Skip to main content

Blue Jackets nähern sich der Spitze

Noch stehen Pittsburgh und Chicago im Powerranking oben, doch Columbus holt auf

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wieder und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Donnerstag auf Freitag.

Serien endeten, Serien begannen und Franchisebestmarken wurden, wie im Falle der Columbus Blue Jackets, aufgestellt. Die Konstanz mit der die Blue Jackets im Osten und die Minnesota Wild in der Western Conference schon seit Wochen punkten ist sehr beeindruckend und verdient viel Lob. Neben diesen beiden Überfliegern konnten sich auch die Ottawa Senators (4 Siege), die Edmonton Oilers (3 Siege) und die Carolina Hurricanes (2 Siege) über eine maximale Punktausbeute aus ihren Auftritten freuen. Vor allem die beiden Erstgenannten könnten in naher Zukunft Kandidaten für einen der ersten zehn Plätze in diesem Ranking sein.

1. Pittsburgh Penguins (21-8-5, Vorwoche: 1)

War das nun eine gute oder eine schlechte Woche für den amtierenden Stanley Cup Champion? Je nach Sichtweise! Zuerst bauten die Pens ihre Erfolgsserie auf zehn Spiele aus, in denen sie jeweils punkten konnten, und dann gingen sie in Columbus mit 1-7 baden. Vier Zähler aus den vier Begegnungen gegen die Kings (0-1 OT), Maple Leafs (1-2 OT), Rangers (2-7) und Blue Jackets sind nicht überragend. Es war aber klar, dass sie trotz ihrer spielerischen Stärke auch mal wieder Rückschläge einstecken müssen. Mit Sidney Crosby und Evgeni Malkin, die es auf jeweils zwei Tore und zwei Assists brachten, waren erneut alte Bekannte die besten Scorer des Teams.

In der kommenden Woche treten die Penguins zunächst zweimal gegen New Jersey an, anschließend bestreiten sie eine Heimpartie gegen Carolina.

2. Chicago Blackhawks (22-9-4, Vorwoche: 2)

Dank ihrer vier gewonnenen Punkte in den Partien gegen die Blues (6-4) und Sharks (4-1) zum Wochenauftakt konnten die Blackhawks ihre Tabellenführung in der Western Conference verteidigen. Bitter war jedoch die 3-4 Heimpleite am Dienstag beim Besuch der Senators im United Center. Artemi Panarin zeichnete sich mit zwei Toren und vier Vorlagen als Chicagos punktbester Akteur aus. Auch der 22-jährige Linksaußen Vinnie Hinostroza konnte mit zwei Toren und zwei Assists gefallen.

In den nächsten sieben Tagen stehen für die Blackhawks zwei Heimspiele gegen Colorado und Winnipeg sowie ein Gastauftritt in Nashville an.

Video: OTT@CHI: Panarin trifft im PP nach Seabrooks Pass

3. Columbus Blue Jackets (22-5-4, Vorwoche: 7)

Die Blue Jackets konnten auch in der vergangenen Woche ihren Siegeszug fortsetzen. Die Flames (4-1), Canucks (4-3 OT), Kings (3-2 SO) und Penguins (7-1) durften sich daran versuchen Columbus zu stoppen - ohne Erfolg. Somit bauten die Blue Jackets ihren Franchiserekord auf elf Spiele ohne Niederlage aus. Keine andere Mannschaft in der Liga konnte in den letzten sieben Tagen mehr Tore erzielen als die Blue Jackets, die 17 Mal ins Schwarze trafen. Als vierfache Torschützen machten die Flügelstürmer Cam Atkinson (4T, 2A) und Brandon Saad (4T, 1A) auf sich aufmerksam. Fünf Treffer konnte Center Brandon Dubinsky vorbereiten.

Als nächstes machen die Canadiens, Bruins und Jets Jagd auf den neuen Tabellenführer in der Metropolitan Division.

4. New York Rangers (23-11-1, Vorwoche: 3)

Die Rangers zeigten, dass sie auch Penaltyschießen können. Innerhalb von 24 Stunden gaben sie zum Wochenbeginn den Devils (3-2 SO) und den Predators (2-1 SO) das Nachsehen im Shootout. Eine herbe 2-7 Schlappe setzte es dagegen für das Team aus Manhattan bei den Penguins. Die Rangers waren lange Zeit die offensivstärkste Mannschaft in der Eastern Conference. Diesen Platz mussten sie nun, nach nur fünf erzielten Toren in drei Spielen, an Pittsburgh abgeben. Derek Stepan (1T, 1A), Mats Zuccarello (2A) und Nick Holden (2A) waren jeweils an zwei Treffern der Rangers beteiligt.

Es folgen für die Rangers zwei schwere Heimpartien gegen Minnesota und Ottawa. Anschließend machen sie sich auf die Reise nach Arizona.

5. Washington Capitals (19-8-4, Vorwoche: 4)

Mit einem 4-3 Shootout-Erfolg über die Hurricanes konnten die Capitals zunächst ihre Siegesserie auf sechs Spiele ausbauen. Anschließend setzte es für sie zwei knappe Niederlagen gegen Montreal (1-2) und Philadelphia (2-3 SO). In der Metropolitan belegen die Capitals zwar aktuell nur den fünften Rang, doch sie haben auch gegenüber den vor ihnen platzierten Teams bis zu fünf Spiele weniger absolviert. Sechs verschiedene Spieler der Hauptstädter waren für die Treffer verantwortlich und gleich acht ihrer Akteure kamen zu zwei Scorerpunkten.

Mit den Lightning, den Islanders und den Devils trifft Washington in den nächsten sieben Tagen auf drei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.

Video: WSH@PHI: Burakovsky trifft mit einem Schuss vom Kreis

6. Montreal Canadiens (21-8-4, Vorwoche: 5)

Von ihren drei Heimpartien der letzten Woche konnten die Canadiens nur eine gegen die Ducks (5-1) gewinnen. Die Sharks (2-4) und Wild (2-4) zeigten keinen Respekt vor der starken Heimbilanz der Frankokanadier und entführten jeweils beide Punkte aus dem Bell Centre. Freuen durften sich die Fans des Traditionsteams über einen 2-1 Auswärtserfolg in der US-Hauptstadt. Verteidiger Jeff Petry führt die teaminterne Scorerwertung aus den vergangenen drei Spielen mit drei Treffern und zwei Assists an.

Die Canadiens begeben sich auf eine Reise, die sie zunächst zu den Blue Jackets, Lightning und Panthers führt.

7. San Jose Sharks (20-12-1, Vorwoche: 8)

Für die Sharks endete am Sonntag eine insgesamt erfolgreiche Auswärtstour mit einer 1-4 Niederlage in Chicago, nachdem sie zwei Tage vorher bei den Canadiens mit 4-2 Toren die Oberhand behalten konnten. Nicht den Hauch einer Chance ließen die kalifornischen Haie am Dienstag ihren Gästen aus Calgary (4-1). Der 24-jährige Finne Joonas Donskoi überraschte positiv. Mit zwei Toren und zwei Vorlagen war er San Joses erfolgreichster Scorer vor Joe Pavelski (1T, 2A) und Joe Thornton (3A).

In der Nacht von Freitag auf Samstag kommt es in der Pacific Division zum Spitzenspiel zwischen den erstplatzierten Sharks und den punktgleichen Oilers. Nach einer dreitägigen Pause treten die Sharks in Anaheim an.

8. Minnesota Wild (20-8-4, Vorwoche: 10)

Mit drei Siegen in drei Spielen, ihren doppelten Punktgewinnen Sieben, Acht und Neun in Folge, konnten die Wild ihren zweiten Rang in der Central Division festigen. Die Coyotes, die Avalanche und die Canadiens hatten das Nachsehen gegen die mit viel Selbstvertrauen auftretenden Wild, die das mit Abstand beste Torverhältnis in der Western Conference ausweisen (+33). Center Eric Staal schoss zwei von Minnesotas zehn Treffer und leistete zu zwei weiteren die Vorarbeit. Auf drei Assists brachte es Mikael Granlund.

Auf die Wild warten zwei schwere Auswärtsaufgaben bei den Rangers und Predators, bevor sie am Donnerstag die Islanders empfangen.

9. St. Louis Blues (18-12-5, Vorwoche: 6)

Die Konkurrenz punktete und die Blues konnten nicht mithalten, obwohl sie viermal die Chance dazu hatten. Drei Zähler aus den Begegnungen mit den Blackhawks (4-6), Oilers (2-3 OT), Stars (3-2 OT) sowie Lightning (2-5) sind für eine Mannschaft, die sich Hoffnungen auf den Divisionstitel macht zu wenig, und 16 Gegentreffer sind zu viel. Positiv in Erscheinung traten Verteidiger Joel Edmundson mit vier Vorlagen und Center Patrik Berglund mit drei Treffern.

Die Blues treten in der nächsten Woche nur einmal an. Sie treffen zuhause auf die Flyers.

Video: STL@TBL: Perron stiehlt den Puck und versenkt ihn

10. Philadelphia Flyers (20-12-4, Vorwoche: 9)

Alle guten Dinge waren Zehn, dann mussten sich auch die Flyers wieder einmal geschlagen geben. In Dallas (1-3) endete am Samstag Philadelphias Erfolgsserie. Die Flyers antworteten darauf mit drei Zählern aus den zwei Heimpartien gegen Nashville (1-2 SO) und Washington (3-2 SO), um dann in New Jersey (0-4) einen Rückschlag zu erleben. Die Offensivabteilung der Flyers hatte in den vergangenen sieben Tagen Ladehemmung. Ihre vier Tore erzielten vier verschiedene Spieler, darunter der Österreicher Michael Raffl.

In der kommenden Woche steht für Philadelphia eine Auswärtspartie in St. Louis an.

Die Verfolger: Ottawa Senators (V), Tampa Bay Lightning (V), Los Angeles Kings (V), Anaheim Ducks (V), Nashville Predators (V)

Von Vorwoche nicht mehr gelistet: Keiner

Mehr anzeigen