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Überlegenheit nutzen Capitals nicht zum Sieg

Washington dominiert lange das Spiel 4, doch kann kein Kapital daraus schlagen

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Es ist passiert, was nicht eintreten sollte. Sehr euphorisch waren die Washington Capitals als sie zum Auftakt der Best-of-7-Serie des Eastern Conference Finales in den Stanley Cup Playoffs 2018 beide Partien bei den Tampa Bay Lightning in der Amalie Arena gewinnen konnten und unerwartet schnell den halben Weg zum Einzug in ihr erstes Stanley Cup Finale seit 1998 und dem erst zweiten überhaupt zurücklegen konnten. Sie waren sich so sehr bewusst, dass sie trotzdem am Ball bleiben müssen und nicht nachlassen dürfen.

Die gute Nachricht ist, dass die Capitals nicht nachgelassen haben, denn insbesondere in Spiel 4 am Donnerstag in der eigenen Capital One Arena waren sie willig und bereit ihre schwer erkämpfte Serienführung auf ein vielleicht vorentscheidendes 3:1 auszubauen. Doch das Endergebnis war erneut ernüchternd. Washington unterlag Tampa Bay mit 4:2, die damit die Serie auf 2:2 ausgleichen konnten und das Ganze trotz einem Torschussverhältnis von 38 zu 20 zu ihren Gunsten.

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"Wir haben alles gegeben", nahm Capitals Trainer Barry Trotz seine Truppe in Schutz. "Das Team war das ganze Jahr so unglaublich beständig und ich erwarte überhaupt nichts - nichts bekommt dieses Team geschenkt. Jeder weiß das. Das Team weiß das, aber jetzt fahren wir zurück nach Tampa und ihr könnt von uns erwarten, dass wir so zurückschlagen werden, wie wir es getan haben."

Durch die Niederlage verschlechterte sich die Bilanz der Capitals in den Heimauftritten der diesjährigen Playoffs auf drei Siege bei fünf Niederlagen, während sie in der Fremde bisher sieben Siege bei nur einer Niederlage einfahren konnten.

 

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"Ja, ich denke wir haben auswärts mehr Erfolg", verdeutlichte auch Verteidiger John Carlson. "Wir haben zu Hause meist wirklich gut gespielt, aber es waren Kleinigkeiten, die den Unterschied ausgemacht haben und wir haben die entscheidenden Momente nicht zu unserem Vorteil nutzen können und deswegen sieht die Bilanz so aus. Wir müssen uns auf das nächste Spiel auswärts konzentrieren, wo wir zuletzt sehr erfolgreich waren. Wir glauben an uns."

Das werden die Capitals gegen starke Lightning, die ihre Kaltschnäuzigkeit in Spiel 4 wiedergefunden haben, benötigen, denn trotz größerer Spielanteile liegen einige Dinge in ihrem Spiel im Argen, wie das Überzahlspiel. Sie hatten drei Gelegenheiten im ersten Drittel und vier insgesamt und konnten kein Kapital daraus schlagen.

"Ich denke wir hatten viele gute Möglichkeiten", analysiert Carlson das Überzahlspiel "Sie haben sich etwas umgestellt und ließen Ovi einige Male schießen, doch waren mit dem Blocks zur Stelle. Wir haben vielleicht etwas zu kompliziert gespielt und sind nicht an die Nachschüsse gekommen, das war einer der wichtigsten Gründe."

 

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Auch die Rückkehr von Center Nicklas Backstrom, der die letzten vier Begegnungen mit einer Handverletzung passen musste, half den Capitals nicht. Er gab vier Torschüsse ab und gewann in 18:51 Minuten sechs seiner neun Anspiele.

"Nick musste etwas aussetzen, aber ich denke er hat ein tolles Spiel gezeigt", lobte Trotz seinen genesenen Stürmer. "Wir haben ihn noch etwas geschont, aber er ist bereit für mehr."

Ähnlich bewerteten auch seine Mitspieler dieses Signal positiv. "Natürlich ist es wichtig", betonte Torhüter Braden Holtby zum Beispiel. "Wir brauchen ihn und er wird jedes Spiel stärker werden. Man hat heute schon gesehen, dass er von Minute zu Minute besser wurde, also wird es die nächsten Spiele so weitergehen."

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Dann hoffentlich mit einem besseren Ausgang für die Capitals, die in der ersten Runde selbst erlebt hatten, wie eine Serie nach zwei Auswärtssiegen zum Auftakt nach sechs Spielen verloren gehen kann. Allerdings waren sie gegen die Columbus Blue Jackets diejenigen, die die Heimniederlagen zu Beginn noch wettmachten.

Wie geht es nun weiter am Samstag in Tampa? Carlson hat die einfache Antwort: "Wir sind locker. Wir fühlen uns gut, so wie wir gespielt haben."

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