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Mark Scheifele und die Jets heben historisch ab

Winnipeg hat nach dem Heimsieg gegen Anaheim die zweitmeisten Siege nach 30 Saisonspielen in der Franchisegeschichte

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Scheifele zur Führung in Überzahl

ANA@WPG: Scheifele trifft im Powerplay aus dem Slot

Blake Wheeler legt auf Mark Scheifele ab, der den Puck im Powerplay aus dem Slot zum 3:2 der Jets in die Maschen jagt

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Dank der tatkräftigen Unterstützung von Mark Scheifele bezwangen die Winnipeg Jets am Sonntag die Anaheim Ducks im heimischen Bell MTS Place nach hartem Kampf mit 3:2.

Durch den dritten Heimsieg in Folge (zuvor konnten die Columbus Blue Jackets am 23.11. mit 4:3 und die Dallas Stars am 3.12. mit 5:1 bezwungen werden) verbesserten die Jets ihren Saisonstart auf eine Bilanz von 18-10-2 und können damit auf die zweithöchste Anzahl an Siegen nach 30 Saisonspielen in der Geschichte der Atlanta/Winnipeg-Franchise verweisen.

Nachdem die Auswärtsbilanz für die Jets mit 10-5-1 ohnehin sehr positiv ausfällt, nimmt auch die Ausbeute in Winnipeg langsam Form an und beläuft sich inzwischen auf 8-5-1. Dies mündet in den historisch guten Saisonstart und dem dritten Platz in der Central Division. Lediglich die St. Louis Blues (42 Punkte) und die Colorado Avalanche (40) haben mehr Zähler auf dem Konto als die Mannschaft aus dem beschaulichen Winnipeg (38).

Besonderen Grund zum Feiern hatte nach dem Erfolg gegen die Ducks Stürmer Scheifele als doppelter Torschütze, wodurch er die Marke von insgesamt 400 Punkten in der NHL erreichte.

Der insgesamt siebte Zug im NHL Draft 2011 kam in seinen ersten 478 Ligaspielen auf 164 Tore und 236 Vorlagen. Nur ein Spieler liegt in der Historie der Organisation in dieser Kategorie damit vor ihm: Ilya Kovalchuk. Die frühere Thrashers-Legende hatte dafür lediglich 403 Spiele benötigt.

Beim jüngsten Heimsieg der Jets traf neben Scheifele Teamkollege Adam Lowry in die Maschen des Gegners. Torhüter Conor Hellebuyck trug mit 31 Rettungstaten ebenfalls entscheidend dazu bei, dass die zwei Punkte erneut auf dem Konto der Hausherren landeten. Mathieu Perreault gefiel durch zwei Torvorlagen.

 

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"Das war ein hart umkämpftes Match", bilanzierte Hellebuyck nach der Schlusssirene. "Wir haben uns zum Glück im Spielverlauf stetig gesteigert und uns in die Begegnung regelrecht hineingekämpft. Wie das Spiel dann geendet hat, das war perfekt."

Kapitän Blake Wheeler gab sich erleichtert: "In Überzahl waren wir nicht wirklich stark heute, aber wir waren da, als es wirklich zählte. Das war sehr wichtig!"

Jubilar Scheifele war es namentlich, der spät im dritten Drittel in numerischer Überzahl das wichtige 3:2 für Winnipeg erzielte. Sehr zur Freude der großen Mehrheit der Fans im Bell MTS Place. Gut vier Minuten vor der Schlusssirene brachte er die Gastgeber einmal mehr an diesem Abend, und dieses Mal entscheidend in Front. Diese Führung sollte bis zum Spielende bestand haben.

"Wenn du die Scheibe zu Scheifele vor das Tor spielst, dann ist er einer der besten Spieler der Liga in diesem Bereich. Und genau das zu tun ist mein Job", erklärte Wheeler nach dem Spiel. "Er, Patrik Laine, Kyle Connor und Neal Pionk, diese Leute haben einen herausragenden Schuss. Meine Aufgabe ist es, sie in die Positionen zu bringen, in denen sie dann ihre Tore markieren können."

Video: WPG@DAL: Scheifele mit dem Ausgleich spät im 3.

Scheifele zeichnete zuvor schon für das zwischenzeitliche 1:0 der Jets in der zehnten Minute verantwortlich. Das spätere 2:1 ging auf das Konto von Lowry, der in der 39. Minute erfolgreich war, nachdem ihm Andrew Copp den Puck gekonnt zugespielt hatte.

Die Gäste zeigten sich von den Führungstreffern der Kanadier unbeeindruckt, kamen zwei Mal zum Ausgleich und hielten den Spielverlauf damit bis weit in den dritten Abschnitt offen. Erst den späten Treffer zum 3:2 konnten die Ducks nicht mehr entsprechend kontern.

Lob, aber auch Kritik, gab es für das Heimteam nach dem abermaligen Sieg vor den eigenen Fans, der die Jets sportlich in der Tabelle immer weiter abheben und einen Platz in den kommenden Stanley Cup Playoffs stetig realistischer werden lässt, vom erleichterten Trainer.

 

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Paul Maurice, der einst die Carolina Hurricanes völlig unerwartet in das Stanley Cup Finale des Jahres 2002 coachte, hob dabei den Doppeltorschützen des Abends in seiner Analyse deutlich heraus: "Obwohl wir heute getroffen haben, hat mir unser Powerplay dieses Mal nicht so gut gefallen. Umso schöner, dass wir heute damit erfolgreich waren. Mark (Scheifele) hat uns das ermöglicht. Es gibt nicht viele Jungs auf der Welt, die einen solchen Schuss aus dieser Position draufhaben."

Die nächste Möglichkeit ihren sportlichen Höhenflug fortzusetzen und sich an der individuellen Klasse ihres 400-Punkte-Jubilars vom Sonntag zu erfreuen, die bietet sich den Jets am Dienstag, wenn die Detroit Red Wings zu Gast in Winnipeg sind (Mi. 2 Uhr MEZ; NHL.tv). Diese werden alles daran setzen, den vierten Heimsieg der Hausherren in Serie zu verhindern.

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