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24.11. NHL-Spiel-Vorschau: Gipfeltreffen in der Pacific Division

Coyotes wollen die Offensive der Oilers stoppen; die Panthers bekommen es mit den Sabres zu tun; die Red Wings erwarten die Hurricanes

von Christian Treptow @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

In der Pacific Division kommt es zu einem Gipfeltreffen. Die derzeitige Nummer eins, die Edmonton Oilers mit ihren überragenden Angreifern Leon Draisaitl und Connor McDavid, treffen dabei auf die Zweitplatzierten Arizona Coyotes. Spannend wird sein, ob und wie die zweitbeste Verteidigung der Liga das dynamische Duo der Oilers bremsen kann. Die Florida Panthers mit dem Schweizer Denis Malgin haben einen Tag nach dem 2:4 bei den Carolina Hurricanes die Chance, es zu Hause gegen die Buffalo Sabres besser zu machen. Eine vermeintlich leichte Aufgabe wartet auf die Carolina Hurricanes, die bei Liga-Schlusslicht Detroit Red Wings antreten müssen.

Die Spiele am Sonntag im Detail:

Hält die Coyotes-Abwehr gegen Draisaitl & Co. stand?

Genau um diese Frage geht es, wenn die Arizona Coyotes (14-8-2) als Zweiter in der Pacific Division den Spitzenreiter Edmonton Oilers (15-7-3) in der Gila River Arena empfangen (Mo. 2 Uhr MEZ, NHL.tv). Bei den Oilers bleibt alles wie gehabt. Connor McDavid und Leon Draisaitl scoren wie wild und liefern sich ein Duell um die Krone des besten NHL-Punktesammlers. Beim 4:2-Erfolg am Samstag bei den Vegas Golden Knights schlüpfte McDavid in die Rolle des Knipsers und traf zweimal. Der Kanadier steht bei 18 Saisontoren und rangiert auf Platz zwei der Torjägerliste hinter David Pastrnak (20 Tore, Boston Bruins). Damit liegt McDavid genau zwei Treffer vor Draisaitl, der im Spielerparadies drei Tore vorbereitete und mit 47 Scorerpunkten wiederum einen mehr als McDavid vorzuweisen hat. Nun will das Duo der Oilers die Abwehr der Coyotes auseinandernehmen.

Doch Arizona ist ein unbequemer Gegner. Das haben die Coyotes schon am 4. November im Rogers Place in Edmonton gezeigt, als sie 3:2 nach Verlängerung gewannen. Die Oilers haben also noch etwas gutzumachen. McDavid will das Team nicht nur auf sich und Draisaitl reduziert wissen: "Natürlich wird gerade viel über uns beide gesprochen. Aber ich denke, es war heute eine gute Teamleistung", meinte der Kanadier nach dem Sieg in Las Vegas. "In Los Angeles waren wir nicht gut genug. Heute haben wir die passende Antwort gegeben."

Video: ARI@EDM: Stepan trifft in der Verlängerung

Der Center hob die Wichtigkeit der Partien gegen die direkten Konkurrenten in der Pacific Division hervor: "Wir können uns keine Niederlagenserie von drei, vier oder fünf Spielen leisten. Man darf keine Punkte verschenken. Gerade auch mit Blick auf die Pacific Division haben wir in Los Angeles leider etwas liegen lassen."

Die Coyotes werden den Oilers definitiv nicht kampflos das Feld überlassen. Sie stellen den Oilers und ihrer mit 80 Toren bärenstarken Offensive die zweitbeste Abwehr der Liga entgegen. Erst 54 Gegentreffer kassierte die Mannschaft von Coach Rick Tocchet. Nur die New York Islanders (51) schneiden in dieser Hinsicht besser ab. Ein Hauptgrund dafür: Die beiden Torhüter Darcy Kuemper und Antti Raanta sind derzeit in guter Form. Raanta brachte am Samstag mit 43 Saves die Los Angeles Kings beim 3:2-Sieg im Staples Center zur Verzweiflung. Der Finne liegt mit einem Gegentorschnitt von 2,62 und einer Fangquote von 92,6 Prozent etwas hinter Kuemper (1,93/93,5). Da Raanta bei den Kings zum Einsatz kam, dürfte gegen die Oilers voraussichtlich Kuemper den Zuschlag erhalten. "Die ganze Saison schon zeigen unsere zwei Goalies tolle Leistungen. Egal, wer von beiden im Tor steht, wir fühlen uns sicher", sagte Coyotes-Stürmer Vinnie Hinostroza nach dem Sieg in Los Angeles.

Die Oilers bleiben übrigens unabhängig vom Ausgang des Spiels an der Spitze der Pacific Division. Sie haben drei Zähler Vorsprung auf Arizona.

Panthers sinnen gegen die Sabres auf Revanche

Seit drei Spielen warten die Buffalo Sabres (10-9-3) auf einen Sieg. Bei den Florida Panthers (12-6-5) im BB&T Center (So. 23 Uhr MEZ, NHL.tv) soll diese Negativserie enden. Doch dafür müssen die Sabres ihre Ladehemmung überwinden. Mehr als zwei Treffer waren in den letzten drei Spielen nicht drin. Mit insgesamt 61 Treffern hat der Sabres-Sturm bislang nicht gerade Angst und Schrecken verbreitet. Nicht zuletzt deshalb befindet sich die Mannschaft von Coach Ralph Krueger derzeit auch außerhalb der Playoff-Ränge.

Vieles hängt in der Offensive an Kapitän Jack Eichel, der mit 26 Punkten (13 Tore, 13 Assists) die interne Scorerliste anführt. Doch danach wird es schon dünn. Kein anderer Spieler im Team hat zweistellig getroffen. Mit jeweils acht Treffern sind Sam Reinhart und Jeff Skinner auf Platz zwei.

In der Verteidigung hat Krueger bald wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Zach Bogosian steht vor der Rückkehr ins Team. Ob das schon gegen die Panthers oder erst tags darauf bei den Tampa Bay Lightning sein wird, ist noch offen.

Ganz sorgenfrei ist die Mannschaft aus Sunrise auch nicht. 2:4 verlor sie am Samstag bei den Carolina Hurricanes und gab dabei eine 2:0-Führung aus der Hand. "Ein wichtiger Punkt in unserem Spiel ist ein guter Start. Ich dachte eigentlich, dass wir den hatten", meinte Verteidiger Aaron Ekblad. Das sei auch eines der positiven Dinge, die die Panthers von dem Spiel in Carolina mitnehmen könnten. Zwei der ersten drei Schüsse saßen. Doch danach trafen nur noch die Hurricanes.

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Gut für die Panthers ist es, dass Keith Yandle einsatzbereit sein dürfte. Der 33 Jahre alte Verteidiger bekam im ersten Drittel gegen die Hurricanes einen Puck ins Gesicht und kehrte erst im dritten Drittel wieder aufs Eis zurück. Yandle war in den vergangenen Tagen in bestechender Form und ist mit 18 Scorerpunkten (davon elf im Powerplay) der beste Verteidiger seiner Mannschaft. In den letzten zwölf Spielen verbuchte er ein Tor und 13 Assists.

Die Panthers wollen vor eigenem Publikum unbedingt in die Erfolgsspur zurückfinden und sich zugleich für die Niederlage im ersten Aufeinandertreffen mit den Sabres revanchieren. Am 11. Oktober verloren sie in Buffalo 2:3 nach Penaltyschießen. "Wir müssen einen Weg finden, besser zu werden. Zehn Prozent mehr von jedem im Vergleich zum Carolina-Spiel, und alles wird okay sein", meinte Ekblad. Floridas Trainer Joel Quenneville fordert von seinen Mannen, die Wut und Enttäuschung nach der Niederlage zu kanalisieren und eine entsprechende Reaktion gegen Buffalo zu zeigen.

Hurricanes reisen mit viel Selbstvertrauen nach Detroit

Von der Papierform her stehen die Carolina Hurricanes bei ihrem Gastspiel bei den Detroit Red Wings (7-15-3) in der Little Caesars Arena (Mo. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) vor einer leichten Aufgabe. Die Red Wings (7-15-3) haben seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen und stellen mit 95 Gegentoren die schwächste Abwehr der Liga. Zugleich haben sie mit 59 Toren die drittschlechteste Offensive. In der NHL-Tabelle finden sich die Red Wings auf dem letzten Platz wieder.

Am Samstag unterlag Detroit mit 1:5 bei den New Jersey Devils. Dabei hielten die Red Wings die Partie zwei Drittel lang offen. Im letzten Abschnitt kassierten sie allerdings vier Tore. "Wir versuchen gerade herauszufinden, wie wir die Leistung über 60 Minuten bringen können. Ich denke, wir spielen ein paar gute Drittel. Und dann werden wir überrollt. Es liegt definitiv an uns. Niemand sonst kann das ändern. Wir müssen in den Spiegel schauen und nächstes Mal besser sein", sagte Red-Wings-Stürmer Taro Hirose nach der Pleite in Newark.

 

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Ob dieses ominöse nächste Mal gleich am Sonntag zu Hause gegen die Hurricanes ist? Carolina jedenfalls ist von solchen Problemen, wie sie die Red Wings haben, weit entfernt. Am Samstag gewannen sie gegen die Florida Panthers 4:2 und holten dabei sogar einen 0:2-Rückstand auf. Coach Rod Brind'Amour war zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Besser geht es nicht. Die Panthers sind eines der besten Teams und wir haben nicht viel zugelassen." Ein Sonderlob gab es für die Defensive.

Diese hält nicht nur hinten den Laden dicht, sondern trägt auch ihren Teil zur offensiven Produktion bei. Dougie Hamilton traf gegen die Panthers und war damit der erste Verteidiger in dieser Spielzeit, der die Zehn-Tore-Marke erreichte.

Im Sturm spricht in Raleigh dieser Tage jeder von Andrei Svechnikov. In den letzten sieben Spielen hat er immer mindestens einen Scorerpunkt erzielt (vier Tore, sechs Assists). Damit ist er der erste Teenager in der Franchisegeschichte, dem das seit dem Umzug von Hartford gelang. Da muss sich die Red-Wings-Verteidigung gewaltig strecken.

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