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Verteidiger Hamilton: X-Factor der Carolina Hurricanes

Der Starverteidiger ist wieder fit und könnte in den Playoffs den Unterschied zugunsten der Hurricanes ausmachen.

von Christian Treptow @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

In der Stanley Cup Qualifikationsrunde greifen 24 Mannschaften ins Geschehen ein. NHL.com/de hat ihre Stärken analysiert und den X-Factor der einzelnen Teams herausgepickt. In dieser Ausgabe: Verteidiger Dougie Hamilton von den Carolina Hurricanes.

Eigentlich war die Saison für Dougie Hamilton schon vorbei. Am 16. Januar brach sich der Verteidiger gegen die Columbus Blue Jackets das linke Wadenbein. Bereits am Tag darauf wurde er operiert. Zumindest den Rest der regulären Saison hätte der 27 Jahre alte Kanadier damit verpasst. Die Verantwortlichen in Raleigh rechneten aber nicht mehr damit, ihn in dieser Saison noch einsetzen zu können. Doch dank der Corona-Zwangspause ist der Rechtsschütze, den die Boston Bruins im Draft 2011 in der ersten Runde an neunter Stelle gezogen haben, jetzt wieder fit und einsatzbereit für die Serie gegen die New York Rangers.  

Wie wertvoll Hamilton, der seine zweite Saison für die Hurricanes spielt, ist, zeigt die Statistik. In nur 47 Spielen hat der Defender schon 14-mal getroffen. Damit fehlten ihm nur vier Treffer, um seine Karrierebestmarke der vergangenen Saison zu egalisieren. Bei noch über 30 Spielen wäre ihm das wohl mit ziemlicher Sicherheit gelungen. Hinzukommt, dass er bei 26 Toren seiner Teamkollegen die Vorlage gab. Bei 40 Scorerpunkten war Hamilton auf dem besten Weg, auch hier seinen Karrierebestwert von 50 Punkten aus der Spielzeit 2016/17, damals noch im Trikot der Calgary Flames, zu übertreffen. 

Video: PHI@CAR: Hamilton tunnelt zum Sieg in Verlängerung

Zum Zeitpunkt seiner Verletzung war er mit diesen Werten viertbester Scorer unter den NHL-Verteidigern und Dritter in der teaminternen Scorerwertung der Hurricanes. Hätte er mit dieser Schlagzahl weitergemacht, wäre er sogar ein Kandidat für die Norris Trophy für den besten Verteidiger der NHL gewesen. Seine Plus/Minus-Bilanz von plus 30 ist noch immer gut für Rang drei in der NHL, gemeinsam übrigens mit Teamkollege und Allstar Jaccob Slavin. Mit diesem wird Hamilton wohl auch in den Playoffs ein Verteidigerpaar bilden. Mit durchschnittlich 23:24 Minuten pro Abend absolvierte Slavin die meiste Eiszeit bei den Carolina Hurricanes in dieser Spielzeit. Nur sieben Sekunden weniger pro Partie hat Hamilton zu Buche stehen. 

Die Verteidigung der Carolina Hurricanes genügte bis zur Unterbrechung mit nur 193 Gegentreffern schon gehobenen NHL-Ansprüchen. Mit Hamilton wird die Gruppe der Verteidiger, zu der auch noch Sami Vatanen, Jake Gardiner, Brady Skjei, Brad Pesce, Trevor van Riemsdyk, Haydn Fleury und Joel Edmundson gehören, noch besser, noch tiefer und noch schwerer auszurechnen sein für die Gegner.

Und mit Hamilton wird auch das Überzahlspiel um eine Variante reicher. Zwei Tore und zwölf Vorlagen stehen für den besten Verteidiger der Hurricanes bei nummerischer Überlegenheit bislang zu Buche. Und ein Mann für entscheidende Treffer ist der Kanadier auch noch: Dreimal gelang ihm in dieser Saison schon das siegbringende Tor für sein Team. Nur die beiden Top-Stürmer Sebastian Aho und Andrei Svechnikov haben mit fünf spielentscheidenden Treffern mehr erzielt als Hamilton, der mit Slavin und Martin Necas gemeinsam auf Platz drei in dieser internen Statistik steht. 

Und auch in den Stanley Cup Playoffs hat Hamilton schon gut gescort. In bislang 38 Spielen in der K.o.-Runde hat er 18 Punkte gesammelt (fünf Tore, 13 Assists). In der vergangenen Spielzeit gelangen ihm beim Playoff-Run der Hurricanes in das Eastern Conference Finale (0:4 gegen Boston Bruins) in 15 Partien drei Tore und vier Vorlagen. 

Video: CAR@BUF: Hamilton zieht ab und trifft zum Sieg

Hamiltons Rückkehr kann mehrere Dinge bewirken. Zum einen kann er helfen, der Offensive noch mehr Schwung zu verleihen. Er könnte aber weiterhin den beiden Goalies wieder mehr Sicherheit verleihen. Mit einem gesunden Hamilton vor sich kam James Reimer zum Beispiel auf eine Bilanz von 10-6-0 und eine Fangquote von 91,7 Prozent, beim Spiel Fünf gegen Fünf waren es sogar 92,7 Prozent. Nach der Verletzung lautete Reimers Bilanz 7-4-2 mit einer Fangquote von 90,8, respektive 90,7 Prozent. 

Ähnlich sah es bei Petr Mrazek aus. 17-12-2 war seine Bilanz mit Hamilton vor sich. Die Fangquote: 90,4 Prozent, 91,2 bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis. Ohne Hamilton kam er auf eine Bilanz von 4-4-0 mit einer Fangquote von 90,7, beziehungsweise 91 Prozent. 

Wenn alles glatt läuft, hat Trainer Rod Brind'Amour somit ein echtes Luxusproblem, wenn die Serie gegen die Rangers startet. Dann könnte er nämlich neun Verteidiger für sechs Plätze im Kader haben. Da sind Härtefälle fast schon garantiert. Auf seinen Star in der Defensive wird er aber aller Voraussicht nach nicht verzichten. Denn der ist nach Lage der Dinge sowohl vor dem eigenen als auch vor des Gegners Tor zu wertvoll für die Mannschaft und könnte dafür sorgen, dass die Hurricanes in dieser Spielzeit endlich mal gegen die Rangers gewinnen. Denn vor der Unterbrechung gab es in vier Duellen vier Pleiten mit einem Torverhältnis von 9:17. Mehr als drei Tore gelangen den Hurricanes dabei nicht. Mit Hamilton im Kader stehen die Chancen allerdings gut, dass diese negative Serie 

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