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The Great One's letztes Tschüss?

NHL Legende Wayne Gretzky sagt, dass das Heritage Classic Alumni Game sein letztes Spiel sein könnte

von Tim Campbell @TimNHL / NHL.com Staff Writer

WINNIPEG -- All jene, die noch einmal sehen möchten wie Wayne Gretzky auf dem Eis zaubern kann, 17 Jahre nachdem er seine Karriere beendet hat, täten gut daran sich am Samstag das Tim Hortons NHL Heritage Classic Alumni Game 2016 auf dem Investors Group Field anzusehen (4 p.m. ET; NHLN, SN, TVA Sports).

Der beste Scorer aller Zeiten in der NHL, nun 55 Jahre alt, sprach davon, dass es in seiner Zukunft, nach der Partie zwischen den ehemaligen Stars der Edmonton Oilers und Winnipeg Jets, wohl nur noch wenige Alumni oder Altherren Spiele geben werde, an denen er teilnimmt.

"Ich werde bei diesem Freiluftspiel antreten, das vielleicht eines meiner letzten Spiele sein wird", sagte Gretzky. "Ich ziehe nicht mehr oft die Schlittschuhe an. Ich kann ihnen garantieren, dass es für mich nicht mehr viele Spiele dieser Art geben wird."

In diesen Tagen steht The Great One weniger auf dem Eis als es sich die meisten Fans vorstellen können.

"Ich habe eine Eishockeytasche mit meiner Ausrüstung und ich gehe einmal im Jahr aufs Eis und wenn ich sie wieder zurück in die Garage stelle, dann denke ich mir 'Das hat viel Spaß gemacht, das muss ich wieder einmal machen', doch dann dauert es wieder ein Jahr", sagte er. "Ich bin nicht so gut, wie ich sein müsste. Ich bin wirklich nur der OK One, nicht mehr der Good One."

Im Alumni Game steht der Wettbewerbscharakter hinten an. Die meisten ehemaligen Oilers und Jets freuen sich darauf teilnehmen zu dürfen.

"Das Wiedersehen ist das Wichtigste", sagte der ehemalige Jets Kapitän Dale Hawerchuk. "Die Zeit mit den Jungs ist schon lange her. Es wird ein Spaß werden. Man hat nur einmal im Leben die Chance in einem so großen Stadion im Freien zu spielen. Wir werden alle älter. Ich habe meine Karriere wegen Hüftproblemen beendet … und andere hatten Operationen an den Knien, an der Schulter und mehr."

"Ich weiß, dass sich die Spieler und die Fans aus dieser Region darauf freuen. Ich hoffe, dass sie Gefallen daran finden, die alten Namen zu sehen und die Gesichter, die noch in der alten [Winnipeg] Arena für die Jets aufgelaufen sind. Es ist eine Art Woche der Geschichte."

Ex-Oilers Kapitän Craig MacTavish sprach davon, dass der Spaßfaktor bei Alumni Games immer eine Rolle spielt, doch dass einem die Vorbereitung darauf Angst bereitet.
"Wir hatten in den vergangenen Jahren eine Menge an Veranstaltungen in Edmonton, wo ich einige alte Teamkollegen regelmäßig wiedergetroffen habe. Manchmal kann es gefährlich werden, doch es ist immer ziemlich lustig", sagte MacTavish. "Ich bin mir nicht sicher, ob sich wirklich jeder darauf freut aufs Eis zu gehen. Wir bringen alles durcheinander. Ich sah Simmer [Craig Simpson] eines Tags wie er mit ein paar Eishockeyschläger die Eisfläche verließ. Niemand möchte sich blamieren, aber wir arbeiten nicht besonders viel darauf hin."

"Mein Verdacht ist, dass wir das machen werden, was wir in dieser Gruppe, zu der Mark [Messier] und Wayne und Jari [Kurri] gehört, immer gemacht haben. Wir werden es versuchen und wenn nötig treffen."

Am Samstag gilt für die meisten Spieler als oberste Priorität sich nicht zu verletzen.

"Über die Jahre hinweg sind einige Abnutzungserscheinungen eingetreten", sagte Hawerchuk. "Manchmal denkst du zurück wieviel du einstecken musstest, wenn dann 20 oder 30 Jahre vorüber sind, dann resultieren daraus Probleme mit den Knien und der Hüfte und erst die ganzen Cross-Checks im Rücken."

"Vor dem Tor galten die Hudson Bay Regeln, soweit wie möglich Crosschecken. Meistens konntest du das Krachen in deinem Rücken hören und du dachtest irgendwann wirst du das bezahlen müssen. Jetzt ist irgendwann.

"Doch wir alle haben es geliebt, dass wir die Chance bekommen haben."

Kurri, einer von sechs Oilers, die in die Hockey Hall of Fame aufgenommen wurden, setzte ein breites Lachen auf, als er danach gefragt wurde, ob er bereit sei für das Heritage Classic Alumni Game.

"Ich bin nur ein paar Mal auf den Schlittschuhen gestanden", sagte Kurri, der General Manager von Jokerit in der KHL. "Vergangenen Samstag in St. Petersburg [Russland] war es das letzte Mal. Es ist echt hart. Die Ausrüstung, die Schlittschuhe anzuziehen fällt einen schwer. Und du weißt nicht, was du mit dem Puck anstellen sollst. Es ist echt verrückt. Und dann geht das Laufen und Stoppen nicht mehr. Große Kreise drehen. Die guten Tage sind vorbei."

"Das Spiel bereitet mir schon etwas Sorgen. Die meisten Jungs sind nicht mehr viel gelaufen. Natürlich geht es darum mit den Jungs zusammen zu sein und Spaß zu haben."

"Hoffentlich kommen wir auf vier Reihen, vielleicht sogar fünf. Das wäre gut."

MacTavish sagte, dass am Samstag eine witzige Bemerkung von Oilers Director of Player Personnel Bob Green angemessen wäre.

"Er merkte an, dass die Fans einen Stift in die Luft halten mögen, damit sie erkennen können, ob wir uns bewegen", erzählte MacTavish.

Edmontons ehemaliger Trainer und GM Glen Sather, ebenfalls ein Mitglied in der Hockey Hall of Fame, wird am Samstag hinter der Oilers Bank stehen, nachdem er vor drei Wochen eine Knieprothese bekommen hat.

"Ich fühle mich gut, muss aber vorsichtig sein und darf nicht zu viel reisen oder herumlaufen", sagte Sather. "Das einzige, was ich tun muss ist die Tür aufhalten und dabei sagen 'Die nächsten Fünf'."

Sather bestand darauf, dass der Spaß im Vordergrund steht.

"Ich bin mir sicher, dass es ein gutes Spiel wird", sagte er. "Ich bin mir sicher, dass Winnipeg einen Haufen starker Spieler aufbieten wird. Erinnere dich daran, diese Jungs sind keine Kids mehr. Sie sind nicht mehr so, wie sie vor 20 Jahren waren."

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