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Maple Leafs durch Verletzung von Tavares motiviert

Torontos Spieler nennen Ausfall des Kapitäns als Ansporn, Penguins bauen auf Tiefe im Zentrum, nächstes Kapitel in der Offensivschlacht von Florida

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Die Vegas Golden Knights sind bei ihrem Duell gegen die Minnesota Wild in deren Xcel Energy Center (8 p.m. ET; NHL.tv; So. 2 Uhr MESZ) eines von drei Teams, die beim Stand von 2:1 in ihrer Serie der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs eine mögliche Vorentscheidung herausspielen wollen. Die Tampa Bay Lightning können zu Hause in der Amalie Arena gegen die Florida Panthers ebenfalls auf 3:1 erhöhen (12:30 p.m. ET; NHL.tv, Puls24; 18:30 Uhr MESZ) und die Pittsburgh Penguins hoffen in Spiel 4 gegen die New York Islanders auswärts im Nassau Veterans Memorial Coliseum ebenfalls auf ihren dritten Sieg (3 p.m. ET; NHL.tv, Teleclub; 21 Uhr MESZ). Die Montreal Canadiens treten hingegen erst zum zweiten Mal gegen die Toronto Maple Leafs an und werden versuchen in der Scotiabank Arena in Toronto (7 p.m. ET; NHL.tv; So. 1 Uhr MESZ) den zweiten Sieg einzufahren.

Fünf Faktoren, die es bei den Spielen am Samstag zu beachten gilt:

Maple Leafs durch Tavares' Verletzung motiviert

Die Maple Leafs kündigten nach der Niederlage gegen die Canadiens in Spiel 1 an, dass sie insbesondere für ihren verletzten Kapitän John Tavares spielen wollen, um ihm durch lange Playoffs noch eine Rückkehr on dieser K.o.-Phase zu ermöglichen.

Tavares stürzte am Donnerstag nach einem Check von Verteidiger Ben Chiarot und wurde von Montreals Stürmer Corey Perry in vollem Lauf mit dem Knie im Gesicht getroffen. Der Kapitän musste nach mehrminütiger Behandlung vom Eis getragen und ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo die Ärzte eine Gehirnerschütterung bestätigten.

Am Freitag betonten mehrere Spieler der Maple Leafs, dass der Gedanke an Tavares ihnen als Motivation für einen Sieg in Spiel 2 dienen würde. Die Canadiens dürfen sich also auf ein engagiertes Auftreten Torontos einstellen.

 

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Erfahrene Center geben Penguins Tiefe

Drei Veteranen gehören wortwörtlich zu den zentralen Figuren der Penguins. Die Mittelstürmer Sidney Crosby (33 Jahre), Evgeny Malkin (34) und Jeff Carter (36) sorgen gegen die Islanders in den ersten drei Reihen Pittsburghs jederzeit für Torgefahr.

Crosby kommt aus drei Spielen bislang auf ein Tor. Seine Qualität als einer der besten Spieler aller Zeiten ist jedoch unbestritten. In der zweiten Reihe kehrte Evgeny Malkin in Spiel 3 zurück, nachdem er die ersten beiden Begegnungen verletzungsbedingt verpasst hatte und bereitete umgehend zwei Tore vor. Der Topscorer der Mannschaft ist mit vier Punkten (3 Tore, 1 Assist) Jeff Carter aus der dritten Reihe.

Die drei erstklassigen Center geben den Penguins viel Flexibilität und könnten ausschlaggebend für den Erfolg gegen die Islanders sein.

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Angriff ist die beste Verteidigung im Florida-Derby

Im Lokalderby der Lightning gegen die Panthers glänzte bisher vor allem die Offensive beider Teams. Tampa führt die Serie mit 13:11 Toren an, damit ist es die torreichste Serie der Playoffs.

Vier Spieler der Serie sind unter den acht besten Scorern der Postseason. Floridas Jonathan Huberdeau (1 Tor, 5 Assists) liegt gemeinsam mit Tampas Abwehrchef Victor Hedman (6 Assists) auf dem zweiten Platz der Punkteliste. Mit fünf Zählern folgen die Lightning-Stürmer Brayden Point (3 Tore, 2 Assists) und Nikita Kucherov (2 Tore, 3 Assists). Sollte es einer der beiden Mannschaften gelingen die gegnerische Offensive auszubremsen, könnte das entscheidenden Einfluss auf den weiteren Verlauf der Serie haben.

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Wild hoffen nach wie vor auf Heimstärke

Minnesota hofft auf den Ausgleich der Serie gegen Vegas. Die traditionelle Heimstärke der Wild soll den Favoriten dabei zum Verhängnis werden. Minnesota zählte in der regulären Saison mit einer Heimbilanz von 21-5-2 zu den acht Teams der NHL, die in der eigenen Arena mindestens 20 Siege einfahren konnten.

Die Zahlen in den Playoffs sprechen jedoch eine andere Sprache. In zwölf von 22 Spielen gingen die Gäste als Sieger vom Eis. Die Wild holten selbst in Spiel 1 einen Auswärtssieg in Vegas. In Spiel 3 startete Minnesota auf heimischem Eis stark mit einer 2:0-Führung, brach dann aber komplett ein und wurde in den letzten 40 Minuten mit 36:9 Torschüssen an die Wand gespielt. Können sie die Leistung, die sie am Donnerstag im ersten Drittel brachten, konstant über 60 Minuten halten, kann der Heimsieg gelingen.

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Disziplin und Special Teams

Besonders im Traditionsduell zwischen den Canadiens und den Maple Leafs könnten Strafen und Special Teams ein wichtiges Thema werden. Montreal verbrachte in Spiel 1 zehn Minuten im Powerplay, Toronto acht Minuten. Die Unterzahlformationen beider Mannschaften hielten sich jedoch schadlos. Paul Byron gelang für die Canadiens der Siegtreffer sogar in Unterzahl.

Doch auch in anderen Paarungen könnten Strafen und Special Teams an Bedeutung gewinnen. In Spiel 3 der Penguins gegen die Islanders gab es im dritten Drittel eine Phase, in der auf jeder Strafbank fünf Spieler saßen. Beide Teams erzielten ein Tor in Überzahl.

Die Lightning und Panthers führen die Statistik im Powerplay an. Tampa nutzte die Hälfte der Überzahlsituationen zu fünf Toren, Florida kommt mit drei Toren bei acht Chancen immerhin noch auf eine Quote von 37,5 Prozent.

Mit der zunehmenden Anzahl und Bedeutung der Spiele gegen immer den gleichen Gegner kochen die Emotionen häufig immer mehr hoch, was oft zu mehr Strafzeiten führt. Dadurch werden auch starke Special Teams im Laufe der Zeit immer wichtiger.

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