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Die Eishockeyjugend trifft sich in Kanada

Am 26. Dezember beginnt die IIHF U20-WM. Auf diese Spieler sollte man besonders achten.

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Sie sind jung, sie sind talentiert und sie ordnen alles dem Sport unter den sie lieben. In den kanadischen Metropolen Toronto und Montreal trifft sich die Eishockeyjugend der Welt, um sich bei der IIHF U20-Juniorenweltmeisterschaft 2017 zu messen. Das alljährlich stattfindende Turnier beginnt am 26. Dezember und endet mit der Kürung des Juniorenweltmeisters am 5. Januar.

In diesem Jahr wird das Medieninteresse wieder einmal besonders groß sein. Das Turnier der besten Nachwuchsspieler wird nirgendwo anders intensiver verfolgt als im Mutterland des Eishockeys. Blickt man zurück in die jüngste Vergangenheit verwundert es nicht, denn eines ist gewiss, die besten Juniorenspieler werden in naher Zukunft in der NHL auf Torjagd gehen, so wie ein Patrik Laine, ein Sebastian Aho oder Jesse Puljujarvi, die im vergangenen Jahr für Finnland Gold holten. Es war nach 1987, 1998 und 2014 der vierte Weltmeistertitel der finnischen U20-Auswahl.

Mit Kristian Vesalainen, Rechtsaußen Eeli Tolvanen und Verteidiger Juuso Valimaki stehen bei den Finnen erneut drei Spieler im Kader, die gute Aussichten haben in der ersten Runde des NHL Draft 2017 gezogen zu werden. Das Team von Cheftrainer Jukka Rautakorpi dürfte wieder ein gewaltiges Wörtchen um die Titelvergabe mitreden. In der Vorrunde der Gruppe A treffen sie auf Schweden, auf Tschechien mit ihrem 17-jährigen Sturmtalent Martin Necas, der es in der ersten tschechischen Liga in 29 Spielen auf bereits sechs Tore und sieben Assists gebracht hat, auf die Schweiz und auf Außenseiter Dänemark.

Nicht nur bei den Schweizer Eishockeyfans werden sich die Augen auf Nico Hischier richten. Der 17-jährige Center spielt eine überragende Saison bei den Halifax Mooseheads in der QMJHL, wo er es in 31 Partien auf 48 Scorerpunkte (23 Tore, 25 Assists) gebracht hat. Die Aussichten stehen nicht schlecht, dass Hischier beim NHL Draft 2017 der sechste Schweizer Erstrundendraftpick in den vergangenen sieben Jahren werden könnte.

In der Gruppe B spielt Gastgeber Kanada, das nach seinem Viertelfinalaus im vergangenen Jahr gegen den späteren Weltmeister Finnland auf Wiedergutmachung aus sein wird. Teamkapitän der kanadischen Auswahl ist mit Dylan Strome ein Nachwuchscrack der in der laufenden Saison bereits sieben NHL-Partien für die Arizona Coyotes absolviert hat, bevor er zu seinem Juniorenteam, den Erie Otters in der OHL zurückgeschickt wurde, wo er in sieben Spielen fünf Tore und elf Assists für sich verbuchen konnte.

Ihr Auftaktspiel bestreiten die Kanadier am Abend des 'Boxing Day' gegen Russland. Auch bei den Russen steht mit Verteidiger Mikhail Sergachev ein Prospect der Montreal Canadiens im Kader, die ihn beim NHL Draft 2016 in der ersten Runde an neunter Stelle gezogen haben. Im Oktober dieses Jahres durfte Sergachev in drei Partien für die Frankokanadier seine ersten NHL-Erfahrungen sammeln. Aktuell geht der 1,98m große Blueliner für die Windsor Spitfires erfolgreich auf Punktejagd (18 Sp, 2T, 13A).

Bei der Junioren-WM vor zwei Jahren lieferten sich die Kanadier und Russen im Air Canada Center ein packendes Finale, das am Ende die Hausherren mit 5-4 Toren für sich entscheiden konnten.

Auch die US-Nationalmannschaft sollte man nicht unterschätzen. Bei der U18-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren holten sich die Junioren der USA den Titel. Damals wie heute war Jeremy Bracco mit von der Partie. Die Toronto Maple Leafs sicherten sich im Juni die Rechte (2. Rd, Nr. 61) an dem 19-jährigen Flügelstürmer, der in der laufenden Spielzeit bereits 17 Tore und 34 Assists in 27 Partien für die Kitchener Rangers (OHL) erzielen konnte.

Komplettiert wird die Gruppe B von den Nationalmannschaften aus Lettland und der Slowakei.
Die ersten vier einer jeden Gruppe qualifizieren sich für die Viertelfinale, die beiden Fünftplatzierten spielen in einer Best-of-3 Serie gegen den Abstieg in die Division I.

Die Bühne ist bereitet. Freuen wir uns also auf tollen Eishockeysport mit den Stars von morgen

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