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NHL.com/de diskutiert über das Informationsangebot

Wie hat sich die Lage rund um die NHL über die Jahre verändert? Unsere Autoren haben das im Writer's Room diskutiert.

von NHL.com/de @NHLde

Während der Saison 2019/20 wird das Team von NHL.com/de jeden Samstag in der Rubrik "Writer's Room" wichtige Themen der Liga diskutieren und analysieren. In dieser Ausgabe: Die stetig wachsende Verfügbarkeit von Informationen.

Im Laufe der Jahre hat sich das Informationsangebot rund um die NHL drastisch verändert. War es vor rund 30 Jahren noch ziemlich kompliziert überhaupt an Spielerichte und Bilder aus der NHL zu kommen, bleiben heutzutage faktisch keine Wünsche mehr offen. Nicht nur, dass es durch das Internet deutlich leichter geworden ist, sich weltweit über das Geschehen in der Liga zu informieren, auch die Darreichungsformen haben sich zuletzt stark verändert. 

Noch vor rund 20 Jahren gab es kaum bewegte Bilder zu den Spielen. NHL-Fans griffen in Europa vielfach auf das Internetradio zurück. Livespiele bildeten im TV die große Ausnahme. Seit wenigen Jahren ist es kein Problem mehr die Spiele im Fernsehen oder NHL.tv per Stream zu verfolgen. 

Die Entwicklung ist dabei längst noch nicht an ihrem Ende angekommen. Erst vor wenigen Tagen hat die NHL 'Gameflow' vorgestellt. Mit diesem neuen Hilfsmittel ist es auch schon während der Spiele möglich, tiefergehende Statistiken und Analysen ganz bequem zu erhalten. 
Unsere Redakteure diskutieren darüber, wie sich die Informationslage aus ihrer Sicht verändert hat: 

Robin Patzwaldt: Die Veränderungen in diesem Bereich sind ja wirklich sensationell. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als ich persönlich rund um die Jahrtausendwende mein Interesse an der NHL intensiviert habe. Damals entdeckte ich mehr oder weniger zufällig an einem Samstagabend zur Primetime einmal eine Live-Übertragung auf dem TV-Sender Premiere (heute Sky), bei der Kollege Michael Leopold ein Spiel der Pittsburgh Penguins auf Deutsch kommentierte. 

 

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Eine NHL-Begegnung bei uns in Mitteleuropa live im Fernsehen? Das war für mich damals ein unglaubliches Erlebnis, das mich sofort packte! Von diesem Tag an suchte ich gezielt die wenigen Live-Spiele im TV-Programm heraus, stand kurze Zeit später erstmals mitten in der Woche nachts auf, um mit dabei sein zu können. 

Natürlich gab es auch damals schon das Internet. So lernte ich dann nach und nach die späteren Kollegen Bernd und Stefan von Eishockey.com kennen, die seinerzeit bereits in deutscher Sprache tagtäglich über das Geschehen in der NHL berichtet haben. Irgendwann ging ich mit den Jungs auf Reisen nach Nordamerika. Ein weiterer Traum wurde war, erst recht als sich mein beruflicher Schwerpunkt als Journalist dahin entwickelte. Gefühlt war die Distanz zum Treiben in der Liga damals noch deutlich größer als heute.
Noch vor gut 15 Jahren hätte man sich gar nicht vorstellen können, irgendwann einmal jedes Ligaspiel der NHL in voller Länge anschauen zu können, so wie wir das heute alle zusammen längst gewohnt sind. Im gleichen Zeitraum veränderte sich auch das Anspruchsdenken von uns NHL-Anhängern eklatant. Wenn ich heute auf solche Angebote blicke, wie das kürzlich von der Liga vorgestellte Angebot 'Gameflow', dann bleiben den Fans weltweit inzwischen quasi keine Wünsche mehr offen.

Wahnsinn, wie sehr sich die Möglichkeiten möglichst nah an das Spielgeschehen heranzurücken in den vergangenen Jahren verbessert haben. Manchmal muss man sich das einfach noch einmal ganz bewusst vor Augen halten, damit man es wieder zu schätzen weiß. 
Christian Treptow: Was die NHL leistet, ist enorm: Wer will, kann das Spiel seiner Wahl wann immer und wo immer schauen. Vorausgesetzt die Internetverbindung lässt einen nicht im Stich. Dazu kommt ein unglaublicher Service, was Statistiken angeht. Vorbei sind die Zeiten, in denen in der Drittelpause einfach nur die Anzahl der Schüsse bekannt war. 

Mittlerweile gehört es schon zum Standard, dass live sekundengenau die Eiszeit ermittelt wird. Der technische Fortschritt mit zig Datenbanken, noch mehr Speicherplatz und immer ausgefeilteren Kameraeinstellungen ermöglicht es den Fans, das Spiel aus neuen Blickwinkeln zu erleben. Das ist grundsätzlich gut. Allerdings muss ich zugeben, dass mich diese Datenmenge regelmäßig erschlägt. Fangquote, Schussstatistik und Meilensteine reichen mir persönlich völlig. 

Zur journalistischen Analyse sind statistische Werte, die immer mehr ins Detail gehen, natürlich äußerst hilfreich. Als "einfacher Zuschauer" brauche ich aber niemanden, der mir erzählt, warum Mannschaft X gegen Team Y nicht gewinnen kann, weil Spieler A gegen Torwart B sowieso immer trifft, Verteidiger C Stürmer D ohnehin unter Kontrolle hat und auch noch gerade zum achten Mal im Jahr Vollmond ist. Die einzige wahre Statistik, auf die es für mich ankommt, ist das Ergebnis. Alles andere ist Beiwerk.

Stefan Herget: Ich kann in der Entwicklung noch etwas weiter zurückblicken als Robin, denn das erste Live-Spiel aus der NHL war beim Stanley Cup Finale 1995 zwischen den Detroit Red Wings und den New Jersey Devils, das der damalige Pay-TV-Sender DF1 ausstrahlte. Für mich unvergessen. 

Wie die vorherigen Beiträge schon beschrieben haben, wurde seitdem eine wahnsinnige Entwicklung durchschritten, die anfangs langsam losging, aber dann an Fahrt zunahm. 2001 wurde von Premiere das Stanley Cup Finale zwischen den Colorado Avalanche und den New Jersey Devils live mit dem deutschen Kommentator vor Ort Michael Leopold gezeigt. 

Auch beim All-Star Game 2004 in Minnesota war er zugegen und hat live von dort kommentiert. Das gibt es heute leider wohl aus Kostengründen nicht mehr, aber die Möglichkeit jedes Spiel über NHL.tv live sehen zu können, ist um einiges mehr wert.

Axel Jeroma: Ich kann Christian nur zustimmen. Was die NHL aufbietet, um die Fans mit bewegten Bildern und Informationen zu versorgen, ist wirklich phänomenal. Im Gamecenter kommen praktisch alle Mediennutzer auf ihre Kosten. Wer gerne einen Spielbericht liest, wird ebenso gut bedient wie jemand, der Videos von den Toren oder eine Zusammenfassung der wichtigsten Szenen bevorzugt. 
Statistikfreunde können sich auf den Teamlisten einen ersten Überblick über die Leistungsnachweise der Spieler verschaffen. Wem das nicht reicht, der hat die Möglichkeit, seinen Datenhunger auf zahlreichen weiteren Seiten des NHL-Webauftritts zu stillen. Das erlaubt auch dem ganz "normalen" Fan, tiefgreifende Analysen seines Lieblingsteams oder -spielers vorzunehmen.

Das neue Tool 'GameFlow', das sich in erster Linie an die Smartphone-Nutzer richtet, ist eine weitere spannende Innovation. Dadurch wird praktisch visualisiert, ob eine Begegnung ausgeglichen verläuft oder ob eine Mannschaft mehr Spielanteile und Chancen besitzt. Darüber hinaus kann man sich während der Pause durch ein vorangegangenes Drittel hindurchscrollen und Videos von ausgewählten Höhepunkten ansehen. Das alles besitzt meines Erachtens einen hohen Nutzwert. Ich freue mich, dass die NHL bei der Präsentation der Spiele immer wieder Maßstäbe setzt.

Alexander Gammel: Bei dem historischen Rückblick meiner Kollegen kann ich mit meinen zarten 29 Jahren nicht mithalten, doch selbst für mich ist die Entwicklung seit meinem Einstieg in den Eishockey-Fanatismus unfassbar. Schon allein die technischen Möglichkeiten und die Infrastruktur haben unfassbare Schritte gemacht. 

In meinem bayrischen Heimatdorf war das Internet zur Jahrtausendwende noch so schlecht ausgebaut, dass man teilweise minutenlang auf das Laden einer Website warten musste und sich jeden Klick genau überlegt hat. An Streaming war zu Hause nicht zu denken und auch in den Stadien hätten technische Möglichkeiten bei der Datenerhebung wie heute Science-Fiction-Charakter gehabt. 

Diese Entwicklungen in der Technologie nehmen alle großen Sportarten und Ligen ein Stück weit an, um den Zuschauern Daten zu liefern. Die NHL übernimmt hier als finanzstärkste, bekannteste und prestigeträchtigste Liga im Eishockey selbstverständlich eine Pionierrolle. 
Die Menge an Daten, die nicht nur erhoben, sondern schnell und leicht zugänglich an die Fans weitergegeben werden, ist unglaublich. 
Als zahlen- und statistikbegeisterter Mensch, der gerne Dinge logisch analysiert und enträtselt, bin ich großer Fan dieser Entwicklung. Natürlich zählt am Ende das Ergebnis und eine statistische Überlegenheit bedeutet nicht automatisch den Sieg. Das ist auch gut so, ansonsten wäre der Sport schließlich langweilig. 

Dennoch üben die Zahlen und Fakten für mich eine große Faszination aus, die das Erlebnis keinesfalls entzaubert, sondern meine Lust auf mehr sogar noch anfeuert. Hier könnten sich einige Ligen, darunter auch die DEL, eine Scheibe abschneiden.

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