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Nashville verstärkt sich für nächste Saison

Die Nashville Predators holen Verteidiger Alexei Emelin, Flügelspieler Scott Hartnell und Center Nick Bonino

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die Nashville Predators haben die beste Saison ihrer Vereinsgeschichte hinter sich. Sie zogen als absoluter Außenseiter in die Playoffs ein, überraschten aber gleich in der ersten Runde mit dem Sweep gegen die hoch favorisierten Chicago Blackhawks. Sie setzten sich auch gegen die St. Louis Blues und die Anaheim Ducks durch und standen erstmals seit ihrer Gründung im Stanley Cup Finale. Sie unterlagen zwar am Ende den Pittsburgh Penguins, verdienten sich aber den Respekt der Eishockeywelt, ob von Fans Spielern, oder Trainern.

Diesen Erfolg wollen sie in der nächsten Saison wiederholen, oder gar übertreffen. Dafür machten sie nun, mit der Verpflichtung von drei Spielern, bereits große Schritte. Sie konnten am Wochenende Verteidiger Alexei Emelin, Center Nick Bonino und Außenstürmer Scott Hartnell in ihren Reihen Willkommen heißen. Damit verschaffen sie ihrem jungen und talentierten Team vor allem mehr Erfahrung, aber auch weitere physische Verstärkung. Mit 1,86 Meter Körpergröße, ist Bonino der kleinste der neuen Spieler.

Scott Hartnell, 35, löst Cody McLeod als ältester Spieler im Team ab. Er stand in der NHL bereits 1.187 Mal auf dem Eis und gilt als harter Arbeiter und stabiler Power Forward, der auch Punkten kann. Er wird vermutlich in der dritten, oder vierten Reihe landen, um der Mannschaft mehr Tiefe und Stabilität zu verleihen und den hinteren Reihen auch mehr Torgefährlichkeit zu geben. Er erzielte in drei der letzten vier Spielzeiten mindestens 20 Tore. Hartnell kehrt damit an seine alte Wirkungsstädte zurück. Er wurde 2000 von den Predators gedraftet und spielte sechs Saisons für sie. Außerdem trifft er auf ein vertrautes Gesicht, denn er zog unter Trainer Peter Laviolette 2010 mit den Philadelphia Flyers sein einziges Stanley Cup Finale.

Video: PIT@WSH, Gm1: Bonino trifft nach einem Konter

"Ich kann ihn sicherlich in unserem Powerplay und vor dem Tor sehen, wo er bei unseren Schützen von der blauen Linie bestimmt einen Unterschied machen kann", erklärte General Manager David Poile. Egal wie viel Eiszeit er letzte Saison in Columbus hatte, die Chancen stehen gut, dass es bei uns mehr wird."

"Nashville war auf meiner Wunschliste auf Platz eins", freute sich Hartnell. "Das war heute eine ziemlich einfache Entscheidung, als der Vertrag kam."

Emelin, 31, ist ein harter und aggressiver Verteidiger. Auch er trifft alte Freunde wieder, denn er spielte mit P.K. Subban und Yannick Weber für die Montreal Canadiens. Bei der starken Abwehr der Predators, wird er vermutlich in der dritten Abwehrformation auflaufen. Mit 380 regulären Saisonspielen (14 Tore, 72 Punkte) und 29 Playoffspielen (ein Tor, fünf Punkte), hat er ebenfalls mehr Erfahrung, als die meisten seiner neuen Mitspieler.

Bonino, 29, wird wohl die Aufgabe des Mittelstürmers der zweiten Reihe übernehmen. Er kommt von den Pittsburgh Penguins, wo er hinter Sidney Crosby und Evgeni Malkin nur in der dritten Reihe stand. Er stand zwar stets im Schatten der beiden Superstars, ist aber ein fähiger Stürmer, der letzte Saison 18 Tore und 37 Punkte in 80 Spielen erzielte. Mit mehr Eiszeit in der zweiten Reihe der Predators, ist eine deutliche Verbesserung dieser Zahlen möglich. Er bringt außerdem eine Erfahrung von 407 regulären Saisonspielen, 75 Playoffspielen und zwei Stanley Cup Siegen mit sich.

Ungeklärt ist allerdings weiterhin die Frage, wie es um die Zukunft des letztjährigen Kapitäns Nashvilles, Mike Fisher steht. Der Vertrag des 37-jährigen ist ausgelaufen, doch er lässt sich weiterhin Zeit bei der Entscheidung, wie es weitergehen soll. Er steht in Kontakt mit Poile, der sich bisher zuversichtlich zeigt, dass sich sein Team mit dem Veteranen einig wird. Sollte Fisher einen neuen Vertrag unterschreiben, wäre er eine Konkurrenz für Bonino um die Center Position.

Video: PIT@CBJ: Hartnell erzielt Hattrick gegen Pens

"Mit Ryan Johansen, Nick Bonino, Colton Sissons, Calle Jarnkrok und Mike Fisher, der über seine Zukunft noch nicht entschieden hat, haben wir denke ich zum ersten Mal seit langer Zeit ein wirklich starkes Zentrum", ist Poile überzeugt. "So gute Center hatten wir vielleicht noch nie... Das gibt uns in der Planung unserer Aufstellung eine Menge Flexibilität."

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