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Wild unter John Torchetti weiter ungeschlagen

NHL.com @NHL

Am Sonntag Nachmittag besiegten die Minnesota Wild die Chicago Blackhawks im Stadium Series Spiel mit 6-1.

Interimstrainer John Torchetti kann mehr als zufrieden mit der Leistung seiner Minnesota Wild sein.

Seit er Mike Yeo als Trainer ersetzt hat, hat sein Team alle vier Spiele gewonnen, dabei trafen sie in jedem Spiel mindestens fünf mal, ein neuer Vereinsrekord. Gerade Spieler wie Pomminville, Vanek und Granlund, die in letzter Zeit die Erwartungen, die an sie gestellt werden nicht erfüllen konnten, scheinen wie neu geboren.

"Er bringt einfach eine neue Energie ins Team," sagte Matt Dumba auf die Frage, was sich mit dem neuen Trainer geändert habe.

Das Heimteam legte am Sonntag von der ersten Sekunde an mit hohem Tempo los.

Bereits nach 11 Sekunden hatte Kapitän Mikko Koivu die erste Chance. Während Charlie Coyle die Scheibe noch kurz vor dem Tor verlor kam Koivu an die freie Scheibe, scheiterte mit seinem Rückhandschuss aber an Crawford im Tor der Hawks.

Doch bereits nach 3:25 musste Crawford zum ersten mal hinter sich greifen. Minnesotas Stürmer Jarret Stoll blockte im eigenen Drittel einen Schuss von Chicagos Andrew Shaw und Justin Fontaine kam an den Puck. Der Rechtsaußen spielte einen Pass auf den durchstartenden Ryan Carter, der die Scheibe bis vor das gegnerische Tor führte.

Crawford wehrte seinen Schuss ab und konnte auch den Nachschuss von Carter halten, hinter dem kam allerdings Matt Dumba zu Hilfe und verwandelte den zweiten Nachschuss zum 1-0.

Nicht nur für Fans der Wild gab es Grund zum jubeln, besonders Fans aus den Alpen konnten sich über die Leistungen ihrer Landsleute freuen. Der Österreicher Routinier Thomas Vanek machte ein gutes Spiel und traf zum 2-0. Der junge Schweizer Nino Niederreiter machte für Minnesota ein Tor und eine Vorlage, und überzeugte auch sonst durch starke Offensivaktionen.

Knapp vier Minuten nach Dumbas Tor erhöhte der Österreicher Thomas Vanek im Powerplay zum 2-0 für die Wild. Mikael Granlund gewann das Bully vor Crawfords Tor und spielte an die blaue Linie zurück zu Mike Reilly. Der hatte keine freie Schussbahn und legte quer auf Jason Pominville.

Pominville jagte einen Schlagschuss Richtung Tor und Vanek stand goldrichtig um die Scheibe an Crawford vorbei abzufälschen.

Auf die Frage was sich für ihn seit dem Trainerwechsel verändert habe antwortete Pominville: "Ich denke nicht mehr nach. Ich gehe einfach raus und Spiele und habe Spaß." Diesen Spaß sah man dem ganzen Team an.

Zu Beginn des zweiten Drittels ging es wieder rasant los. Zunächst wurde ein Schuss der Blackhawks von der blauen Linie geblockt, Artem Anisimov kam zum Nachschuss, aber der Puck landete nach 11 Sekunden im zweiten Abschnitt nur am Außennetz und die Null blieb stehen.

Nur 35 Sekunden Später bekam Niederreiter einen Pass von hinter dem Tor der Hawks in die Mitte und scheiterte aus kaum mehr als einem Meter Entfernung an Crawford.

Doch der Schweizer lies nicht locker.

Weniger als zwei Minuten später hatte Pominville hinter dem gegnerischen Tor den Puck, er spielte einen Pass zu Erik Haula hoch am rechten Bullykreis, Haula gab schnell weiter auf die linke Seite des Tors wo Niederreiter die Traumkombination ins praktisch leere Tore abschließen konnte.

Genau acht Minuten später traf Pominville dann selbst mit einem Schlagschuss, wieder im Zusammenspiel mit Niederreiter und Haula.

Die Hawks hatten aber noch nicht aufgegeben. Teuvo Teravainen zog in der 32. Minute an Mike Reilly vorbei und war eigentlich schon mitten in einem zwei gegen null Angriff. Der starke Reilly stach die Scheibe aber noch mit einem Hecht von der Kelle des Finnen.

In der 36. Spielminute kam es dann zu einer unschönen Szene. Der Verteidiger der Blackhawks Michal Rozsival fuhr einen Check gegen Jason Zucker, traf ihn am Unterkiefer und Zucker schlug mit dem Hinterkopf hart aufs Eis. Er blieb mehrere Minuten auf dem Eis liegen und wurde noch dort untersucht, bevor er mit Hilfe aufstehen und langsam vom Eis gehen konnte. Er kehrte nicht ins Spiel zurück, Rozsival erhielt fünf Minuten und eine Spieldauer Strafe.

Im dritten Drittel bekam Crawford dann eine Pause und wurde im Tor der Hawks von Scott Darling abgelöst. Aber auch für ihn dauerte es nur 2:25, bis er sich geschlagen geben musste. Ryan Carter, beim ersten Tor noch Vorbereiter, traf nun selbst. Jarret Stoll lief mit dem Puck ins gegnerische Drittel, lies für Marco Scandella an der blauen Linie liegen, der bediente Carter vor dem Tor. Carter hielt den Schläger nur in den Pass, Darling wehrte zunächst ab, konnte den Nachschuss mit der Rückhand aber nicht mehr halten. 5-0!

Knapp zehn Minuten später dann ein Lebenszeichen von Chicago. Toews passte von der Torlinie aus an die blaue Linie zu van Riemsdyk, der feuerte einen Schlagschuss am Tor vorbei, der Puck sprang von der Bande zu Patrick Kane auf der rechten Seite. Kane lies Devan Dubnyk im Tor der Wild aus spitzem Winkel keine Chance.

Doch die Freude währte nicht lange. Chicagos Trainer Joel Quennville hatte bereits acht Minuten vor Spielende den Torhüter vom Eis genommen. Der überragend Haula kam an den Puck und lief allen davon aufs leere Tor zu. Kane versuchte noch ihn zu stoppen, konnte das aber nur noch durch ein eindeutiges Foul schaffen. Da Haula kurz vor dem leeren Tor von hinten gefoult wurde, entschieden die Offiziellen zurecht auf technisches Tor zum 6-1.

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