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Team USA muss etwas ändern

Der Kader wird sich für die Amerikaner nicht ändern, aber die Leistung muss sich im Spiel gegen Kanada ändern

by Nicholas J. Cotsonika @cotsonika / NHL.com Kolumnist

TORONTO - Wir haben den Kader seit Monaten kritisiert. Wenn Team USA beim World Cup of Hockey 2016 scheitert, besonders wenn es in der Vorrunde ausscheidet, was eine Gefahr ist, die bereits droht, kann man den Kader ewig in Frage stellen.

Aber Phil Kessel hätte dank seiner Handverletzung nicht teilnehmen können, selbst wenn er für das Team nominiert worden wäre. Tyler Johnson, Kevin Shattenkirk, Justin Faulk und wen wir sonst noch für eine gute Wahl gehalten hätten, sind nicht hier und es ist zu spät das zu ändern.

Team USA muss mit denen klar kommen, die hier sind. Sie haben am Samstag im ersten Spiel gegen Team Europa 3-0 verloren, während Kanada gegen Team Tschechien 6-0 gewann und jetzt müssen sie am Dienstag Kanada schlagen, sonst könnte der World Cup für sie vorbei sein.

Sie müssen mehr Offensive kreieren, nachdem sie in den letzten drei Topspielen, seit der Olympiade in Sochi 2014, nicht mehr getroffen haben, und Kanada in den drei Spielen kein Tor kassiert hat. Team USA muss auf die Art spielen, die zum Team passt.

Wenn das Management einen kämpferischen Kader zusammenstellt und der Trainer lange Pucks sehen will, dann muss das Team kämpfen und den Puck tief spielen, in den Forecheck gehen und zum Tor ziehen.

"Wir wussten wir müssen an Kanada vorbei", sagte John Tortorella nach dem Training im Ricoh Coliseum am Sonntag. "Das entscheidende Spiel kommt nur früher als gedacht und so bereiten wir uns auch darauf vor. Das ist unser Finale. Wenn wir das Glück haben zu gewinnen, kriegen wir hoffentlich ein weiteres."

Die Niederlage gegen Team Europa, das aus Europäischen Ländern außer Tschechien, Finnland, Russland und Schweden zusammengestellt ist, war eine große Enttäuschung.

Tortorella strich Stürmer Kyle Palmieri, der letzte Saison in der NHL auf 30 Tore kam, und Dustin Byfuglien, mit 53 Punkten letzte Saison der beste Scorer unter allen Amerikanischen Verteidigern, aus der Aufstellung. Das half nicht.

Aber was ist mit der Spielweise der eingesetzten Spieler? Spieler, die das Team anführen sollten, wie Verteidiger Ryan McDonagh und Stürmer Patrik Kane, der Fehler machte, die zu Kontern führten. Team USA ging in Rückstand und war Team Europa ausgeliefert.

Obwohl Team USA viel Puckbesitz hatte, blieben sie weit außen, während Team Europa entspannt zurück kam. Die Verteidiger brachten den Puck nicht schnell genug nach vorne und er kam nicht mit genug Geschwindigkeit bei den Stürmern an. Wenn der Puck mal Tief gespielt wurde, kam kein zweiter Stürmer zum Forecheck. Wenn der Puck Richtung Tor kam, fehlten die Stürmer um abzufälschen und nachzusetzen.

"Was mich frustriert ist, dass wir so selten nachgesetzt haben und ich denke wir haben die Spieler, das Talent dazu und um mehr Offensive zu kreieren", sagte Tortorella.

Team USA hat das Zeug besser zu spielen, selbst ohne die fehlenden Spieler.

Gegen Team Europa hatte Team USA Patrik Kane im Aufgebot, den Gewinner der Art Ross Trophy als bester Scorer der NHL und der Hart Trophy als wertvollster Spieler der Liga. Sie hatten auch zwei weitere Spieler, die unter den acht besten Scorern der Liga waren, Joe Pavelski und Blake Wheeler. Sie hatten neun Stürmer, die in der letzten NHL Saison mindestens 21 Tore machten.

Sie haben genug Talent um Tore zu erzielen.

Tortorella stellte beim Training am Sonntag seine Reihen und sein Powerplay um. Man könnte sagen, er stellt zu viel zum, um in der kurzen Zeit eines Turniers Zusammenspiel zu entwickeln und man wundert sich über einige Kombinationen. Kane mit Derek Stepan und Justin Abdelkader? Aber was ist Ursache, was Folge: funktioniert Team USA nicht wegen der ständigen Wechsel, oder wechseln sie ständig, weil es nicht funktioniert?

"Oft stimmt die Chemie bei Spielern auf Anhieb, besonders auf diesem Niveau," sagte Stürmer T.J. Oshie. "Wir probieren ein paar neue Kombinationen und hoffentlich passt eine."

Wenigstens war Palmieri in der ersten Powerplayreihe an der blauen Linie und Byfuglien in der zweiten. Wenigstens war Pavelski in der ersten Reihe im Slot. Keiner kann so gut Schüsse abfälschen wie er und im linken Bullykreis war er gegen Team Europa nicht in der Position dazu.

Das Powerplay muss funktionieren. In drei Vorbereitungsspielen verwerteten sie eine von 11 Überzahlsituationen und gegen Europa null von vier. Team Kanada traf gegen Tschechien am Samstag sechs Mal in Überzahl.

Bei voller Spielerzahl werden sie Kanada nicht mit gutem Passspiel schlagen. Das könnten sie vielleicht selbst dann nicht, wenn sie die 23 besten Spieler dabei hätten.

Team Kanadas Verteidiger machen die Räume eng. Team Kanadas Stürmer arbeiten hart nach hinten . Team Kanadas Torwart, Carey Price, macht jeden Save. Also muss die USA den Puck hinter die Abwehr bringen, ihn aufs Tor bringen und dreckige Tore kriegen.

"Ich denke, wenn wir vor ihnen spielen, wird es nicht viel bringen, besonders am Anfang des Spiels", erklärte Stürmer Max Pacioretty. "Wir müssen sowohl den Verteidigern, als auch dem Torwart das Leben schwer machen, indem wir das Spiel einfach halten."

Es ist einfach. Man kann über die Zusammenstellung von Team USA diskutieren, Aber das Team muss so spielen, wie es ist. Sie haben keine Wahl, sonst haben sie keine Chance.

"Entweder hat man Angst davor, oder man sieht das Spiel am Dienstag als große Chance", sagte Tortorella. "Ich Glaube an unsere Jungs und daran, dass sie die Chance nutzen werden und so müssen wir das Spiel angehen."

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