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Durch Vielseitigkeit zum Erfolg in den Playoffs

Die Winnipeg Jets zeigten in den Playoffs bisher Qualität in sämtlichen Bereichen und stehen dadurch nun im Conference Finale

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Nun ist es also so weit, die vier Teilnehmer an den Conference Finals stehen nun fest, die besten vier Teams der Liga sind gekürt. Nach den Washington Capitals und den Tampa Bay Lightning in der Eastern Conference, setzten sich in der Western Conference nun nach den Vegas Golden Knights auch die Winnipeg Jets durch.

Die Jets gewannen die spannende und hart umkämpfte Serie der zweiten Runde in sieben Spielen gegen die Nashville Predators. Damit bewiesen sie ihre enorme Qualität, immerhin bezwangen sie die Gewinner der Presidents' Trophy, also das punktbeste Team der Hauptrunde.

 

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"Ich wusste, dass wir ein gutes Team haben und in der zweiten Runde mit Nashville fertig werden müssen, wenn wir etwas erreichen wollen", erklärte Stürmer Paul Stastny. "Und am Ende standen wir auf der Siegerseite."

Bereits in der ersten Runde, hatten die Jets keinen leichten Gegner vor sich. Die Minnesota Wild waren immerhin eines der besten Heimteams der regulären Saison, haben mit Devan Dubnyk einen extrem starken Torwart und ein ausgeglichenes Team, in dem von der ersten bis zur vierten Reihe immer Torgefahr besteht. Doch die Kanadier zeigten sich von den Wild wenig beeindruckt und machten kurzen Prozess mit dem Team aus dem State of Hockey. Sie beendeten die Hoffnungen der Wild in fünf Spielen, wobei Jets Torwart Connor Hellebuyck zwei Shutouts feiern konnte. Es war eine beeindruckende Zurschaustellung ihrer Qualität.

Video: MIN@WPG, Sp2: Laine bezwingt Dubnyk aus der Ferne

In der zweiten Runde war dann gegen Nashville eine ganz andere Serie zu sehen. Es war ein Kräftemessen, das den beiden punktbesten Teams der Saison würdig war. Die Kontrahenten begegneten sich auf Augenhöhe, mal war die eine Mannschaft stärker, dann wieder die andere. In der gesamten Serie gewann keiner der Kontrahenten zwei Spiele in Folge. Doch die Truppe aus Manitoba setzte sich am Ende mit einer starken Kampfleistung und dank ihrer Vielseitigkeit durch. Die hohe Qualität des Gegners, erkannten die Jets aber auch an und gaben zu, dass sie in der Serie alles geben mussten. 

"Im Moment ist es einfach nur unglaublich für uns, dass wir weitergekommen sind", erklärte Kapitän Blake Wheeler. "Wir sind überglücklich, ein Team wie Nashville bezwungen zu haben. Die Serie war genau wie erwartet. Sie haben eine unfassbare Mannschaft. Man sieht ganz klar, warum sie das beste Team der regulären Saison waren."

Den Sieg haben sich die Jets aber trotz des großen Gegners redlich verdient. Sie waren auf allen Positionen stark. Hellebuyck brachte die Offensive der Predators immer wieder zur Verzweiflung. Die Abwehr um Dustin Byfuglien räumte vor ihrem Schlussmann gut ab, zeigte eine beängstigende physische Präsenz und sorgte immer wieder für Gefahr im Angriff. 

Das Herzstück, dass die Jets schon die gesamte Saison über ausgezeichnet hat, ist aber ihre grandiose, dynamische Offensive. Angeführt von den Veteranen Wheeler und Stastny und Topscorer Mark Scheifele und besetzt mit schnellen, jungen Talenten, wie Patrik Laine, Kyle Connor und Nikolaj Ehlers, trafen die Jets gegen Nashville im Durchschnitt immerhin 3,9 Mal pro Spiel. Dabei stellten die Predators mit 204 Gegentoren in 82 Spielen die zweitbeste Abwehr der Saison.

Video: WPG@NSH, Sp5: Connor trifft zum zweiten Mal

"Wir haben große Führungspersönlichkeiten in unserer Kabine", lobte Trainer Paul Maurice die Führungsriege um Teamchef Wheeler nach Spiel 7. "Sie haben schnell gespielt, das habe ich oft genug angesprochen. Die Jungs hatten auch einfach Spaß am Spiel. Sie waren kreativ, selbstbewusst und couragiert. Das hat man von Beginn an gesehen."

Wie ist ein solches Team also zu stoppen? Ein Torwart, der in den Playoffs erneut zeigte, warum er im Finale um die Vezina Trophy für den besten Torhüter der Saison steht. Vor ihm der 196 cm große, 117 kg schwere Dustin Byfuglien, der es technisch und in Sachen Spielinteligenz mit der Elite der Offensivverteidiger der NHL aufnehmen kann. Dazu der zweitgefährlichste Angriff der Liga, der in 82 Partien auf 273 Treffer kam. Mit diesem Gesamtpaket bekommen es nun also die Vegas Golden Knights zu tun.

"Winnipeg und Nashville sind sich spielerisch ziemlich ähnlich", sagte Golden Knights Stürmer William Karlsson. "Sie sind sehr schnell, haben läuferisch starke Spieler. Sie haben auch Verteidiger, die Tore schießen können. Beides sind extrem gute Teams und es wird wohl erneut eine wirklich harte Serie." 

 

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Hätte man bereits vor der Saison beim Buchmacher auf diese Paarung im Conference Fionale des Westens gesetzt, man hätte mit Sicherheit eine goldene Nase verdienen können. Die Golden Knights bestreiten ihre erste Saison in der besten Liga der Welt und haben nicht nur Fans, Gegner und Experten verblüfft, sondern dazu einen Rekord nach dem anderen gebrochen. 

"Wer viele ihrer Spiel geschaut hat, der weiß, dass sie genau dieses Eishockey von Anfang an gespielt haben", erkannte auch Maurice die Leistung der Debütanten an. "Sie sind nicht nur durch eine Leistungssteigerung im letzten Monat in die Playoffs gekommen. Sie waren von Saisonbeginn an gut und wenn man langjähriger Eishockeyfan ist, aber die NHL erst jetzt verfolgt, würde man nie darauf kommen, dass das ein Expansion-Team ist."

Doch nun geht es nicht nur gegen irgendein Team, das einfach Eishockey spielt, vor ihnen steht nun eine ganze Stadt die Eishockey lebt. Gegen diese Energie, die im Bell MTS Palace die Luft zum knistern bringt anzurennen, wird eine echte Herkulesaufgabe. Die Jets gehen zurecht mit breiter Brust in das Conference Finale, denn nach ihren bisherigen Leistungen ist klar, diese Truppe kann jeden Gegner schlagen.

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