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NHL Draft 2019: Jeder darf sich Hoffnung machen

Im Mittelpunkt des Draft-Geschehens stehen meist die höheren Picks, doch dieser Draft-Jahrgang verfügt über viel Tiefe

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Der NHL Draft 2019 findet vom 21. bis 23. Juni in der Rogers Arena von Vancouver statt. NHL.com/de bietet dazu eine umfassende Berichterstattung über die spannendsten Themen an. In dieser Ausgabe blicken wir auf die besten Draft-Jahrgänge der Vergangenheit.

In der Nacht von Freitag auf Samstag werden die Pforten geöffnet für die erste Runde des 67. NHL Drafts. Um 2:00 Uhr (MESZ) beginnt die mit Spannung erwartete erste Runde der Talentauswahl, bei der die weltweitbesten Eishockeyspieler der Jahrgänge 1999 bis 2001 (geboren bis 15. September) ausgewählt werden können. Jene Zeiten sind längst vorbei als noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Rechte an den erfolgversprechendsten Talenten ausgehandelt wurden. Seit 1980 findet der Draft nicht mehr hinter verschlossenen Türen statt und seit 1984 wird er sogar live im nordamerikanischen TV übertragen. Die Runden 2-7 werden am Samstag ab 19:00 Uhr (MESZ) abgehalten.

 

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Sportliche Leiter, General Manager und Trainer der 31 NHL-Teams werden ebenso vor Ort in der Metropole an der Pazifikküste sein wie im Ranking hochgehandelte Nachwuchsspieler mit ihren Familien und einer großen Schar von Medienvertretern. Tausende von Interessierten werden auf den Rängen des weiten Runds das auf einer riesigen Bühne stattfindende Geschehen live vor Ort verfolgen.

Im Hintergrund werden Gespräche über Spielerwechsel und dem Tausch von Draft Picks geführt werden. 

Es sieht ganz danach aus, dass GM Ray Shero von den New Jersey Devils als Erster verkünden wird, welcher Spieler an Nummer 1 gedraftet wird. Die Devils haben die Draft Lottery 2019 gewonnen und damit das erste Zugrecht. Als Kandidaten für den ersten Draft Pick 2019 werden Center Jack Hughes und Rechtsaußen Kaapo Kakko hoch gehandelt. Der US-Amerikaner steht im Ranking der nordamerikanischen Spieler des NHL Central Scouting auf Platz 1 und der finnische Stürmer ganz vorne auf der Liste der internationalen Spieler. 

 

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Für wen sich die Devils auch entscheiden werden, er hat das Potenzial bereits in der nachfolgenden Saison den Sprung in ihren Kader zu schaffen, so wie es dem Schweizer Nico Hischier als Nummer 1 Pick der Devils vor zwei Jahren gelang.

Der Draft 2019 ist aufgrund der Tiefe an hochbegabten Spielern ohnehin einer, der mittelfristig das Gesicht einer Franchise maßgeblich beeinflussen könnte. Die Devils sind wie die Carolina Hurricanes, Detroit Red Wings, Los Angeles Kings und Montreal Canadiens eine von fünf Mannschaften, die beim diesjährigen Draft zehn Mal zum Zuge kommen. Sogar dreimal darf der Klub aus Newark in der zweiten Runde auswählen (Nr. 34, 55, 61).

Die Vergangenheit hat uns aber auch gelehrt, dass sich die hohe Qualität eines ausgewählten Spielers, erst um einige Jahre verzögert erkennbar wird, so dass sich auch jemand der erst in den späteren Runden ausgewählt wird, da sein Leistungsvermögen nicht so hoch eingeschätzt wurde, durchaus Hoffnungen darauf machen darf, dass er im Laufe seiner Sportlerlaufbahn sein Können in der NHL beweisen darf.

Der Draft ist für die Protagonisten nur der erste Schritt zu einer NHL-Karriere, ob sie erfolgreich verlaufen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Von welchen, die sie beeinflussen können, wie Arbeitswille und Engagement sowie von welchen, die nicht in ihrer eigenen Hand liegen. Komme ich mit dem Spielsystem des Klubs zurecht? Werden von Beginn an zu hohe Anforderungen an mich gestellt? Wie hoch ist der Druck, der von außen auf mich zukommt?

Solche Fragen werden sich die Prospects in den kommenden zwei Tagen noch nicht stellen. Die Freude von einem NHL-Team ausgewählt worden zu sein, wird alle Bange und die sportliche Zukunft betreffende Fragen überwiegen, auch bei jenem Nachwuchscrack, der als letzter der siebten Runde, an insgesamt 217. Stelle von den St. Louis Blues gezogen werden wird.

Unabhängig von der nationalen Herkunft, unabhängig von der Position, ob Stürmer, Verteidiger oder Torwart, und unabhängig vom Alter, ob 17, 18, 19 oder 20 Jahre jung, ob mit bereits vorhandener Erfahrung im Profibereich, vor allem in einer europäischen Liga, oder nicht, gedraftet worden zu sein, ist für sie alle ein Ereignis, an das sie sich ihr Leben lang erinnern werden und das ihre sportliche Zukunft maßgeblich beeinflussen kann.

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