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Gemeinsam feierten Murray und Fleury Erfolge

Am Donnerstag kommt es zum Wiedersehen der ehemaligen Teamkameraden bei den Penguins

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

'Wir entscheiden uns für Marc-Andre Fleury von den Pittsburgh Penguins', ließen die Vegas Golden Knights am 21. Juni 2017 bei ihrem vorletzten Zug des Expansion Drafts verlauten. Damit stand fest, dass sich die Wege von Matt Murray und die seines erfahrenen Torkollegen, nach drei Jahren, in denen sie gemeinsam den Rückhalt der Penguins bildeten, trennen werden.

Murray war am 19. Dezember 2015 bei der 1:2-Niederlage gegen die Carolina Hurricanes zu seinem ersten NHL-Einsatz gekommen. Da Fleury als eigentliche Nummer 1 noch an einer Gehirnerschütterung laborierte und dessen Ersatzmann Jeff Zatkoff am Tag zuvor von den Boston Bruins sechs Gegentreffer eingeschenkt bekommen hatte, kam der damals 21-Jährige zu seiner Chance. Der Torwart-Rookie kassierte zwar in der ersten Viertelstunde seines Debüts zwei Powerplaytreffer, steckte diese aber schnell weg und beendete das Spiel mit einer durchaus akzeptablen Fangquote von 92,3 Prozent.

 

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Anschließend zeigte er sich frustriert über den Spielausgang: "Es fällt mir schwer etwas Gutes darin zu sehen, wenn man verliert. Es ist zwar deprimierend, doch es war ein aufregender Tag für mich. Schade, dass er nicht so endete, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin aber stolz auf meine Leistung."

Gutes Selbstvertrauen, das eine Grundvoraussetzung für einen überragenden Torwart ist, war ihm schon damals zu bescheinigen.

Video: PIT@OTT: Murray rettet spektakulär mit dem Blocker

Bis zum Saisonende kam Murray noch zu zwölf weiteren Einsätzen, wobei er zwischen dem 6. März und 7. April 2016 sieben Siege in Folge verbuchen konnte. Es war, wie sich im Nachhinein konstatieren lässt, der Beginn einer Wachablösung.

Fleury musste die letzten fünf Spiele der regulären Saison und die ersten sieben Partien der Stanley Cup Playoffs 2016 erneut pausieren. Nachdem Zatkoff im zweiten Spiel der Erstrundenserie gegen die New York Rangers patzte, genoss Murray erneut das Vertrauen von Headcoach Mike Sullivan und die Penguins zogen mit 4:1-Siegen in das Eastern Conference Halbfinale ein. Anschließend schickten sie die Washington Capitals nach sechs Begegnungen in die Sommerpause. Vor jeder Conference-Finalpartie gegen die Tampa Bay Lightning musste sich Sullivan die Frage stellen lassen, ob er nun nicht auf den wiedergenesenen Fleury, mit dem sie bereits 2009 den Stanley Cup geholt hatten, zurückgreifen werde.

In Spiel 4 war es soweit: Murray wurde beim Stande von 0:4 nach zwei Dritteln abgelöst, die Aufholjagd der Penguins ging daneben und die Serie stand 2:2. Zwei Tage später verloren die Penguins mit Fleury im Tor 3:4 nach Verlängerung, so dass erneut Handlungsbedarf in Form eines Torwartwechsels bestand. Murray ließ in den noch folgenden zwei Spielen jeweils nur zwei Gegentore zu und führte sein Team in das Stanley Cup Finale gegen die San Jose Sharks, das sie, mit ihm im Kasten, 4:2 gewannen.

In der Hauptrunde der folgenden Spielzeit teilten sich Fleury (38 Einsätze, 18-10-7) und Murray (49, 32-10-4) die Aufgaben - aus Stammtorwart und Backup wurden zwei gleichberechtigte Schlussleute. Auf ihrem gemeinsamen Weg zur Titelverteidigung bekam Fleury den Vorzug bis Spiel 3 im Conference Finale gegen die Ottawa Senators. Den Rest, bis zum Stanley Cup Triumph 2017 gegen die Nashville Predators, erledigte Murray.

Video: VGK@DAL: Fleury rettet gegen Benn und Seguin

Am kommenden Donnerstag wird es in der T-Mobile Arena von Las Vegas zu einem Wiedersehen zwischen den beiden Schlussleuten kommen, die in den vergangenen drei Jahren gemeinsam große Erfolge feiern konnten und die zuletzt mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatten. Gerade rechtzeitig meldeten sie sich wieder fit!

Murray musste aufgrund einer Verletzung im unteren Körperbereich sechs Spiele pausieren und Fleury bewies, nach einer überstandenen Gehirnerschütterung, die ihn seit dem 15. Oktober außer Gefecht gesetzt hatte, dass die Vegas Golden Knights auf ihn zählen können. Am Dienstagabend bei der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Hurricanes konnte der 33-Jährige 35 Torschüsse und drei von fünf Versuchen im Shootout parieren.

"Das war ganz nett", sagte Fleury gegenüber NHL.com. "Mein erster Save war nicht gerade der schönste, doch dann lief es ganz gut und ich kam noch zu ein paar Rettungstaten."

Weitere werden im Showdown gegen die Penguins hinzukommen, wenn sich sein Weg zum ersten Mal mit dem von Murray kreuzen wird.

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