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Ward spielt und überlässt anderen das Reden

von Shawn Roarke / NHL.com

SAN JOSE - Joel Ward fand am Freitag keine spezielle Erklärung für seine Galavorstellung beim 5-2 Sieg der San Jose Sharks über die Nashville Predators im ersten Spiel der zweiten Runde der Western Conference.

"Ich weiß nicht", sagte er. "Es ist einfach eine spaßige Zeit des Jahres. Es kommt mir so vor, als ob ich das immer sage."

Wards Unvermögen, eine Frage über sich selbst zu beantworten, war sein einziger Fehltritt an diesem Abend im SAP Center.

An diesem Abend, an dem die Sharks versuchten, nach einer spielfreien Woche gegen einen Gegner der noch vor zwei Tagen ein emotionales Spiel sieben für sich entschieden hatte wieder in Wettkampfmodus zu kommen, gelang dem Rechtsaußen der zweiten Sturmformation fast alles.

In der 42. Spielminute schoss er das wichtigste Tor des Abends, als er den Sharks eine 2-1 Führung bescherte, die diese nicht mehr abgaben.

Ward nahm einen Pass von Joonas Donskoi an und stürmte an der linken Seite des Spielfeldes entlang. Er sagte, dass als er seinen Kopf hoch nahm, so gut wie kein Netz zu sehen war, da der Schlussmann Pekka Rinne aggressiv aus seinem Kasten rausfuhr und den Winkel verkürzte.

Ward etablierte sich in der Saison 2008-09 bei den Predators als NHL Stammspieler. Seinerzeit wurde dort auch Rinne die Nummer 1. Drei Jahre lang trainierten beide zusammen.

"Er hielt viele meiner Schüsse", schmunzelte Ward. "Machmal ist es frustrierend, auf ihn zu schießen."

Diesmal nicht.

Ward wartete ab und zeigte Geduld, für die er bisher noch nicht so oft belohnt wurde. Dann, als Rinne vorstürzte, machte er einen flinken Move, zog den Puck zurück und steckte ihn in letzter Sekunde zwischen die Pfosten.

"Ich dachte, er ging zu weit", so Center Logan Couture, der der Aktion hinterherlief und eine perfekte Sicht hatte. "Selbst ich wusste nicht, was er vorhat. Er hat uns alle ausgetrickst."

Ward besitzt diese Fähigkeit, ganz besonders dann, wenn die Spiele sie am meisten benötigen.

Sharks Abwehrspieler Paul Martin hat über viele Saisons hinweg, als beide noch in der Eastern Conference waren, schon oft gegen Ward gespielt. Er wusste, wie es sich für die Predators anfühlte, zu versuchen, die Nummer 42 in Schach zu halten.

"Er ist ein ehrlicher, hart arbeitender Junge", schwärmte Martin. "Er gibt nie auf. Er hat richtig gute Hände für so einen großen Kerl und er ist unerwartet schnell."

"Manchmal sieht es nicht danach aus, aber er kommt immer dort hin, wo er hin muss. Er schafft das jede Nacht."

Ward schaffte das alles auch am Freitag.

Bei einem seiner ersten Wechsel, bombte er den Nashville Defensivspieler Ryan Ellis hinter dem Kasten, als er seine vollen 1,85m und 103Kg einsetzte und Ellis ein Rad schlug.

Mehrere Spieler sind der Meinung, dass die Sharks durch diesen Hit ins Spiel gebracht wurden.

Ward erzielte einen Assist, als Tomas Hertl in der 43. Spielminute in Überzahl zum Ausgleich traf und den Sharks das Momentum zurückholte. Er schoss drei Mal auf das Tor, fuhr fünf Checks, gewann die Mehrzahl seiner Bullies und beendete das Spiel mit -2.

Dennoch, nachher, wirkte er verloren bei der Erklärung, weshalb er so gut gewesen sei.

Ward spielte bislang 59 NHL Playoffpartien und erzielte dabei 15 Tore sowie 41, Punkte, durchschnittlich 0,69 Punkte pro Spiel. Sein Hauptrundenschnitt liegt bei 0,44.

Glücklicherweise können Wards Wegbegleiter Einblick geben, weshalb er im Frühling aufblüht.

"Ich bin der Meinung, dass zu dieser Zeit des Jahre Jeder auf der Suche nach großen, schweren, harten Spielern ist", sagte San Jose Coach Pete DeBoer. "Du kommst in diese Phase der Saison und es sind nur noch acht Teams übrig und 22 sitzen daheim. Die Teams unterscheiden sich nur kaum in ihrer Veranlagung."

"Üblicherweise sind es Wille, Stärke, und wie hart du gewillt bist, zu spielen. Ich denke, deshalb blüht er auf, weil er all diese Eigenschaften hat."

Couture, einer der Assistenzkapitäne der Sharks war von Ward, 35 seit dem Tag beeindruckt, an dem er als Free Agent verpflichtet wurde.

"Es liegt am Selbstvertrauen und der Gelassenheit", sagte Couture. "Es ist seine Einstellung, wenn er auf dem Eis ist. Es ist ein toller Typ zum Abhängen. Du realisierts gar nicht, wie alt er ist, und wenn du mit ihm spielst, dann hat er diesen jugendlichen Spirit.

Aber Ward hat diesen fiesen Spirit, wenn er auf dem Spielfeld ist, insbesondere dann, wenn die Spiele hart werden und die Nicklichkeiten zunehmen.

"Er ist stark, spielt physisch, hat einen großen Körper, deckt den Puck ab und bringt ihn zum Tor", so Couture. "Er hat nirgends auf dem Eis Angst. Er ist ein einfacher, geradliniger Stürmer.

Ward ist damit einverstanden, dass die anderen seinen Einfluss in den Playoffs erklären.

"Ich will den Moment einfach nur festhalten", sagte er.

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