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8.10. NHL-Spiel-Vorschau: Kahun hofft auf das erste Tor

Der deutsche Stürmer empfängt mit den Penguins Winnipeg, Schweizer Aufeinandertreffen in Nashville und Florida

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Gezeigte Leistungen bestätigen, noch einen draufsetzen oder endlich den ersten Sieg einfahren, gilt es für die 16 Teams und deren Protagonisten. Dominik Kahun tritt mit den Pittsburgh Penguins zuhause gegen die Winnipeg Jets an und erhofft sich ebenso sein erstes Saisontor wie die Schweizer Stürmer Timo Meier von den San Jose Sharks im Spiel bei den Nashville Predators und Nino Niederreiter, der mit den Carolina Hurricanes den Florida Panthers einen Besuch abstattet, bei denen sein Landsmann Denis Malgin unter Vertrag steht. Wird die Defensive der New York Islanders der Offensivpower der Edmonton Oilers mit ihrem Erfolgsduo Connor McDavid und Leon Draisaitl standhalten können? 

Die Spiele am Dienstag im Detail:

Eindrucksvollen Saisonstart bestätigen

Mit den Carolina Hurricanes (3-0-0) und den Florida Panthers (1-1-0) treffen zwei Teams im BB&T Center von Sunrise aufeinander (Mi. 1 Uhr MESZ; NHL.tv), die mit ihrem Saisonauftakt durchaus zufrieden sein können. Die Hurricanes hielten sich in ihren ersten drei Saisonauftritten schadlos und führen die Metropolitan Division als Spitzenreiter an, nachdem sie jüngst zuhause die Tampa Bay Lightning mit 4:3 nach Verlängerung bezwungen hatten.

Video: TBL@FLA: Hoffman mit seinem zweiten Karriere-Hattrick

Florida kann ebenfalls einen Sieg gegen den Presidents' Trophy Gewinner 2018/19 vorweisen. Das Team von Coach Joel Quenneville gewann auch mit 4:3-Toren, benötigte hierzu jedoch keine Zusatzschicht. 

Linksaußen Mike Hoffmann erwies sich mit einem Hattrick gegen Tampa Bay und mittlerweile vier Toren in zwei Spielen als torgefährlichster Mann der Panthers. Bei den Hurricanes hat Linksaußen Erik Haula bereits dreimal getroffen. Auf seinen ersten Scorerpunkt wartet hingegen noch Carolinas Schweizer Stürmer Nino Niederreiter.

McDavid-Draisaitl-Show fortsetzen

Auch wenn es nicht die stärksten Gegner waren, mit denen es die Edmonton Oilers (2-0-0) bisher zu tun bekamen, neun Tore muss man auch erst einmal gegen die Vancouver Canucks und Los Angeles Kings erzielen. Connor McDavid und Leon Draisaitl waren mit jeweils fünf Scorerpunkten erneut Edmontons Sieggaranten.

Video: VAN@EDM: McDavid nutzt Schnelligkeit zum Siegtor

Ihr erstes Auswärtsspiel der Saison bestreiten die Oilers gegen die New York Islanders (1-1-0) im altehrwürdigen Nassau Veterans Memorial Coliseum von Uniondale auf Long Island (Mi. 1 Uhr MESZ; NHL.tv). Die Islanders verfügten in der vergangenen Saison über die beste Defensive der Liga. Auch in ihren ersten zwei Partien gegen die Washington Capitals und Winnipeg Jets ließen sie hinten nur wenig anbrennen. Semyon Varlamov kassierte zwei Tore bei der 1:2-Niederlage gegen Washington und Thomas Greiss ließ nur ein Gegentor beim 4:1-Sieg gegen die Jets zu. Islanders-Trainer Barry Trotz hat nun die Qual der Wahl, welchen der beiden Schlussleute, er den Vorzug gibt. 

Mehr Eiszeit für Kahun und vielleicht ein Tor

Nach einem missglückten Saisonstart, einer 1:3-Heimpleite gegen die Buffalo Sabres, hatten die Pittsburgh Penguins (1-1-0) mit einem 7:2-Torspektakel gegen die Columbus Blue Jackets die richtige Antwort parat. Der deutsche Stürmer Dominik Kahun konnte hierbei seinen ersten Scorerpunkt für sein neues Team erzielen. Nun geben sich die Winnipeg Jets (1-2-0) in der PPG Paints Arena von Pittsburgh die Ehre (Mi. 1 Uhr MESZ; NHL.tv). Kahun wäre es zu wünschen, dass er noch mehr Eiszeit bekommt als die 14:18 Minuten zuletzt. Die Chancen auf seinen ersten Treffer für die Penguins würden sich dadurch erhöhen.

Die Abwehr der Jets wackelte gewaltig in deren ersten drei Spielen. Bereits 14 Gegentore mussten sie auf ihrer Tour durch den Osten in den Spielen gegen die New York Rangers (4:6), New Jersey Devils (5:4 SO) und Islanders (1:4) hinnehmen. Wer auch immer bei Winnipeg im Tor stehen wird, Laurent Brossoit oder Connor Hellebuyck, auf ihn kommt eine Menge Arbeit zu.

Fehlstart vergessen lassen

Das hatten sich die mit großen Erwartungen in die Saison gestarteten Dallas Stars (0-3-0) so nicht vorgestellt. Nach drei Partien stehen sie noch immer ohne Punktgewinn da und befinden sich am Tabellenende der Western Conference.

Video: DAL@DET: Hintz schießt beim Gegenzug ein

Die Capital One Arena in Washington ist nicht gerade der Ort, an dem einen das Punktesammeln leichtfällt (Mi. 1 Uhr MESZ; NHL.tv), vor allem nicht, wenn die Washington Capitals (2-0-1) auf Widergutmachung aus sind, weil sie jüngst ihren ersten Heimauftritt mit 2:3 nach Verlängerung gegen die Hurricanes verloren haben.

Dallas' namhafter Neuzugang Center Joe Pavelski wartet noch auf seinen ersten Treffer. Mit Roope Hintz strahlte ein 22-jähriger Finne der Stars die meiste Torgefahr aus. Bereits dreimal versenkte er die Scheibe im gegnerischen Netz.

Für eine weitere Überraschung sorgen

Das war nicht zwingend zu erwarten, dass die Anaheim Ducks (2-0-0) und die Detroit Red Wings (2-0-0) punktverlustfrei aus ihren ersten zwei Spielen herauskommen. Für eines der beiden Teams wird sich in der Little Caesars Arena von Detroit die Siegesserie fortsetzen (Mi. 1:30 MESZ; NHL.tv). 

Den Red Wings war es zuletzt geglückt, zuhause die Stars mit 4:3 zu bezwingen und die Ducks durften sich über einen 3:1-Heimsieg gegen die San Jose Sharks freuen, jedoch ohne Einsatzzeit von Korbinian Holzer, der im ersten Saisonspiel der Ducks gegen die Arizona Coyotes noch im Aufgebot stand.

Detroits Rechtsaußen Anthony Mantha hat nach zwei Spielen bereits fünf Tore auf seinem Konto, womit er auf Platz eins der ligaweiten Torschützenliste liegt.

Misere beenden

Die aus den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnten San Jose Sharks (0-3-0) sind nicht nur nach drei Partien ohne Zähler, sondern weisen mit -9 das schlechteste Torverhältnis aller Mannschaften aus. In der Bridgestone Arena von Nashville gilt es diese Malaise zu beenden (2 Uhr MESZ; NHL.tv). 

Auch San Joses Schweizer Stürmer Timo Meier blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der 23-jährige Shooting-Star der vergangenen Saison ist noch ohne Torbeteiligung. Etwas besser erging es seinen Landsleuten Yannick Weber und Roman Josi bei den Nashville Predators (1-1-0). Sie durften sich zum Saisonstart über einen 5:2-Heimsieg gegen die Minnesota Wild freuen, wobei Josi einen Treffer vorbereitete. Am Samstag unterlagen sie jedoch an selber Stätte den Red Wings überraschend mit 3:5.
Wie auch immer die Partie endet, mindestens ein Eidgenosse wird sich freuen.

Wieder hinten dicht machen

Zu ihrer zweiten Bewährungsprobe laufen die Los Angeles Kings (0-1-0) im Scotiabank Saddledome auf, wo sie von den Calgary Flames (1-1-0) empfangen werden (Mi. 3 Uhr MESZ; NHL.tv), die nach ihrer 3:5-Auftaktniederlage in Denver gegen die Colorado Avalanche auf heimischen Eis den Canucks keine Chance ließen und zu Null nach Hause schickten.

Ihre Lektion aus den fünf Gegentoren haben die Flames gelernt. Ihr Schlussmann David Rittich stand bei seinem Shutout mit 34 Saves wie ein Fels in der Brandung. Los Angeles erfahrener Torwart Jonathan Quick musste hingegen gleich sechsmal beim Saisondebüt die Scheibe hinter sich aus dem Netz holen und dürfte sich etwas mehr Unterstützung von seinen Vorderleuten wünschen.

Spitzentreffen auf Augenhöhe

Zum Abschluss des Spieltages treten die Boston Bruins (2-0-0) in der T-Mobile Arena von Las Vegas gegen die Vegas Golden Knights (2-0-0) an (Mi. 4 Uhr MESZ; NHL.tv). Beide Mannschaften sind noch ungeschlagen und zählen zum erweiterten Favoritenkreis in ihrer Conference.

Vegas bezwang zweimal die Sharks klar und deutlich mit 4:1 und 5:1. Die Mannen von Coach Gerard Gallant beeindruckten durch ihre Tiefe im Kader: Sieben Spieler traten als Torschützen in Erscheinung.

Minimalistischer gingen die Bruins bei ihren Siegen über die Stars und Coyotes zu Werke. Drei Tore genügten Boston um vier Punkte einzufahren. Welche taktische Herangehensweise wird sich im Spitzenspiel durchsetzen?

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