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Wilkes-Barre kassiert zwölf Buden gegen Americans

Penguins Farmteam erleidet gegen Rochester die höchste Niederlage der Klub-Geschichte

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Wie machen sich die deutschsprachigen Spieler in der American Hockey League? Welche Akteure stehen vor dem Sprung in die NHL? Wer wurde von seiner Organisation nach unten geschickt und wer erhielt den erhofften Anruf eines NHL General Managers? Jeden Sonntag wirft NHL.com/de einen Blick auf die nordamerikanischen Minor Leagues und beantwortet diese und noch viele andere Fragen.

Pittsburgh Pegnuins Prospect Freddie Tiffels kennt die Strecke zwischen Wilkes-Barre und Wheeling womöglich schon in und auswendig. Seit er im Sommer 2017 seinen Dienst bei der Penguins-Organisation antrat, musste er so oft zwischen den Farmteams Wilkes-Barre/Scranton Penguins aus der American Hockey League und den Wheeling Nailers aus der ECHL hin und her wechseln, wie keine anderer.

Anstatt in Wilkes-Barre die Bank zu drücken, avancierte Tiffels ungewollt zum Inventar von Whelling: In fünf Monaten wurde Tiffels, der beim NHL Draft 2015 in der sechsten Runde (Nummer 167) von Pittsburgh ausgewählt wurde, fünf Mal nach Wheeling geschickt. Zuletzt war Tiffels seit dem 1. Februar dauerhaft den Nailers zugeordnet. Während er in der höheren Spielklasse AHL bislang nur zu elf Einsätzen kam, in denen er zwei Scorerpunkte (1 Tor, 1 Assist) erzielte, half er 27 Mal bei den Nailers aus. Mit 20 Punkten (7 Tore, 13 Assists) gehört er dort zu den absoluten Leistungsträgern.

Nun scheint sich für Tiffels das Zähne zusammenbeißen ausgezahlt zu haben: Am Donnerstag erhielt er den Aufruf, sich wieder den Penguins anzuschließen und aufgrund des straffen Spielplans könnte er tatsächlich schon bald wieder ins Aufgebot rücken.

Für Wilkes-Barre sieht der Kalender mit drei Spielen an drei Abenden ein kraftraubendes Wochenende vor. Scheinbar zu viel für den verletzungs- und olympia-abstellungsgeplagten Klub:

Americans ziehen Tiffels Penguins den Zahn
Wilkes-Barre, das noch auf die Dienste von Tiffels verzichtete, erlebte am Freitag gegen die Rochester Americans ein unvorstellbares Debakel. Die Vorzeichen standen unbestritten für die Penguins. Sie waren das führende Team der Atlantic Division und Rochester kam aus einer Pleitenserie von acht Niederlagen aus den vergangenen zehn Spielen. Doch völlig unbeirrt von den Quoten, wiesen die Americans die Pinguine deutlich in die Schranken. Rochester machte das Dutzend voll und fertigte Wilkes-Barre mit 12:3 Toren ab.

Für Rochester, war dieses Ergebnis ein historisches: Seit sie am 7. April 1985 mit 13:3 gegen die St. Catharines Saints gewannen, waren sie nicht mehr so treffsicher wie an diesem Abend und auch die Liga horchte auf: Nachdem die Hamilton Bulldogs am 8. Dezember 2002 die Cleveland Barons mit 15:1 abschossen, gewann kein Team mehr höher.

Doch die Penguins schienen ihre Lehren aus dem Debakel, das für sie die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte bedeutet, nicht gezogen zu haben. Am Samstag verzichteten sie erneut auf die Dienste von Tiffels und schafften es gegen die Utica Comets nicht, die bösen Geister abzuschütteln.

Zwar holte Wilkes-Barre im Schlussdrittel einen Zwei-Tore-Rückstand gegen das Farmteam der Vancouver Canucks auf, doch in der folgenden Verlängerung zogen sie den Kürzeren. Die 4:5-Niederlage nach Verlängerung gegen Utica war ihre vierte aus den vergangenen zehn Spielen.

Tweet from @WBSPenguins: Garrett Wilson, Jarrett Burton and @Cramberry92 all had two point nights for the #WBSPens, but the @UticaComets battled back late to post a 5-4 overtime win. pic.twitter.com/gYuRalx959

Holzer punktet für San Diego
Es ist schon einige Tage her, dass Korbinian Holzer das letzte Mal für die San Diego Gulls aufgelaufen war. In 2015/16, der Premierensaison des südkalifornischen Anaheim-Farmteams, absolvierte der Münchner bereits neun Spiele für die Gulls. Seitdem verteidigte er mehr oder weniger regelmäßig für die Anaheim Ducks.

 

[Ähnliches: Ducks beordern Korbinian Holzer zur AHL-Filiale]

 

In der vergangenen Woche brach die Ducks-Organisation jedoch mit dieser Tradition. Anstatt Holzer auf die Bank zu verbannen, setzten sie ihn auf die Waiver Liste und ordneten ihn dem AHL-Farmteam zu.

Dort kam der 30-järige Defensivspieler am Samstag gegen die Ontario Reign zu seinem ersten Einsatz. San Diego sicherte sich gegen Ontario seinen achten Sieg (5:2) in Serie und Holzer feierte einen Einstand nach Maß. Holzer, der in der laufenden Spielzeit lediglich 14 Mal für Anaheim auflief, erzielte seinen ersten Scorerpunkt der Saison. In der 16. Spielminute legte er Sam Carricks Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 auf.

Die wichtigsten Ergänzungen der vergangenen Woche:
Nick Lappin (RW), von den Binghamton Devils zu den New Jersey Devils
Alex Lyon (G), von den Lehigh Valley Phantoms zu den Philadelphia Flyers
Max McCormick (LW), von den Belleville Senators zu den Ottawa Senators
Michael Mersch (LW), von den Ontario Reign zu den Los Angeles Kings
Blake Pietila (LW), von den Binghamton Devils zu den New Jersey Devils
Nick Seeler (D), von den Iowa Wild zu den Minnesota Wild
Oskar Sundqvist (C), von den San Antonio Rampage zu den St. Louise Blues
Marcus Sorensen (LW), von den San Jose Barracuda zu den San Jose Sharks
Jordan Szwarz (RW), von den Providence Bruins zu den Boston Bruins
Lucas Wallmark (C), von den Charlotte Checkers zu den Carolina Hurricanes

Die wichtigsten Streichungen der vergangenen Woche:
Dillon Heatherington (D), von den Dallas Stars zu den Texas Stars
Korbinian Holzer (D), von den Anaheim Ducks zu den San Diego Gulls
Brendan Lemieux (LW), von den Winnipeg Jets zu den Manitoba Moose
Vinni Lettieri (C), von den New York Rangers zu den Hartford Wolf Pack
Sonny Milano (LW), von den Columbus Blue Jackets zu den Cleveland Monsters
Harri Sateri (G), von den Florida Panthers zu den Springfield Thunderbirds
Ryan Sproul (D), von den New York Rangers zu den Hartford Wolf Pack
Tage Thompson (C), von den St. Louis Blues zu den San Antonio Rampage
Colin White (C), von den Ottawa Senators zu den Belleville Senators

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