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Detroit startet Serie

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt, sind die Detroit Red Wings aktuell eins der stärksten Teams der NHL

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Nach zwei Spielen der Saison 2016-17 sah es nach einem schlechten Start für die Detroit Red Wings aus. Null Punkte und ein Torverhältnis von 5-10. Doch dann legten sie los.

Bei ihrem Heimdebüt der Saison in der Joe Louis Arena, gab es den ersten Sieg, ein 5-1 gegen die Ottawa Senators. Darauf folgte mit dem 2-1 Sieg gegen die New York Rangers der erste Auswärtserfolg. Seitdem holten sie in drei weiteren Heimspielen die volle Ausbeute von sechs Punkten in "The Joe". Beim 5-3 gegen die Nashville Predators, hatten sie ein Schussverhältnis von 43-33. Beim 3-0 gegen die San Jose Sharks, holte Jimmy Howard den ersten Shutout der Saison und Gustav Nyquist machte seine Tore Nummer zwei und drei. Beim 4-2 gegen die Carolina Hurricanes, machte Dylan Larkin seine ersten beiden Treffer der Saison, Thomas Vanek seinen vierten und Nyquist machte seinen fünften Assist.

Noch zwei Wochen zuvor war die große Frage, ob die Red Wings den Verlust von Pavel Datsyuk kompensieren können. Zu diesem Zweck verpflichteten sie unter Anderem Frans Nielsen und den Österreicher Thomas Vanek. Besonders Vanek zeigte bisher, nachdem er bei Minnesota in den letzten drei Jahren immer schwächer wurde, dass er eine gute Wahl für diese Aufgabe war. Mit bisher vier Toren und vier Assists, hat er die meisten Tore und die meisten Punkte der Red Wings.

"Unsere Spielweise", antwortete Trainer Jeff Blashill nach dem Spiel gegen die Sharks auf die Frage, was ihm an der Partie besonders gefallen habe. "Wir haben gut gespielt... Wir haben gut nach hinten gearbeitet, den Puck erobert und schnell nach vorne gespielt... Wir haben einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht."

Video: CAR@DET: Vanek haut Athanasious Vorlage im 1. rein

Das zeigt auch die Statistik: nach einem Torverhältnis von 5-10 in den ersten beiden Spielen, steht der Wert in den letzten fünf Partien bei 19-7. Dabei machte Jimmy Howard zwei Spiele, holte einen Shutout, kassierte ein Tor in zwei Spielen und hielt 98,4% aller Schüsse. Aber es kommt nicht nur auf diese Werte an.

"Wir haben vor der Saison darüber gesprochen, dass wir unserem Nebenmann den Rücken frei halten müssen und das tun wir", erklärte Thomas Vanek auf die Frage, nach der erhöhten physischen Härte der Red Wings.

Auch die Psyche spielt im Sport immer eine große Rolle. Nach fünf Siegen dürften die Red Wings sich ihr Selbstvertrauen zurückgeholt haben, was den großen Unterschied machen kann, besonders in knappen Spielen. Dafür ist auch die Stimmung im Stadion immer wichtig, etwas wofür die Joe Louis Arena berüchtigt ist, für ihre großartige Atmosphäre.

"Ich bin neu hier aber ich kenne die Geschichte der Arena und es war unglaublich wie viele Leute so früh auftauchen und wir wussten alle, wir schulden den Fans einen guten Auftritt", so Vanek über sein erstes Heimspiel in diesem legendären Stadion.

Es wird die letzte Saison vor dem Umzug in das neue Stadion sein, daher sind die Red Wings besonders motiviert, sich mit einer starken Saison von ihrem guten, alten Freund zu verabschieden. Im Moment sieht es so aus, als wären sie dafür auf Kurs. Von den nächsten neun Spielen, werden sie in sieben auf heimischem Eis stehen, inmitten dieser geschichtsträchtigen Kulisse. Können sie dabei ihre Heimstärke aufrecht erhalten, könnte das einen richtigen Lauf starten und aufrecht erhalten, durch die Energie die sie aus diesen Spielen, von dieser Atmosphäre, von ihren Fans mitnehmen.

Wer will sie dann noch stoppen?

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