Skip to main content

5.2. NHL-Spiel-Vorschau: Tag der Traditionsteams

Am Mittwoch stehen mit den Maple Leafs, Rangers, Bruins und Blackhawks vier Original-Six-Teams auf dem Eis

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Mehr Tradition geht nicht! In den beiden am Mittwochabend in der NHL angesetzten Spielen stehen sich vier Original-Six-Teams gegenüber. Die Toronto Maple Leafs reisen zu den New York Rangers und die Chicago Blackhawks empfangen die Boston Bruins.

Für alle vier Franchises geht es dabei um Einiges. Der Kampf um die begehrten Plätze in den Stanley Cup Playoffs ist dieser Tage im vollen Gange. Besonders die Blackhawks und die Maple Leafs sind deshalb auf jeden Zähler angewiesen, wenn sie nicht in wenigen Wochen vorzeitig in den Urlaub gehen wollen, sobald es in der NHL ab April so richtig rundgeht. 

Die Spiele am Mittwoch im Detail:

Boston und Chicago mit wenig Regenerationszeit vor dem Duell

Wenig Zeit zur Erholung hatten die Boston Bruins (32-10-12) und die Chicago Blackhawks (25-21-7) vor ihrem Aufeinandertreffen im United Center (Do. 2 Uhr MEZ; NHL.tv). Beide Mannschaften waren am Vorabend noch in Aktion. 

Der ihnen beschiedene Erfolg konnte nicht unterschiedlicher sein. Während die Bruins mit den zuletzt starken Vancouver Canucks kurzen Prozess machten und diese mit 4:0 nach Hause schickten, unterlagen die Blackhawks bei den Minnesota Wild mit 2:3 nach Verlängerung. Stellt sich also vor dem Duell der Traditionsmannschaften in Chicago die Frage, wer mit den Belastungen am Vortag und den Reisestrapazen besser zurechtkommt.

Video: VAN@BOS: Coyle verwertet McAvoys Abpraller

Die Ausgangslage auf dem Papier ist klar: Boston rangiert mit 76 Punkten an der Spitze der Atlantic Division und präsentierte sich im Saisonverlauf auch auswärts stark (14-8-3). Chicago hingegen braucht jeden Zähler im Kampf um die angestrebte Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs 2020. Mit derzeit 57 Punkten fehlen ihnen auf einen Wildcard-Platz in der Western Conference drei Punkte (Calgary Flames, 60).

Bei den Blackhawks richten sich die Augen speziell auf Stürmer David Kampf, der in Minnesota acht von zwölf Bullys gewann. Mit einer Erfolgsquote von 60,7 Prozent seit dem 12. Dezember ist er der zweitbeste Spieler der Liga am Anspielpunkt. 

Der Druck auf Seiten der Gastgeber ist groß, wie Trainer Jeremy Colliton durchblicken ließ: "Wenn wir gegen die Bruins im kommenden Spiel erfolgreich sind, dann war das ein wertvoller Punkt gegen die Wild. Sollten wir hingegen in dieser Begegnung einen weiteren lustlosen Auftritt hinlegen, dann sind wir, in der für uns wichtigsten Zeit der Saison, eben schlicht nicht gut genug." Ob er seine Jungs mit dieser Aussage motivieren konnte, wird sich am Abend herausstellen.


Blick auf die Torhüter beim Spiel der Rangers gegen die Maple Leafs 

Wenn am Abend (Do. 1.30 Uhr MEZ; NHL.tv) im traditionsreichen Madison Square Garden von Manhattan die New York Rangers (25-22-4) als Gastgeber die Toronto Maple Leafs (28-18-7) empfangen, steht die Torhüterposition bei den Kontrahenten aus unterschiedlichen Gründen im Blickpunkt.

Beide Teams verloren ihre jüngsten Ligaspiele am Montag jeweils mit 3:5 und wollen in diesem Traditionsduell zweier NHL-Urgesteine auf die Erfolgsstraße zurückkehren. 

Bei der Auswärtsniederlage gegen die Florida Panthers verletzte sich Torontos Stammtorhüter Frederik Andersen unglücklich am Hals und kann die Reise an den Broadway nicht mit antreten. 

 

[Ähnliches: Toronto bangt: Wohl dem, der eine ebenbürtige Alternative hat]

 

Ein herber Rückschlag für die Maple Leafs, die beim intensiven Kampf um einen Playoffplatz naturgemäß auf die Mithilfe ihres erfahrensten Torstehers angewiesen wären. 

Statt seiner wird Backup Michael Hutchinson den Kasten der Kanadier hüten. Am Montag kassierte Hutchinson nach seiner Einwechslung drei Gegentore bei 13 Torschüssen der Panthers. Nicht gerade eine Statistik, die Mut macht. Er wird sich deutlich steigern müssen, wenn die Maple Leafs bei den Rangers Punkte mitnehmen wollen.

Das grundsätzliche Vertrauen seines Trainers hat der Goalie in jedem Falle ausgesprochen bekommen. "Es ist natürlich hart für uns, dass wir auf Andersen verzichten müssen, aber so etwas kommt vor. Wir wissen aber, dass wir uns auch auf 'Hutch' vollauf verlassen können. Das hat er zuletzt gleich mehrfach bewiesen", versprühte Sheldon Keefe nach dem Teamtraining Optimismus im Hinblick auf die kommende Aufgabe.

In der Tat waren Hutchisons Statistiken vor dem Spiel in Florida deutlich besser. Er gewann alle seine vier Einsätze als Starter seit dem 21. Dezember 2019 und kassierte dabei in der Summe lediglich sechs Tore.

Auch in den Reihen der Rangers wird in diesen Tagen ungewöhnlich viel über das Thema Torhüter gesprochen. Deren Stammkraft Henrik Lundqvist präsentierte sich in dieser Spielzeit längst nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Er kommt lediglich auf eine Bilanz von 10-11-3 bei einem Gegentorschnitt von 3,13 pro Spiel. 

 

[Folge uns auf Facebook und Twitter für exklusiven Inhalt und NHL-Neuigkeiten!]

 

Die Konsequenz ist, dass der Schwede sich mit seinen knapp 38 Jahren erstmals nicht mehr in einer unumstrittenen Position als Nummer eins der Rangers befindet. Backup Alexandar Georgiev und Rookie Igor Shesterkin machen dem Routinier mehr und mehr seinen Platz im Kader der New Yorker streitig. 

Am Montag bei der Niederlage gegen Dallas offenbarte Lundqvist einmal mehr ungeahnt viele Schwächen, wurde vorzeitig vom Eis geholt und durch Georgiev ersetzt. 

Es wird spannend sein, zu sehen, wie die Torhüterfrage entschieden und in welcher Form sich der Ausgewählte vor den eigenen Fans präsentieren wird.

Mehr anzeigen

Die NHL hat ihre Datenschutzrichtlinien mit Wirkung zum 27. Februar 2020 aktualisiert. Wir bitten Sie, diese sorgfältig durchzulesen. Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung von NHL-Websites oder anderen Online-Diensten stimmen Sie den in unserer Datenschutzrichtlinien und unseren Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken zu, einschließlich unserer Cookie-Richtlinie.