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Wie im letzten Jahr: Hawks-Kings

von Stefan Herget / NHL.com

Die Chicago Blackhawks haben die Los Angeles Kings im Western Conference Finale 2013 in fünf Spielen eliminiert, ehe sie ihren zweiten Stanley Cup in vier Jahren gewannen und sie müssen die Kalifornier wieder ausschalten, wollen sie als erste Mannschaft nach 16 Jahren (Detroit Red Wings 1997 und 1998) die Titelverteidigung erreichen.

Doch während im letzten Jahr durchaus mit dem Duell um die Conference Meisterschaft im Westen gerechnet werden konnte, deuteten die Leistungen der regulären Saison, in der beide nur Dritter in ihrer Division wurden nicht darauf hin. Doch pünktlich zu den Playoffs befinden sie sich wieder in Hochform. Chicago gab in der ersten Runde den St. Louis Blues das Nachsehen, bevor sie die Minnesota Wild ausschalteten. Los Angeles feierte ein historisches Comeback gegen die San Jose Sharks, um dann gegen den Lokalrivalen Anaheim Ducks in sieben Spielen siegreich zu bleiben.

Die Blackhawks geben wohl als klarer Favorit in diesen Vergleich, nicht nur aufgrund des Heimvorteils, sondern auch weil sie neun der letzten elf Aufeinandertreffen für sich entscheiden konnten. Zu den vier zu eins Siegen in den letztjährigen Playoffs kamen drei Siege in der regulären Saison 2013-14: Ein 3-1 und 1-0 im Dezember zu Hause und einen 5-3 Erfolg am 3. Februar im Staples Center.

Wie immer wird viel auf die Torhüter ankommen. Hier gibt es auch ein kleines Plus für Hawks Cory Crawford, der sich zuletzt deutlich steigern konnte, nach etwas verhaltenem Start in die Playoffs. Mittlerweile führt er die Liga mit einem Gegentrefferschnitt von 1,97 und einer Fangquote von 93,1 Prozent an. Bei Quick wechselt sich hingegen Licht und Schatten ab. Nach schwachem Beginn gegen die Sharks hatte er wesentlichen Anteil am Drehen der Serie nach dem 0-3 Rückstand. Ebenso bei den Niederlagen gegen die Ducks in Spiel 3 bis 5 zeigte er sich nicht immer in Bestform, bevor Spiel 6 und 7 einen glänzend aufgelegten Quick zeigten. Chicago gehört aber nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern des Kings Schlussmannes. Sieben Siegen in seiner Karriere stehen 17 Niederlagen entgegen.

Vor den Goalies sind solide Defensivreihen zu Gange, jeweils angeführt von einem Leader. Duncan Keith, der mit Brent Seabrook das derzeit beste Verteidigerpaar der NHL stellt, ist Dreh- und Angelpunkt bei den Blackhawks, während bei den Kings alle Augen auf Drew Doughty gerichtet sind. Seabrook hat elf Scorerpunkte vozuweisen, Doughty bisher neun.

Als Glücksgriff in der Offensive für Trainer Darryl Sutter erwies sich die Verpflichtung von Marian Gaborik, der die NHL mit neun Treffern anführt. Anze Kopitar steht dem mit sechs Toren und 13 Assists in Nichts nach. Dieses Duo zu stoppen wird die Hauptaufgabe der Mannen von Joel Quenneville sein.

Auf der anderen Seite sind es die üblichen Verdächtigen wie Marian Hossa (11 Scorerpunkte), Jonathan Toews und Patrick Kane (beide 10), die den Ton angeben. Toews ist derzeit der Mann der wichtigen Tore, denn vier seiner fünf waren Siegtreffer.

Neben dem Willen wird es für die Kings eine Frage der Kondition. Sie mussten bisher über die vollen 14 Spiele gehen und haben gerade einen Tag Pause, bevor es am Sonntag um 21 Uhr MESZ losgeht. Die Blackhawks hatten 12 Partien und seit Dienstag eine kleine Ruhepause.

Mein Tipp: Chicago gewinnt die Serie mit 4-1

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