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All-Star-Wochenende läutet Playoff-Endspurt ein

Nach dem All-Star Game beginnt die entscheidende Phase um die besten Positionen für die Playoffs

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Das am Wochenende anstehende All-Star Game bietet die passende Gelegenheit, den ersten Teil der NHL-Saison 2018/19 Revue passieren zu lassen. Nachdem mittlerweile deutlich über die Hälfte der Partien dieser Spielzeit absolviert sind, stellt dass All-Star-Wochenende eine Zäsur im NHL-Kalender dar. Es läutet die entscheidende Phase im Kampf um die Plätze für die Stanley Cup Playoffs ein.

Der Blick auf die Tabelle zeigt einige Überraschungen und Enttäuschungen. Das Playoff-Bild in beiden Conferences zeichnet sich so langsam ab und die heißesten Anwärter auf den Titel dürften sich nach den fehlenden Puzzleteilen auf dem Transfermarkt umsehen. Während der Kreis für die Playoff-Teilnehmer im Osten bereits stark reduziert wurde, können sich im Westen noch fast alle Teams berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Schlussrunde machen.

Video: NYI@WSH: Greiss wehrt Ovechkins Onetimer ab

Die Überraschungen im Osten sind die New York Islanders und die Montreal Canadiens. Vor der Saison wurden diese beiden Mannschaften von kaum einem Experten in den Playoffs gesehen. Die Islanders führen die Metropolitan Division an und konnten dem amtierenden Champion und Verfolger Nummer eins, den Washington Capitals, bereits um drei Punkte enteilen. Das Prunkstück der Islanders ist ihre Defensive, die mit nur 122 zugelassenen Toren den Liga-Spitzenwert innehat. Eine wichtige Rolle im Verteidigungsbollwerk der Islanders spielen die Goalies Thomas Greiss und Robin Lehner. Beide teilen sich die Partien gleichmäßig auf und glänzen mit herausragenden Statistiken. Greiss hielt 92 Prozent der auf ihn abgegebenen Schüsse, Lehner sogar 93,1 Prozent. Getreu dem Motto, dass gute Defensivreihen Titel gewinnen, dürften die Islanders ein gewichtiges Wort mitsprechen, doch die Konkurrenz aus dem Westen ist stark.

Die Montreal Canadiens starteten vor der Saison einen Neuaufbau. Auch wenn Manager Marc Bergevin ihn als geringfügige Anpassungen verkaufte, wurde mit den Abgängen von Max Pacioretty und Alex Galchenyuk doch viel von der Identität der Habs abgegeben. Der langfristige Ausfall von Starverteidiger Shea Weber und die unklare Form von Goalie Carey Price sorgten bei der Saisonprognose der Canadiens eher für Ernüchterung. Mit einem durchschnittlichen Alter von 28,38 Jahren sind die Canadiens das neuntjüngste Team der Liga. Angeführt vom erst 23-jährigen Max Domi setzte sich Montreal schnell in den oberen Tabellenregionen fest. Mit sechs Erfolgen aus den vergangenen zehn Partien kletterten die Frankokanadier auf Rang drei in der Atlantic Division und belohnten sich für den Mut zur Veränderung.

Die Enttäuschung im Osten sind die Philadelphia Flyers. Mit 44 Zählern liegen sie 14 Punkte hinter einem Wildcard Platz und müssen bei noch 34 Matches schnell eine lange Siegesserie hinlegen, um noch von den Playoffs träumen zu dürfen, in denen sie von vielen Experten gesehen wurden. Die schwachen Leistungen der Mannschaft kosteten im Dezember Dave Hakstol seinen Trainerposten, nachdem zuvor bereits General Manager Ron Hextall seinen Posten räumen musste.

 

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Der Blick in den Westen zeigt ein deutlich engeres Bild. Zwischen den Colorado Avalanche, die derzeit den letzten Wildcard Platz innehaben, und Schlusslicht Los Angeles Kings, mit Co-Trainer Marco Sturm, liegen gerade einmal acht Punkte. Auf die Edmonton Oilers haben die Avalanche lediglich drei Zähler Vorsprung und dazwischen liegen noch vier weitere Mannschaften.

Ein Überraschungsteam im Westen zu definieren, ist deutlich schwieriger als im Osten. Die Minnesota Wild standen vor Saisonbeginn nicht unbedingt weit oben auf den Listen der potentiellen Playoff-Teilnehmer. Hinter den Winnipeg Jets und den Nashville Predators belegen die Wild Rang drei in der Central Division und profitieren davon, dass die weiteren Divisionsgegner durchwachsene Leistungen zeigen. Die 55 Zähler auf dem Konto der Wild würden in keiner anderen Division für den dritten Platz genügen. Im Osten wäre diese Punktzahl aktuell nicht einmal für einen Playoff-Platz gut.

 

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Mit den L.A. Kings ist dagegen schnell eine Mannschaft gefunden, die im Westen hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb. Nur 44 Zähler aus 50 Partien haben sie gesammelt. Der letzte Platz in der Conference ist das Ergebnis. Bereits im November musste Trainer Darryl Sutter, nach nur vier Siegen aus 13 Partien, seinen Platz hinter der Bande räumen. Willie Desjardins übernahm mit Co-Trainer Sturm. Die beiden schafften es mit ihrer Arbeit, dass die Kings zumindest rein theoretisch noch für einen Platz in den Playoffs in Frage kommen.

Mit den San Jose Sharks, den Tampa Bay Lightning, den Winnipeg Jets, den Calgary Flames und den Toronto Maple Leafs lieferten die vor der Saison heißesten Titelanwärter genau die Leistung ab, die von ihnen erwartet wurde. Alle fünf Teams dürften das Playoff-Ticket bereits fest gebucht haben und könnten in der Zeit bis zur Trade-Deadline noch nach den Schlüsseln zum Titel suchen. Doch sollten die Favoriten straucheln, lauern bereits die Verfolger.

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