie können nun auf eine ganze Reihe an Torjägern zurückgreifen. Ihre Offensive war zu Beginn der Saison eine stumpfe Waffe. Das hat sich geändert. Darüber hinaus verteidigen die Ducks nun auch besser.

Die Ducks schlugen am Donnerstag (Ortszeit) die Arizona Coyotes und stellten damit ihren Franchise-Rekord von zehn Siegen in Folge ein. Ihre bemerkenswerte Bilanz der vergangenen 19 Partien lautet 17-1-1.

Einer, der auch den Umschwung geschafft hat, ist Ryan Kessler. Er spielt nun so, wie es sich die Verantwortlichen der Ducks vorgestellt haben, als sie loszogen, um ihn zu verpflichten. Es ist ein großer Luxus, einen wie ihn als Center Nummer 2 hinter Ryan Getzlaf im Team zu haben. Er verleiht den Ducks mehr Statur und Stärke durch die Mitte.

Wenn man sich den Treffer von Cam Fowler am Donnerstag ansieht, erkennt man genau, was die Ducks gebraucht haben: Verteidiger, die auch mal das Tor treffen. Hampus Lindholm, Sami Vatanen und Fowler sind gute Skater und jederzeit für einen gescheiten Spielzug gut.

Nashville Predators

Ich habe mich mit General Manager David Poile von den Predators unterhalten. Er sagte, dass die Mannschaft nun in allen Bereichen besser agiert. Filip Forsberg hat endlich seine Torgefährlichkeit wiedergefunden. Vorige Woche er zielte er gleich zwei Hattricks und ließ auch danach nicht nach. Am Donnerstag traf er beim 4-5 nach Verlängerung gegen die New Jersey Devils und gab außerdem zwei Torvorlagen. Er feuerte zwar auch vorher schon aus allen Rohren, aber aus irgendeinem Grund wollte der Puck da einfach nicht ins Netz gehen. Mit 27 Saisontreffern steht er kurz davor, die 30-Tore-Marke zu knacken.

Außerdem profitieren die Predators vom starken Auftreten ihres Schlussmannes Pekka Rinne (5-0-3) in den vergangenen acht Begegnungen. Obwohl er zu den fünf Top-Torhütern der Liga zählt, hat er über einen langen Zeitraum nicht sein wahres Leistungsvermögen abrufen können. Das hat sich geändert, er hat zu alter Stärke gefunden und kann Spiele für sein Team entscheiden.

Shea Weber hat seit seiner Rückkehr nach einer Verletzungspause in zwei Spielen vier Punkte erzielt. Das alles zusammen sind einige Gründe, warum die Predators in elf Spielen nacheinander gepunktet haben (7-0-4).

Pittsburgh Penguins

Beginnen wir zunächst mit Patric Hornqvist. Er erzielte beim 4-1 gegen die New York Rangers am Donnerstag ein Tor, das insgesamt fünfte in drei Partien. So gut wie Hornqvist drauf ist, eröffnet das den Penguins eine Menge Möglichkeiten, vor allem im Powerplay. Er ist immer vor dem Tor zu finden.

Hinzu kommt, dass sich Verteidiger Kris Lang weiter als eifriger Punktesammler erweist. In 53 Begegnungen erzielte er elf Tore und kam auf 49 Punkte.

Das 4-1 gegen die Rangers war ein wichtiger Erfolg. Denn in den letzten 13 Spielen hatten die Penguins gegen die Rangers nur einen Sieg landen können. Weiterer positiver Aspekt in diesem Match: Sowohl Sidney Crosby als auch Evgeni Malkin trugen sich in die Torschützenliste ein.

Phil Kessel erzielte sein 20. Tor am Donnerstag und brachte es damit auf fünf Treffer in zehn Spielen. Natürlich würden sich alle von ihm wünschen, dass er auf 30 kommt. Aber selbst mit 25 wäre es noch ein anständiges Jahr für ihn.

Marc-Andre Fleury ist eminent wichtig für das gesamte Spiel der Penguins. Er ist der beständigste Akteur des Teams und im Moment in absoluter Bestform.

Boston Bruins

Es war eine wichtige Entscheidung von General Manager Don Sweeny, seinen Coach Claude Julien nicht zu feuern. Der stellte beim 4-2 der Bruins gegen die Chicago Blackhawks den Franchise-Rekord von Trainerlegende Art Ross mit 387 Siegen ein.

Darüber hinaus war es ein geschickter Schachzug, Loui Ericsson nicht abzugeben. Wenn die Bruins in die Playoffs kommen, wird er dort ein wichtiger Mosaikstein sein. Der Mannschaft helfen können zweifelsohne der neue Stürmer Lee Stempniak (zwei Vorlagen am Donnerstag) und Verteidiger John-Michael Liles (ein Assist).

Die Bruins haben drei „30-Tore-Stürmer“ in ihren Reihen: Brad Marchand (33), Patrice Bergeron (25) und Ericsson (24). Das können nicht viele Teams von sich behaupten.
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