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Zwischenbilanz nach einem Viertel der Saison

von Stefan Herget / NHL.com

Vor der Saison geben Eishockey-Experten und Fans ihre Prognosen ab, wie die Saison verlaufen könnte.

Vieles was erzählt und geschrieben wird, tritt dann so nicht ein und Dinge laufen ganz anders als erwartet.

Es ist das Schöne, was den Sport ausmacht, dass eben wenig vorhersehbar ist und gelenkt durch neue Umstände und Begleiterscheinungen Begebenheiten eintreten, die Verläufe im sportlichen Bereich verändern können.

Deswegen ist es einfacher zu bestimmten Zeitpunkten während der Saison einen Blick auf Entwicklungen zu werfen.

Dies wollen wir im folgenden Artikel mit fünf der wichtigsten Fakten nach 25 Prozent der absolvierten Spiele tun:

Drei gegen Drei Verlängerung bewährt sich

Ziel der neuen Regelung von Vier gegen Vier in der fünfminütigen Verlängerung nur noch Drei gegen Drei zu spielen war, dass weniger Spiele in das Penaltyschießen gehen. Es funktioniert. Bis einschließlich der Spiele am Samstag wurden 68,8 Prozent der Partien (44 von 64), die verlängert wurden, in den fünf zusätzlichen Minuten beendet. Vergangene Saison waren es nur 44,4 Prozent und der Wert lag kein einziges Mal über 50 Prozent seit der Einführung des Shootouts in 2005-06.

Calder Trophy kein Selbstläufer

Center und Nummer 1 Draft Connor McDavid von den Edmonton Oilers war der haushohe Favorit auf die Calder Trophy für den besten Rookie der Saison 2015-16. Er zeigte auch am Anfang, dass er dieser Rolle gerecht werden könne, doch ein Knochenbruch stoppte ihn jäh, was das Rennen wieder weit offen macht.

Neben Buffalo Sabres Center Jack Eichel haben weitere Neulinge bisher starke Auftritte. Artemi Panarin (Chicago Blackhawks), Dylan Larkin (Detroit Red Wings), Max Domi und Anthony Duclair (Arizona Coyotes), Nikolaj Ehlers (Winnipeg Jets), Colton Parayko und Robby Fabbri (St. Louis Blues), Sam Bennett (Calgary Flames), Jared McCann und Ben Hutton (Vancouver Canucks), sowie Oscar Lindberg (New York Rangers) wissen zu überzeugen.

Es geht für Montreal auch ohne Price

Die Montreal Canadiens dominieren nicht nur wegen ihres Startrekordes die Atlantic Division.

In der Eastern Conference können einzig die New York Rangers Schritt halten. Auch ein Ausfall von Torhüter Carey Price für neun Spiele konnte die Kanadier nicht stoppen. 12 Punkte holten sie in dieser Spanne, auch wenn der zunächst überzeugende Ersatzmann Mike Condon in den letzten vier Einsätzen nicht mehr so souverän agierte wie in den ersten fünf.

Die Rückkehr von Price kam also zur rechten Zeit, aber es ging auch ohne ihn.

Hoch gehandelte Favoriten tun sich schwer

Die Anaheim Ducks mit nur 18 Punkten Fünfter in der Pacific Division und die Tampa Bay Lightning mit nur 23 Punkten Vierter der Atlantic Division, da hatten sich viele mehr erwartet. Keine Seltenheit war, dass diese beiden als Conference Meister prognostiziert wurden.

Aufällig, dass sich beide trotz Offensivpower schwer tun, Tore zu erzielen. Die Lightning als Stanley Cup Finalist waren das torhungrigste Team in 2014-15 mit 3,16 Toren pro Spiel und kommen nur noch auf 2,41 (Platz 21 in der NHL).

Noch schlimmer die Ducks:

Ihre Quote fiel von 2,88 vergangene Spielzeit auf derzeit nur noch 1,80.

Sechs Punkte Vorsprung für Dallas

Reich hätte werden können, der sechs Punkite Vorsprung der Dallas Stars in der Central Division und der gesamten Western Conference zum jetzigen Zeitpunkt vorausgesagt hätte. 17 Siegen stehen nur vier Niederlagen entgegen. General Manager Jim Nill hat mit Trainer Lindy Ruff ein scheinbar perfektes Team zusammengestellt.

Die eigentlichen Favoriten St. Louis Blues, Chicago Blackhawks und Nashville Predators, sowie die Minnesota Wild versuchen Schritt zu halten.

Enttäuschend erneut das Abschneiden der Colorado Avalanche, die trotz großem Potenzial nur sieben Siege in 20 Begegnungen auf dem Konto haben und Letzter der Central sind.

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