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Underdogs mischen die Liga auf

Canucks, Coyotes, Hurricanes und Sabres überraschen mit sensationellem Saisonstart

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Auch wenn es manche Dinge lange nicht mehr zu sehen gab, ausgeschlossen sind sie dennoch nicht. So zum Beispiel der Umstand, dass die Vancouver Canucks als punktbeste Mannschaft der Pacific Division in den Monat November starten. Etwas, das die Fans des leitgeplagten Klubs seit der Saison 2005/06 nicht mehr erleben durften.

Dank ihres jüngsten 4:2-Erfolges gegen die Chicago Blackhawks am Mittwoch, zogen die Canucks an ihrer Konkurrenz vorbei und winken mit 16 Punkten aus 14 Spielen vom Sonnenplatz. Bei ihrer Vorstellung gegen die Blackhawks vor heimischem Publikum in der Rogers Arena wurde einmal mehr deutlich, dass der Umbruch bei der Mannschaft, die im Vorjahr kaum für positive Schlagzeilen sorgen konnte, voll im Gange ist und nicht mehr viel zur endgültigen Trendwende fehlt.

Mit Elias Petterson, Brock Boeser, Brendan Gaunce, Bo Horvat und Jake Virtanen stürmten gegen Chicago gleich fünf Erstrundendraftpicks der Canucks, wobei zwei von ihnen ins Schwarze trafen. Virtanen erzielte einen Doppelschlag und Gaunce setzte nach 49:23 gespielten Minuten zum Siegtreffer an. Altstars wie Loui Eriksson spielen offensichtlich nur noch eine Nebenrolle.

Video: CHI@VAN: Virtanen schießt sein zweites Tor

Doch die Canucks sind nicht das einzige ehemalige Sorgenkind, das früh in der Saison überraschende Erfolge aufweisen kann. Auch die Arizona Coyotes, die Carolina Hurricanes und die Buffalo Sabres haben bereits eine beachtliche Punkteausbeute eingefahren.

Dabei begann die Saison für Arizona zunächst denkbar schlecht. In der ersten Saison-Woche erlitten sie gleich drei Zu-Null-Niederlagen aus vier Partien. Pessimisten hatten die Coyotes schon zu diesem frühen Zeitpunkt abgeschrieben, wurden jedoch eines Besseren belehrt.

Mittlerweile hat Arizona schon sechs Erfolge mehr auf der Habenseite als in der Vorsaison. Zuletzt holten sie sich vier deutliche Siege in Folge. Das Torverhältnis von 20:4 während diesem Zeitraum spricht eine deutliche Sprache.

 

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"Ich habe den Jungs nie Panik angesehen. Die Torhüter spielten großartig und wir haben einfach nicht getroffen", analysierte Coyotes Headcoach Rick Tocchet die Entwicklung seines Teams. "Die Jungs haben sich nie aufgegeben. Sie haben hart trainiert und auf einmal kamen die Tore wieder. Wir haben aktuell einen wirklich guten Lauf. Den wollen wir so schnell nicht wieder gehen lassen."  

Am Mittwoch deklassierten die Coyotes in ihrer Gila River Arena die Ottawa Senators mit 5:1. Die Truppe aus dem Wüstenstaat tankte durch ihre unverhoffte Erfolgsserie gewaltig Selbstvertrauen.

"Wenn wir uns an unseren Gameplan halten und sich jeder so einbringt, wie er sollte, dann sind wir ein ziemlich gutes Team", freute sich Goalie Antti Raanta. "Jeder blockt Schüsse und räumt Rebounds ab. Für einen Torwart ist es einfach ein super Gefühl hinter dieser Mannschaft zu spielen."

Insgesamt muss sich die aktuelle Erfolgsserie für die Coyotes wie ein Traum anfühlen. Damit sind sie jedoch nicht die einzigen. Auch die Hurricanes schweben derzeit auf Wolke Sieben.

Seit dem Stanley-Cup-Gewinn im Jahr 2006 erreichten sie nur noch ein einziges Mal die Stanley Cup Playoffs (2009). Erfolge waren echte Mangelware, weshalb ihre aktuelle Platzierung in der Tabelle umso mehr überrascht. Hinter den Pittsburgh Penguins und den New York Islanders liegen sie auf dem dritten Rang in der Metropolitan Division. Dass sie sich am Mittwoch zuhause mit 3:2 gegen die Boston Bruins geschlagen geben mussten, trübt das Bild nur ein wenig. 

 

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"Es war zwar nicht das Ergebnis, das wir haben wollten, aber ich denke, dass wir ein gutes Spiel geliefert haben", erklärte Torhüter Scott Darling gelassen. "Sie sind einfach eine richtig gute Mannschaft." 
 
Als eine richtig gute Mannschaft präsentierten sich zum Saisonstart auch die Sabres. Von der Schießbude der Liga, die nur 25 Siege in der gesamten Saison 2017/18 einfahren konnte, mauserten sie sich zu einer konkurrenzfähigen Truppe. Seit dem 20. Oktober punkteten die Sabres zuletzt in fünf Spielen in Folge und dank ihren Offensivstars Jeff Skinner, Jack Eichel, Jason Pominville und Kyle Okposo mischt der Underdog die Eastern Conference gewaltig auf.

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