Nachdem die Ducks 2015/16 als Divisionserster der Pacific Division abgeschlossen hatten, erhoffte man sich in Orange County einen lange anhaltenden Eishockeyfrühling, doch bereits in der ersten Playoffrunde war nach sieben Spielen gegen die Nashville Predators für die Ducks der Traum vom Gewinn der begehrten Trophäe ausgeträumt. Bruce Boudreau musste seinen Posten als Chefcoach räumen und mit Randy Carlyle setzte das Management die Hoffnung in einen neuen Trainer, der sich aufgrund seines vorherigen Engagements als Übungsleiter von 2005 bis 2012 in der Organisation bestens auskennt.
Wer glaubte, dass aufgrund des Insiderwissens von Carlyle die Mannschaft kaum Anpassungsschwierigkeiten zum Saisonstart haben werde, sieht sich nun getäuscht. Die Ducks sind nach den ersten vier Saisonpartien mit einer Bilanz von 0-3-1 noch immer sieglos. Als einzige Mannschaft in der Western Conference erzielten sie im Schnitt weniger als zwei Tore pro Spiel. Auf Carlyle wartet also noch eine ganze Menge Arbeit.
Der 60-Jährige erfahrene NHL-Trainer sieht die Ursache für die Auftaktpleiten nicht nur in der schwachen Chancenverwertung der Offensivspieler, sondern ist der Meinung, dass Spiele über eine gut stehende Defensive gewonnen werden müssen. Es mangelt den Kaliforniern auch nicht an Puckbesitz - sie gewannen bei ihren bisherigen vier Auftritten 58,5 Prozent der Bullys und liegen damit ligaweit auf dem zweiten Platz hinter den in dieser Runde ebenfalls noch sieglosen Carolina Hurricanes - sondern es mangelt daran, was sie mit der Scheibe anfangen zu wissen. Viel zu oft wurde sie wieder leichtfertig an den Gegner abgegeben. Es gibt noch Probleme im Spielaufbau, woran auch wieder ersichtlich wird, dass auf diesem hohen Niveau selbst langjährige NHL-Profis eine gewisse Zeit brauchen bis sie, einhergehend mit einem Trainerwechsel, ein neues Spielsystem verinnerlicht haben.