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Vier Teams aus dem Osten vorne

Das Powerranking dieser Woche führen vier Mannschaften aus der Eastern Conference an

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Die zurzeit besten drei Mannschaften der NHL kommen aus der Eastern Conference. Die Washington Capitals konnten die Chicago Blackhawks vom Treppchen dieser Bestenliste stoßen. Die Hauptstädter beeindruckten vor allem durch ihre Offensivqualität bei 5-gegen-5. Neben den Capitals blieben mit den Vancouver Canucks (4 Siege) und Calgary Flames (2 Siege) zwei im Westen Kanadas beheimatete Mannschaften in der vergangenen Woche punktverlustfrei. Die Nashville Predators rückten nach fünf gewonnenen Zählern aus drei Spielen ebenso ins Verfolgerfeld, wie die Toronto Maple Leafs, die sechsmal hintereinander punkten konnten. Die Maple Leafs liegen nur noch zwei Punkte hinter den in der Atlantic Division zweitplatzierten Ottawa Senators.

1. Pittsburgh Penguins (25-8-5, Vorwoche: 1)

Ein Sieg am Silvesterabend steht für die Penguins als Ausbeute der letzten sieben Tage zu Buche. Mit 4-3 Toren nach Verlängerung konnte das Team von Mike Sullivan vor heimischer Kulisse die Canadiens bezwingen und damit seine Siegesserie auf vier Spiele ausbauen. Den Siegtreffer in der Overtime erzielte Evgeni Malkin. Phil Kessel steuerte dem Heimerfolg ein Tor und einen Assist bei. Auch Schlussmann Marc-Andre Fleury machte mit 37 Paraden einen guten Eindruck.

In der kommenden Woche treten die Penguins zunächst zuhause gegen Tampa an, anschließend folgen zwei schwere Auswärtspartien in Washington und Ottawa.

2. Columbus Blue Jackets (27-6-4, Vorwoche: 2)

Nach 16 Spielen ohne Niederlage, einem Sieg davon entfernt den NHL-Rekord einzustellen, mussten sich die Blue Jackets am Donnerstag in Washington den Capitals mit 0-5 Toren geschlagen geben. Zuvor hatten sie mit doppelten Punktgewinnen gegen die Wild (4-2) und die Oilers (3-1) ihre Tabellenführung in der Metropolitan Division weiter ausbauen können. Rechtsaußen Cam Atkinson erzielte drei von Columbus sieben Treffern in der vergangenen Woche und Linksaußen Brandon Saad bereitete drei vor.

Man darf gespannt darauf sein, wie die Blue Jackets diese Niederlage verkraftet haben. Ihre nächsten Gegner sind die Rangers, Flyers und Hurricanes.

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3. Washington Capitals (24-9-5, Vorwoche: 6)

Vier Spiele, vier Siege. Einen besseren Start in das Jahr 2017 hätten die Capitals nicht hinlegen können. Sie beendeten nicht nur eindrucksvoll die Siegesserie der Blue Jackets (5-0), sondern auch jene der Maple Leafs (6-5 OT). Zum Jahreswechsel bezwangen die Capitals erst die Devils (6-2) und 24 Stunden darauf die Senators (2-1). 19 Treffer in vier Partien sind wahrlich eine Ansage. 19 Spieler kamen in der vergangenen Woche bei den Capitals zum Einsatz und jeder von ihnen war an mindestens einem Tor beteiligt. Ihre erfolgreichsten Scorer waren Justin Williams (3 Tore, 4 Assists) und Evgeni Kuznetsov (1 Tor, 6 Assists).

Für die Capitals geht es mit den Partien gegen Ottawa, Montreal und Pittsburgh im 2-Tage Rhythmus weiter.

4. New York Rangers (27-13-1, Vorwoche: 4)

Um den Jahreswechsel zeigten die Rangers ihre zwei Gesichter, zunächst konnten sie gegen Colorado mit einem 6-2 Erfolg ihren dritten Sieg in Folge feiern, um sich dann am Dienstag Buffalo mit 1-4 geschlagen zu geben. Nur 24 Stunden darauf erstürmten sich die 'Blueshirts' einen 5-2 Triumph in Philadelphia. J.T. Miller (2 Tore, 3 Assists) war New Yorks punktbester Akteur bei ihren drei Auftritten, gefolgt von Chris Kreider (4 Tore) und Michael Grabner (2 Tore, 2 Assists).

Mittlerweile konnten die Rangers schon 14 Mal in der Fremde doppelt punkten, so häufig wie kein anderes Team in der Liga. Eine echte Herausforderung dürfte am Samstag ihr Gastauftritt in Columbus werden. Anschließend genießen die Rangers fünf spielfreie Tage.

5. Chicago Blackhawks (24-12-5, Vorwoche: 3)

Zum ersten Mal in dieser Saison stehen die Blackhawks im Power Ranking nicht mehr auf dem Treppchen. Auch ihr 4-3 Heimsieg nach Overtime gegen die Sabres kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft von Cheftrainer Joel Quenneville auf der Suche nach ihrer Form ist. Zum Wochenauftakt unterlagen sie den Hurricanes (2-3) und den Blues (1-4). Positiv überraschen konnte der tschechische Verteidiger Michal Kempny der mit zwei Toren, seinen ersten NHL-Treffern, und zwei Vorlagen die teaminterne Scorerwertung aus diesen drei Partien anführt, gefolgt von Patrick Kane (1 Tor, 2 Assists) und Jonathan Toews (3 Assists).

Zurück auf die Erfolgsspur finden, können die Blackhawks in drei Heimspielen gegen die Hurricanes, Predators und Red Wings.

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6. Minnesota Wild (24-9-4, Vorwoche: 7)

Den Wild tat es keinen Abbruch, dass sie am Silvesterabend den Blue Jackets in einer hochklassigen Partie mit 2-4 Toren unterlagen. Die folgende Pause von vier spielfreien Tagen kam ihnen recht, wie man beim 5-4 Triumph gegen die Sharks, in einem kaum weniger spektakulären Spiel, erkennen konnte. Mit Mikael Granlund (1 Tor, 3 Assists), Mikko Koivu (2 Tore, 1 Assist) und Eric Staal (2 Tore, 1 Assist) konnten drei nominelle Center der Wild vollauf überzeugen.

Zunächst setzen die Wild ihre Kalifornien-Reise mit Auftritten in Los Angeles und Anaheim fort, anschließend erwarten sie zuhause die Canadiens.

7. Montreal Canadiens (24-9-6, Vorwoche: 8)

Auf eine ganz starke Woche können die Canadiens zurückblicken. Die Frankokanadier bewiesen, dass sie nicht nur wegen ihrer überragenden Heimbilanz in der Atlantic Division ganz vorne stehen. Den Penguins mussten sie sich erst in der Overtime geschlagen geben und anschließend nahmen sie aus Nashville (2-1 OT) und Dallas (4-3 OT) jeweils zwei Zähler mit. Max Pacioretty war mit drei Treffern Montreals erfolgreichster Torschütze. Die meisten Scorerpunkte sammelten Rechtsaußen Alexander Radulov (2 Tore, 2 Assists) sowie die Verteidiger Nathan Beaulieu (1 Tor, 3 Assists) und Shea Weber (1 Tor, 3 Assists).

Der Spielplan sieht für die Canadiens in den kommenden sieben Tagen vier Auftritte gegen Toronto, Washington, Winnipeg und Minnesota vor.

8. San Jose Sharks (23-14-2, Vorwoche: 5)

Knapp ging es zu in den Partien der Sharks, die aus ihren vier Begegnungen drei Zähler einfahren konnten. Nach einem 2-0 Heimsieg über die Flyers, mussten sie drei Niederlagen in Folge gegen die Kings (2-3, 1-2 OT) und die Wild (4-5) einstecken. San Joses beste Scorer waren mit Rechtsaußen Patrick Marleau (2 Tore, 3 Assists) ein erfahrener NHL-Recke, und mit dem 21-jährigen Kevin Labanc (1 Tor, 3 Assists) ein Flügelstürmer, der seine erste NHL-Saison absolviert.

In der kommenden Woche stehen für die Nordkalifornier eine Heimpartie gegen die Red Wings und zwei Auftritte im Westen Kanadas bei den Oilers und Flames auf dem Programm.

9. Anaheim Ducks (20-12-8, Vorwoche: 10)

Die Ducks blieben in nur zwei ihrer letzten zehn Partien punktlos. Ihrer 2-3 Overtimeniederlage bei den Canucks am Vorabend des Jahreswechsels ließen sie im neuen Jahr zwei Heimsiege gegen die Flyers (4-3 SO) und Red Wings (2-0) folgen. Durch ihre fünf gewonnenen Zähler aus drei Partien halten die Ducks Kontakt zur Tabellenspitze in der Pacific Division. Corey Perry hatte zwar erneut kein Glück im Abschluss, doch für ihn sprang Ryan Kesler mit einem Hattrick gegen Philadelphia sowie Ondrej Kase, Ryan Getzlaf, Rickard Rakell und Nick Ritchie in die Bresche.

Den Ducks steht eine arbeitsintensive Woche mit Heimspielen gegen Arizona, Minnesota und Dallas sowie einem Gastauftritt in Colorado bevor.

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10. St. Louis Blues (20-14-5, Vorwoche: 9)

Auf ihre 0-4 Heimschlappe gegen die Predators am Vorabend des Jahreswechsels antworteten die Blues mit einem 4-1 Erfolg gegen die Blackhawks. Drei Tage später mussten sie sich aber wieder den Hurricanes mit 2-4 geschlagen geben. Chefcoach Ken Hitchcock dürfte mit dieser Wochenausbeute keinesfalls zufrieden sein. Die Blues belegen aktuell noch den dritten Platz in der Central Division. Vier Punkte hinter ihnen lauern aber die Predators, die in dieser Woche drei Zähler auf sie gut machen konnten. Erneut konnten Vladimir Tarasenko (3 Tore), Alexander Steen (1 Tor, 2 Assists) und Robby Fabbri (3 Assists) bei den Blues überzeugen, doch von ihren anderen Stürmern kam zu wenig.

Als nächstes erwarten die Blues im heimischen Scottrade Center die Stars und die Bruins, anschließend starten sie ihre Tour durch Kalifornien mit einem Auftritt in Los Angeles.

Die Verfolger: Philadelphia Flyers (V), Ottawa Senators (V), Edmonton Oilers (V), Toronto Maple Leafs (-), Nashville Predators (-)

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Boston Bruins (V), Tampa Bay Lightning (V)

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