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11.3. NHL-Spiel-Vorschau: Nichts zu verschenken

Fernduell der Avalanche und Blues um den ersten Platz; die Wildcard-Plätze wollen die Jets, Rangers und Blackhawks im Auge behalten

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Wer wird zum Tagesende auf dem ersten Platz in der Central Division stehen, die St. Louis Blues, die bei den Anaheim Ducks antreten oder die Colorado Avalanche, die zuhause die New York Rangers empfangen? Neben den Rangers, die sich noch Hoffnungen auf einen Wildcard-Platz für die Stanley Cup Playoffs machen dürfen, sind auch die Winnipeg Jets bei ihrem Gastauftritt in Edmonton und die Chicago Blackhawks zuhause gegen die San Jose Sharks auf jeden Punkt angewiesen, um sich für die KO-Runde zu qualifizieren.

Die Spiele am Donnerstag im Detail:

Letzter Strohhalm

Nach vier Auswärtsniederlagen in Folge seit dem 20. Februar würden die San Jose Sharks (29-35-5) gerne auch einmal wieder auswärts punkten. Gelegenheit hierzu haben sie im United Center, wo sie von den Chicago Blackhawks (31-30-8) empfangen werden (Do. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Den kalifornischen Gästen fehlen 15 Punkte auf die zweite Wildcard in der Western Conference, womit der Playoff-Zug für sie längst abgefahren ist. 

Die Blackhawks haben mit einem Rückstand von acht Punkten noch eine Minimalchance aufzuspringen, jedoch ist hierzu ein Sieg Pflicht, vor allem nachdem sie zuletzt bei den Detroit Red Wings (1:2) und zuhause gegen die St. Louis Blues (0:2) vier Punkte haben liegen lassen. 

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"Das ist hart. Wir hätten natürlich diese Punkte gut gebrauchen können, aber ich darf mich nicht über die Arbeitsethik des Teams beschweren, ich fand, dass sie wirklich alles gegeben haben", bedauerte Blackhawks-Coach Jeremy Colliton die Nullnummer.


Innerkanadisches Duell

Zu Monatsbeginn präsentierten sich die Winnipeg Jets (36-28-6) mit drei Siegen hintereinander in stark verbesserter Form und teilen sich punktgleich mit den Nashville Predators und Vancouver Canucks die zwei Wildcard-Plätze im Westen. Mit den Edmonton Oilers (37-24-9) wartet auf die Jets im Rogers Place von Edmonton eine schwierige Auswärtsaufgabe (Do. 2 Uhr MEZ; NHL.tv). Es ist gerade einmal elf Tage her, dass sie dort mit 2:3-Toren knapp den Kürzeren gezogen haben. Auch im ersten Saison-Aufeinandertreffen der Beiden ging es knapp zu. Dieses entschieden am 20. Oktober die Jets zuhause mit 1:0 nach Penaltyschießen für sich. 

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Die Oilers verloren am Montag vor heimischer Kulisse gegen die Vegas Golden Knights mit 2:3 n.V. und versäumten es, die Führung in der Pacific Division zu übernehmen. Mit der Performance seiner Mannschaft zeigte sich Trainer Dave Tippett alles andere als zufrieden. 

"Wir spielen im Moment als Team einfach nicht gut. Wir hatten am Montagmorgen einige Dinge angesprochen, aber diese in vielen verschiedenen Situationen schlecht umgesetzt. Wir können so nicht auftreten und glauben, dass wir eine gute Mannschaft sind, so der Übungsleiter.


Ersten Platz verteidigen

Die St. Louis Blues (41-19-10) waren in den vergangenen Wochen bestechend gut aufgelegt und stehen nicht ohne Grund auf dem ersten Platz in der Central Division. Da aber die Colorado Avalanche als ihr direkter Verfolger ebenfalls regelmäßig punktete, schmerzt die jüngste 1:2 Heimniederlage gegen die Florida Panthers umso mehr. Gelegenheit zur Wiedergutmachung bekommen die Blues im Honda Center von Anaheim, wo sie gegen die Anaheim Ducks (29-32-9) antreten (Do. 3 Uhr MEZ; NHL.tv). 

 

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Die Ducks spielen nur noch für die Galerie, doch dies durchaus sehenswert wie beim 5:2 am Dienstag gegen die Ottawa Senators. Aus ihren letzten vier Partien nahmen die Kalifornier sieben von acht möglichen Punkten mit. Werden sie auch den favorisierten Blues ein Bein stellen können? 

Blues-Torwart Jordan Binnington erhofft sich, dass sein Team die Lektion aus dem Florida-Spiel gelernt hat: "Wir wollen natürlich gewinnen. Und gegen solche Mannschaften Spiele zu verlieren, von denen ich denke, dass wir sie gewinnen können, ist nicht schön. Es sind Partien, die man gewinnen muss. Es ist die Zeit des Jahres, in der man sich nicht entschuldigen kann. Man muss versuchen, Wege zu finden, damit man als Sieger das Eis verlässt und das haben wir nicht getan."


Dranbleiben

Im Fernduell mit den Blues um die Tabellenspitze der Central Division treten die Colorado Avalanche (41-20-8) gegen die New York Rangers (37-28-4) im Pepsi Center von Denver an (Do. 3 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Zwei Punkte beträgt Colorados Rückstand auf St. Louis. Sollten sich die Blues in Anaheim einen Ausrutscher leisten, könnten die Avalanche die Führung übernehmen - ein doppelter Punktgewinn vorausgesetzt. Eine solche Chance ließen sie am Montag bei der 1:3-Niederlage gegen die Los Angeles Kings liegen. Es steht noch nicht fest, ob die Avalanche auf die Dienste ihres besten Scorers Nathan MacKinnon zurückgreifen können, der das Spiel in L.A. vorzeitig beenden musste. 

 

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Die Rangers zeigten sich am Dienstag beim 4:2-Erfolg gegen die Dallas Stars in glänzender Verfassung und gewillt noch ein Wörtchen, um die Vergabe der Wildcard-Plätze im Osten mitzureden. Sie liegen nur noch drei Punkte hinter den Columbus Blue Jackets, die den zweiten Wildcard-Platz innehaben, und deren zwei Punkte hinter den New York Islanders. 

Zählbares mitnehmen ist sowohl für die Rangers wie auch für ihre Gastgeber Pflicht.


Von wegen Letzter

Die seit Wochen befreit aufspielenden Los Angeles Kings (28-35-6) werden im heimischen Staples Center von den Ottawa Senators (25-33-12) herausgefordert (Do. 3:30 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Die Kings stehen zwar am Tabellenende des Klassements der Western Conference weisen aber mit sechs Siegen am Stück die längste Erfolgsserie aller Teams der Liga aus. Dementsprechend gut ist die Stimmung in der Mannschaft. "Ich kann nicht sagen, wie es aussah, als ich noch nicht hier war, aber es macht viel mehr Spaß zu gewinnen, hört man im Moment von allen Jungs, und offensichtlich fördert ein Sieg die Laune in der Gruppe. Wir müssen versuchen, diese kleine Serie fortzusetzen", sagte Mikey Anderson, der am Montag sein erstes NHL-Tor für die Kings geschossen hatte. 

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Den Senators dürfte noch die Partie vom Vorabend in den Knochen stecken, als sie sich in Anaheim redlich mühten, sich ein Schussverhältnis von 42:15 herausarbeiteten, aber dennoch mit 2:5 verloren.

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