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Großes Interesse an Thomas Vanek

Canucks-Stürmer trifft gegen Dallas und könnte zur Trading-Deadline einen neuen Arbeitgeber bekommen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Dass Thomas Vanek mit allen Wassern gewaschen ist, stellte er am Sonntagabend in der American Airlines Arena gegen die Dallas Stars einmal mehr unter Beweis. Nachdem Henrik Sedin das Spielgerät aus dem eigenen Verteidigungsdrittel raffiniert quer über das Spielfeld zu seinem Bruder Daniel gelupft hatte, stahl sich Vanek in den Rücken der völlig verdutzten Stars-Abwehr. Daniel Sedin leitete die Scheibe schnell weiter zum Außenstürmer, der nicht lange fackelte.

Vanek tauchte völlig frei vor Stars-Keeper Ben Bishop auf und dass der Puck wild auf dem Eis zappelte, brachte den Österreicher nicht aus der Ruhe. Wie schon so oft in der laufenden Saison setzte er frech zum Schlagschuss an und knallte die flatternde Hartgummischeibe trocken zum zwischenzeitlichen 3:0 in die Maschen des Tores von Dallas.

Video: VAN@DAL: Vanek haut ihn vom Kreis aus rein

Es ist eine dieser Qualitäten, die Vanek zu einem der gefährlichsten Angreifern aus der zweiten Reihe der Liga machen. Zuverlässig wie eh und je sammelte der 34-jährige Routinier auch in der laufenden Spielzeit bei den Canucks fleißig Punkte. Mit 38 Zählern (16 Tore, 22 Assists) in bislang 56 Saisonspielen ist er teamintern hinter Shootingstar Brock Boeser (48 Punkte) der erfolgreichste Punktesammler.

Doch da die Canucks ihre Playoffhoffnungen längst begraben haben - der Abstand zur zweiten Wild Card der Western Conference, die zur Postseasonteilnahme berechtigt, beträgt 16 Punkte - und sein Arbeitspapier nur noch bis zum Ende der laufenden Spielzeit gültig ist, haben seine Leistungen unweigerlich Begehrlichkeiten bei anderen Teams geweckt.

 

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Am 26. Februar endet das Wechselfenster und für Vanek wäre es nicht das erste Mal, dass er kurzfristig ein hochambitioniertes Team beim Saisonendspurt unterstützen würde. Im Frühjahr 2015 sicherten sich die Montreal Canadiens seine Dienste und in der vergangenen Saison wechselte er zur Trading Deadline von den Detroit Red Wings zu den Florida Panthers.

Auch wenn Vanek in den vergangenen Wochen die verletzungsgeplagte Canucks-Offensive am Leben gehalten hatte, er ist sich bewusst, dass er am 26. Februar womöglich für ein anderes Team spielen wird. Zwar hat er Alles in Allem deutlich mehr geleistet, als sich Vancouver, das ihn im Herbst für zwei Millionen Dollar Jahressalär unter Vertrag nahm erträumt hatte, aber im US-Sport ist vieles möglich.

"Als ich den Vertrag unterschrieb wusste ich, dass er für ein Jahr gilt und dass es keine Wechselklauseln gibt", erzählte er gegenüber Sportsnet. "In der Realität ist es eben so, dass wenn du zur Deadline außerhalb der Playoffplätze bist, und sich Interessenten melden, dann wird Jim Benning [General Manager] das tun, was das Beste für seine Organisation ist. Von diesem Standpunkt aus kümmere ich mich nicht wirklich darum, denn es liegt nicht in meinen Händen."

Video: TBL@VAN: Vanek nutzt Bauerntrick im 3. Drittel

Für seine Organisation könnte Benning den einen oder anderen Draft-Pick gut gebrauchen. Schon im Vorjahr befand er sich in einer ähnlichen Position und zog es vor, altgediente Akteure wie Jannik Hansen und Alex Burrows für Perspektivspieler einzutauschen.

Doch welche Teams könnten in diesem Jahr an Vanek interessiert sein? Am Ende des Tages sind viele Mannschaften in der Verlosung. Die Calgary Flames könnten beispielsweise Ersatz für den abgewanderten Jaromir Jagr suchen und die Carolina Hurricanes stecken mitten im Kampf um die Stanley Cup-Playoffs.

Hurricanes Head Coach Bill Peters stellte erst kürzlich gegenüber der Presse klar, dass er seinen Kader aufbauen will und ihm hierfür diverse Picks zur Verfügung stehen. Ihr Fundus an hochtalentierten Perspektivspieler ist schier unerschöpflich, aber ein erfahrener Hase wie Vanek, der in der heißen Saisonphase die wichtigen Treffer landen kann, würde den Hurricanes gut zu Gesicht stehen.

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