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Vegas' 4. Reihe macht den Unterschied

Unterste Sturmreihe sorgt für drei Tore, sechs Hits und zwei Blocks

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Spiel 1 des Stanley-Cup-Finals 2018 am Montagabend (Ortszeit) in der T-Mobile Arena war eine wilde Achterbahnfahrt mit insgesamt zehn Toren. Am Ende bejubelten die Vegas Golden Knights einen 6:4-Heimsieg gegen die Washington Capitals. Der entscheidende Faktor in dieser hochspannenden Partie war ausgerechnet die 4. Sturmreihe der Knights.

Recht viel unterhaltsamer hätte das Stanley-Cup-Finale nicht starten können. In der Hauptrolle waren an diesem Abend drei Spieler, die normalerweise nicht im Mittelpunkt stehen: Die vierte Sturmreihe mit Linksaußen Tomas Nosek, Center Pierre-Edouard Bellemare und Rechtsaußen Ryan Reaves, die es kumuliert auf drei Tore, sechs Checks und zwei geblockte Schüsse brachten.
 

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Vegas lag mit 3:4 zurück, dann schlug die Stunde des Trios: Reaves arbeitete an der Grenze des Erlaubten im Slot gegen Washingtons Verteidiger John Carlson, danach landete der Puck nach einem gescheiterten Klärungsversuch von Michal Kempny auf seinem Schläger. Reaves ließ sich nicht zweimal bitten und traf aus der Nahdistanz zum 4:4-Ausgleich (43.). Wenig später war es Nosek, der sich im Rücken von Carlson davonschlich, von hinter dem Tor Richtung zweiter Pfosten fuhr und dort ein präzises Zuspiel von Shea Theodore per Direktabnahme in die Maschen zur 5:4-Führung donnerte (50.). Nosek gelang drei Sekunden vor der Schlusssirene dann sogar noch ein Doppelpack: Der 25-jährige Tscheche blockte einen Schuss von Alex Ovechkin, bekam den Puck über die Bande von David Perron zurück und schob ins leere Tor zum 6:4-Endstand ein (60.).

Nosek und Reaves drehen auf

Die 4. Reihe der Golden Knights entschied also diese enge Partie. "Keiner in der Kabine", so Stürmer Reilly Smith, "ist überrascht" vom plötzlichen Scoring-Touch der letzten Sturmlinie. "Das ist die große Stärke in unserer Mannschaft: Wir können alle vier Reihen ausrollen." An diesem Abend aber ist dieses Trio "herausgestochen", wie Angreifer Jonathan Marchessault befand. "Sie waren wichtig für uns. Sie waren riesig und haben auch gut defensiv gespielt", lobte Goalie Marc-André Fleury. Und auch Verteidiger Luca Sbisa zeigte sich verwundert: "Die vierte Linie ist normalerweise für die Defensive zuständig, aber in den letzten Spielen haben sie offensiv viel gebracht."

Video: WSH@VGK, Sp1: Reaves gleicht unter die Latte aus

Vor allem Nosek und Reaves wurden im Verlauf der Playoffs immer stärker: Nosek machte drei Tore in den letzten drei Spielen. Reaves, der bei jedem Puckkontakt mit lauten "Reeeaaaves"-Rufen vom eigenen Anhang gefeiert wurde, traf zweimal in den letzten beiden Partien. "Natürlich sind wir nicht die Reihe, von der du in jedem Spiel Tore erwarten würdest", stapelte Bellemare tief. "Aber wir versuchen, Momentum zu kreieren und zu arbeiten. Es macht Spaß, auch offensiv zu helfen, auch wenn das nicht in jeder Partie gelingt."

Gallant: "Sie sind Krieger!"

Extra-Lob gab es von Knights-Trainer Gerard Gallant: "Die vierte Reihe arbeitet hart, blockt viele Schüsse, sie halten das Spiel einfach, spielen die Scheibe tief und so schießt man Tore. Sie waren sehr wichtig", so der Coach, der noch martialischer wurde: "Sie sind Krieger! Und heute haben sie sich dafür belohnt. Das finde ich gut, denn sie sind ein Teil unserer Mannschaft und haben heute drei wichtige Tore für uns geschossen. Die unterste Reihe hat heute den Unterschied gemacht."

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