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7.1. NHL-Spiel-Vorschau: Weiterhin siegen

Erfolgsserien fortsetzen heißt es in Tampa bei den Lightning und Canucks, in Las Vegas bei den Golden Knights und für die Coyotes in Sunrise.

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Ein volles Programm mit zwölf Partien hat der Spieltag am Dienstagabend für die Freunde der schnellsten Mannschaftssportart parat. Zu einem Spitzenspiel treffen sich die Tampa Bay Lightning und die Vancouver Canucks, die jeweils seit sieben Partien ungeschlagen sind. Ebenfalls in guter Form präsentierten sich jüngst die Vegas Golden Knights mit vier Siegen hintereinander und die Arizona Coyotes, die drei Spiele in Folge für sich entschieden. Ihre Herausforderer sind die Pittsburgh Penguins und die Florida Panthers. Ihr erstes Spiel ohne Peter Laviolette als Trainer bestreiten die Nashville Predators zuhause gegen die Boston Bruins.

Die Spiele am Dienstag im Detail:

Seriensieger treffen aufeinander

Die Vancouver Canucks (23-15-4) geben bei den Tampa Bay Lightning (24-13-4) in der Amalie Arena ein Gastspiel (Mi. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Hiermit treten die zurzeit erfolgreichsten Mannschaften der Liga gegeneinander an. Beide Teams sind seit sieben Spielen ungeschlagen und streben danach, ihre Serie auszubauen.

Für die Gäste aus British Columbia ist es der Auftakt einer fünf Spiele umfassenden Auswärtstour, die aufzeigen wird, in welche Richtung ihr Weg gehen wird. Sind die Canucks schon so weit, in dieser Saison einen Platz für die Stanley Cup Playoffs zu ergattern?

Die Lightning haben einen solchen Rang schon von Saisonbeginn an fest im Kalkül. Lightning-Coach Jon Cooper war sich nach dem 3:1-Auswärtserfolg gegen die Carolina Hurricanes am Sonntag sicher, dass es für sein Team weiter nach oben gehen wird. "Wenn wir weiterhin auf dieser Art und Weise spielen, dann werden wir vermutlich hierfür belohnt."

Den nächsten Schritt gehen

Vergangene Saison landeten sowohl die Arizona Coyotes (24-16-4) wie auch ihre heutigen Gastgeber im BB&T Center von Sunrise (Mi. 1 Uhr MEZ; NHL.tv), die Florida Panthers (22-15-5), außerhalb der Playoff-Ränge. Doch in der laufenden Spielzeit sieht es gar nicht einmal so schlecht aus, dass sie unter den besten Acht ihrer Conference landen. Die Coyotes stehen nach drei doppelten Punktgewinnen in Serie auf Platz zwei in der Pacific Division und die Panthers haben die zweite Wildcard in der Eastern Conference inne, nachdem sie sieben ihrer letzten zehn Auftritte für sich entscheiden konnten (7-3-0). Zuhause sind die Panthers seit vier Partien ungeschlagen. Die Coyotes sind nach Punkten in Prozent (65,9 Prozent) das auswärtsstärkste Team im Westen, müssen aber auf ihren Stammtorwart Antti Raanta verzichten, der sich beim 6:2-Heimsieg gegen die Philadelphia Flyers schwer verletzte und im schlimmsten Fall bis zum Saisonende ausfällt.

Lokalderby

Nur 24 Stunden bevor sie die kurze Reise über den East River und Hudson River antraten, wo sie im Prudential Center von Newark (Mi. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) auf die New Jersey Devils (15-20-6) treffen, bezwangen die New York Islanders (26-12-3) auf Long Island die Colorado Avalanche mit 1:0. 

Semyon Varlamov präsentierte sich mit 32 Saves bei seinem Shutout in ausgezeichneter Form. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der 31-jährige Russe erneut den Vorzug gegenüber Thomas Greiss bekommt, der zuletzt am 27. Dezember den Kasten der Islanders hütete.
Die Islanders haben noch eine frische Rechnung mit den Devils offen. Am vergangenen Donnerstag unterlagen sie diesen mit 1:2, wobei New Jerseys Schweizer Stürmer Nico Hischier das Siegtor erzielte. New Jersey konnte nach der Weihnachtspause in vier von fünf Partien punkten (3-1-1) und hielt als Tabellenvorletzter der Eastern Conference den Anschluss, an den vor ihnen platzierten Teams.

Video: NJD@NYI: Hischier fährt vors Tor und trifft

Hauptstadtduell

Die Washington Capitals (29-9-5) empfangen in der heimischen Capital One Arena (Mi. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) mit den Ottawa Senators (16-21-5) eine Mannschaft, die vier Spiele hintereinander verlor (0-3-1), und ihren letzten Auswärtssieg vor über einem Monat, am 4. Dezember, feierte (0-3-2).

Die Favoritenrolle ist bei dem Aufeinandertreffen klar vergeben. Die Capitals führen souverän mit acht Punkten Vorsprung die Metropolitan Division an. Sie verfügen über die zweitbeste Offensive (152 Tore) und über das zweitbeste Penalty Killing (83,3 Prozent) der Teams im Osten. Dem haben die Senators, die bei ihren letzten drei Niederlagen in der Summe 16 Gegentore kassierten, nur wenig zu entgegen.

Endlich mal wieder gewinnen

Auf fremden Areal läuft es bei den Philadelphia Flyers (22-15-5) alles andere als zufriedenstellend. Zum Abschluss ihrer Auswärtstour, während der sie nur ein Spiel für sich entscheiden (1-4-0) konnten, gastieren sie in der PNC Arena von Raleigh (Mi. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) bei den Carolina Hurricanes (24-16-2), ihrem Tabellennachbarn in der Metropolitan Division.

Nur ein Punkt trennt die Kontrahenten. Die Hurricanes stehen trotz zwei Heimniederlagen in Folge noch auf dem ersten Wildcard-Platz im Osten und die Flyers liegen in Lauerstellung. Philadelphias Defensivabteilung wirkte zuletzt alles andere als sattelfest. Ihre Schlussleute Brian Elliott (1-1-0; 86,5 Prozent Fangquote; GAA 3,32) und Carter Hart (0-3-0; 83,0 Prozent; 5,24) ließen in den fünf Begegnungen seit dem 28. Dezember 22 Gegentore zu.

Niederlagen verdaut?

Am Montagabend scheiterten die Colorado Avalanche (25-14-4) am Abwehrbollwerk der Islanders, nun möchten sie bei den New York Rangers (19-18-4) im Madison Square Garden ihre Offenstärke wiederfinden (Mi. 1:30 Uhr MEZ; NHL.tv).

Auch die Rangers haben Nachholbedarf in Sachen Angriff. In Vancouver (1:2) gelang ihnen nur ein Treffer bei ihrer dritten Niederlage in Folge. Insoweit war es verständlich, dass Rangers-Coach David Quinn zwar insgesamt mit dem Auftritt seines Teams zufrieden war, jedoch die mangelnde Chancenverwertung bedauerte. "Wir haben das meiste richtig gemacht, mit Ausnahme von Toren und das ist wirklich enttäuschend."

Original-Six-Treffen

Mit Sehnsucht werden die Fans der Detroit Red Wings (10-30-3) auf die glorreichen Zeiten ihrer Mannschaft zurückblicken, wenn sich mit den Montreal Canadiens (18-18-7) ein Original-Six-Team in der Little Caesars Arena die Ehre gibt (Mi. 1:30 Uhr MEZ; NHL.tv). 35 Mal konnten die Kontrahenten in der Vergangenheit den Stanley Cup gewinnen (24 Mal Montreal, 11 Mal Detroit), doch die Gegenwart sieht alles andere als rosig aus.

Die Red Wings liegen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz der Liga und die Canadiens sechs Punkte hinter einem Playoff-Platz nach sechs Niederlagen (0-4-2) hintereinander.

Montreals Torwart Carey Price war sich am Montag nach der 2:3-Heimniederlage gegen die Winnipeg Jets sicher, dass sie mit ihrem Neuzugang Ilya Kovalchuk schnell ihr Leistungstief überwinden können: "Er sah richtig gut aus da draußen. Er freut sich sehr, hier zu sein. Er bringt eine Menge Enthusiasmus in unseren Kader, und wir sind sehr froh, ihn hier zu haben."

Rückschlag verkraftet?

Während für die San Jose Sharks (19-21-4) das Jahr 2020 ordentlich startete, sie holten fünf Punkte aus drei Partien (2-0-1), mussten sich die St. Louis Blues (26-10-7), als ihr Gastgeber im Enterprise Center (Mi. 2:00 Uhr MEZ; NHL.tv) mit einem Zähler begnügen (0-1-1).
Die Blues führen die Western Conference mit einem Vorsprung von fünf Punkten an, während die Sharks auf dem drittletzten Platz des Westens rangieren. Der Weg nach oben gestaltet sich für die Sharks als steinig. Am Sonntag lagen sie in Washington 47 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit bereits mit 4:2 vorne, verloren noch 4:5 nach Verlängerung und mussten sich mit einem Punkt begnügen. Wie gut haben die Sharks diese bittere Erfahrung verdaut?

Ohne Laviolette hinter der Bande

Wenn die Nashville Predators (19-15-7) in der heimischen Bridgestone Arena die Boston Bruins (24-8-11) empfangen (Mi. 2:00 Uhr MEZ; NHL.tv), wird zum ersten Mal seit der Saison 2014/15 nicht Peter Laviolette als Verantwortlicher hinter ihrer Bande stehen. Der erfahrene Coach wurde zusammen mit Assistenztrainer Trainer Kevin McCarthy am Montag seines Amtes enthoben.

Die Zeitrechnung nach Laviolette beginnen die Predators mit einer schweren Heimaufgabe gegen den Tabellenführer der Atlantic Division. Doch auch bei den Gästen lief mit drei Niederlagen (0-1-2) jüngst nicht alles rund. Vor allem ihre starken Angriffsreihen litten unter Ladehemmung. Ihnen gelangen nur vier Tore in drei Spielen.

An persönlichen Erfolgserlebnissen mangelte es Nashvilles Kapitän Roman Josi nicht. Der 29-jährige Berner punktete in jedem der letzten zehn Auftritte und stellte mit dieser Serie eine neue Franchise-Bestmarke für einen Verteidiger auf.

Eng geht's zu

Der Kampf um die Plätze in der Pacific Division gestaltet sich als äußerst spannend. Die Calgary Flames (22-17-5) treten als Divisionsfünfter bei den Chicago Blackhawks (19-18-6) im United Center an (Mi. 2:30 Uhr MEZ; NHL.tv) und könnten mit ihrem dritten Sieg in Folge, den vor ihnen rangierenden westkanadischen Konkurrenten aus Edmonton und Vancouver auf die Pelle rücken.

Ihre letzte Niederlage kassierten die Flames am Silvesterabend gegen die Blackhawks mit 3:5. Sie dürften dementsprechend gewarnt sein. Bei Chicago zeigt die Formkurve nach oben. Sie gewannen zuletzt vier von fünf Partien (4-1-0) und stehen sechs Punkte hinter einem Playoff-Rang auf Platz zwölf im Westen.

Punktet Kahun?

Für die Pittsburgh Penguins (25-12-5) endete eine Punkteserie von fünf Spielen (4-0-1) mit einer 1:4-Heimniederlage gegen die Panthers. In der T-Mobile Arena von Las Vegas wartet nun auf Pittsburgh eines der torgefährlichsten Teams der Western Conference (Mi. 4 Uhr MEZ; NHL.tv).

Die Vegas Golden Knights (24-15-6) gewannen vier Heimauftritte hintereinander und erzielten hierbei 19 Tore. Mit insgesamt 144 Treffern belegen sie Platz zwei hinter den Avalanche (156). Jüngst holten die Golden Knights gegen den amtierenden Stanley Cup Champion aus St. Louis zum ersten Mal in ihrer jungen Klub-Geschichte einen 3-Tore-Rückstand auf. 

Ein persönliches Anliegen dürfte es für den deutschen Stürmer Dominik Kahun in Diensten der Penguins sein, seine Punkteflaute von vier Spielen zu beenden.

Elan mitnehmen

Die Anaheim Ducks (17-20-5) werden darauf hoffen, dass sich die Columbus Blue Jackets (20-15-8) am Vortag beim 4:2-Sieg gegen die Los Angeles Kings ausgepowert haben.

Im Honda Center von Anaheim erwarten die Ducks eines der besten Teams des letzten Monats (Mi. 4 Uhr MEZ; NHL.tv). Seit dem 9. Dezember blieben die Blue Jackets nur in einer von 14 Partien ohne Punktgewinn (9-1-4). Eine Bilanz, an die jene der Ducks nicht annähernd heranreichen kann (5-8-1). Zuversichtlich stimmen könnte die Südkalifornier der 5:4-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Predators am Sonntag.

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