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Die Viertelfinale bei der U20-WM

Am 2. Januar finden bei der Junioren-WM die Viertelfinalspiele statt. Die Schweiz trifft auf Schweden

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Nach insgesamt 20 Vorrundenspielen in den Gruppen A und B standen die Qualifikanten für das Viertelfinale der IIHF U20 Junioren-Weltmeisterschaft 2019 fest. Erfreulicherweise konnte auch das Team aus der Schweiz als Vierter der Gruppe A in die Runde der besten Acht einziehen.

Die vier Partien des Viertelfinales im Überblick:

Schweden - Schweiz

Mit vier Siegen und einem Torverhältnis von 16:8 schloss Schweden die Tabelle der Gruppe B als Tabellenerster ab und trifft als Favorit am Mittwoch um 13:00 Uhr Ortszeit im Save-on-Foods Memorial Center von Victoria auf die Schweizer Auswahl.

Die Schweizer haben in ihren vier Auftritten (1-0-1-2, 11:12) bewiesen, dass sie mit jedem Gegner, und sei er auch noch so hoch favorisiert, mithalten können. Mit etwas mehr Glück wäre sogar für sie eine bessere Vorrundenplatzierung möglich gewesen als Rang 4.

Stürmer Philipp Kurashev teilt sich mit fünf Treffern sogar den ersten Platz in der Turnier-Torjägerliste und mit sechs Punkten den dritten bei den Scorern. Im Kasten der Eidgenossen wechselten sich Luca Hollenstein (95,83 SV%; 0,99 GAA) und Akira Schmid (86,30 SV%; 5,08 GAA) ab. Beide lieferten solide Vorstellungen ab, Schmid musste aber im letzten Vorrundenspiel gegen Russland (4:7) sieben Gegentore einstecken, vier davon zwischen der 43. und 53. Spielminute.

Die Special Teams der Schweizer konnten durchaus überzeugen. Mit ihrer Powerplayquote von 23,53 Prozent belegen sie den vierten Rang, beim Unterzahlspiel mit 85,71 Prozent teilen sie sich sogar Platz drei.

Das Penalty Killing (68,75 Prozent, Platz 8) erwies sich bei den in der Tiefe sehr gut besetzten Schweden als Achillesferse.

Punktbester Scorer der Skandinavier war Emil Bemstrom (4 Tore, 2 Assists). Ebenfalls vier Tore erzielte Verteidiger Erik Brannstrom, der es als einer von vier Spielern der Schweden auf vier Scorerpunkte brachte.

Kanada - Finnland

Einen Ausrutscher leistete sich Titelverteidiger Kanada in seinem letzten Vorrundenspiel gegen Russland (1:2) und steht damit als Tabellenzweiter im Viertelfinale, in dem sie in der Rogers Arena von Vancouver gegen Finnland antreten (15:30 Ortszeit), das in der Gruppe B die wenigsten Gegentore kassierte (2-0-0-2, 12:7). Auf ihre Defensivabteilung verlassen, konnten sich die Ahornblätter (3-0-0-1, 23:5), deren Torhüter Ian Scott (15:17) und Michael DiPietro (66:69) sich nur fünfmal bezwingen ließen. 

Dass die Kanadier mit Morgan Frost (4 Tore, 3 Assist), Maxime Comtois (5 Tore, 1 Assist), Cody Glass (2 Tore, 4 Assists) und Brett Leason (3 Tore, 2 Assists) gleich vier Spieler unter den Top-10 Scorern haben, ist auch dem Umstand geschuldet, dass sie zum Turnierauftakt Dänemark (14:0) regelrecht aus der Halle schossen.

Gemessen an ihren Ansprüchen haben die Gastgeber ebenso noch Verbesserungsbedarf bei den Special Teams (Powerplay: 20,00 Prozent, Platz 7; Penalty Killing: 76,92 Prozent, Platz 5), wie die Suomi (Powerplay: 12,50 Prozent, Platz 9; Penalty Killing: 76,47 Prozent, Platz 6).

USA - Tschechien

Das US-Team musste sich nur einmal knapp geschlagen geben. Sie unterlagen Schweden nach Verlängerung mit 4:5, was für die USA Platz 2 in der Gruppe B bedeutete (3-0-1-0, 18:9). Ihre Gegner aus Tschechien fuhren Siege gegen Dänemark (4:0) und die Schweiz (2:1 OT) ein, womit sie sich Platz 3 in Gruppe A sicherten (1-1-0-2, 8:8).

Stürmer Martin Kaut traf in der Vorrunde zweimal für die Tschechen und war damit ihr erfolgreichster Torschütze. Bei den US-Boys sorgte vor allem Ryan Poehling mit fünf Toren und drei Assists für Furore, die auch die Führung in der Scorerwertung bedeuteten. Auf Lukas Dostal (96,00 SV%; 1,00 GAA), der im Tor der Tschechen auf ganzer Linie überzeugte, wird einiges an Arbeit zukommen.

Die USA verfügt über das beste Überzahlspiel (35,29 Prozent) und kassierte als einzige Mannschaft noch kein Gegentor bei Unterzahl (100 Prozent). Zahlen mit denen Tschechien nicht ganz mithalten kann (Powerplay: 23,08 Prozent, Platz 6; Penalty Killing: 85,71 Prozent, Platz 3).

Russland - Slowakei

Schwach, mit einem schmeichelhaften Sieg über Dänemark (4:0) ins Turnier gestartet, steigerten sich die russischen Junioren von Spiel zu Spiel und blieben als einzige der zehn Teams punktverlustfrei (4-0-0-0, 15:6).

Als Gruppenerster treffen sie in der Rogers Arena (19:30) auf die Slowakei, die als Vierter der Gruppe B als krasser Außenseiter in die Partie geht (1-0-0-3, 15:14).

Als treffsicherster Akteur der Sbornaja erwies sich Pavel Shen (3 Tore, 1 Assist). Jeweils fünf Scorerpunkte erzielten Vitali Kravtsov (2 Tore, 3 Assists) und Verteidiger Alexander Romanov (1 Tor, 4 Assists).

Bei den Slowaken konnten da nur Andrej Kollar (3 Tore) und Adam Liska (2 Tore, 2 Assists) einigermaßen mithalten.

Sowohl im Powerplay mit 30,77 Prozent (Platz 2), wie auch beim Penalty Killing mit 93,33 Prozent (Platz 2) hat Russland einen klaren Vorteil gegenüber seinem Viertelfinalgegner (Powerplay: 23,53 Prozent, Platz 4; Penalty Killing: 68,42 Prozent, Platz 9).

Die Spiele um den Abstieg in die Division I Gruppe A bestreiten in einer Best-of-three Serie Kasachstan (0-0-0-4, 5:28) und Dänemark (0-0-0-4, 0:26).

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