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USA muss sich auf Defensiv-Team einstellen

Nach bemerkenswertem Sieg gegen Russland im Viertelfinale haben die US-Amerikaner nun Schweden vor der Brust

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Im Viertelfinale der Juniorenweltmeisterschaft 2018 in Buffalo setzten sich die haushohen Favoriten USA und Kanada souverän durch. Nun stehen ihnen in der nächsten Runde zwei weitere dicke Brocken vor der Brust, die es zu bezwingen gilt, ehe der Finalshowdown steigen kann.

US-Team muss sich auf die beste Defensiv-Mannschaft einstellen

Wenn die US-Amerikaner für eines stehen, dann ist es schnelles, schnörkelloses Offensiveishockey. Im Viertelfinale hatten sie mit Russland eine der kniffligsten Aufgaben zu lösen. Doch dieser wurden die 'Stars and Stripes' mit ihrer gewohnten Spielweise Herr. Sie legten los wie die Feuerwehr und setzten das von Vladislav Sukhachyov gehütete Tor von Beginn an gehörig unter Druck. Die Srbornaja, die selbst für Angriffs-Eishockey par excellence steht, wurde mit ihren eigenen Waffen mit 4:2 geschlagen. 43 zu 29 Torschüsse zugunsten der USA geben deutlich wieder, wie engagiert die Angriffsreihen der US-Amerikaner zu Werke gingen.

"Was für eine Leistung von unseren Jungs gegen diesen hochqualitativen Gegner", freute sich Headcoach Bob Motzko. "Wir sahen alle Fassetten des Spiels. Von unseren Special Teams bis zum Torwartspiel. Wir werden diesen Abend genießen und ab Morgen unsere Aufmerksamkeit auf Schweden richten."

Mit geschwellter Brust sehen die jungen US-Boys nun dem Aufeinandertreffen mit der schwedischen Landesvertretung entgegen.

 

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"Das war ein richtiger Boost für unser Selbstvertrauen", erzählte US-Torhüter Joseph Woll. "Ich denke, es ist sehr wichtig, dass wir das Momentum auf unserer Seite haben. Jetzt müssen wir es auch nutzen."

Spätestens seit dem 4:3-Triumph im zweiten Vorrundenspiel gegen Kanada im New Era Field weiß die USA die Gunst der Stunde unter ihren Fittichen. Doch so selbstbewusst sie auch sind, die Partie gegen Schweden könnte einen Spielverlauf nehmen, der ihnen gar nicht schmecken wird. Anders als Russland agieren die einzig verbliebenen Skandinavier nach der Maxime: "Defense First".

In bislang fünf Turnierspielen kassierten die Tre Kronor lediglich neun Gegentore. Jedes Mal gingen sie als Sieger vom Eis. Die US-Amerikaner sind gut beraten, sich penibel auf das schwedische Team, dessen erste Sturmformation um Toptorschütze Lias Andersson (5 Tore) brandgefährlich ist, einzustellen. Am Donnerstag um 16:00 Uhr Ortszeit (22:00 Uhr MESZ) werden die USA und Schweden die Runde der letzten Vier einläuten.

Gegen Tschechien weht für Kanada ein anderer Wind

Wie erwartet, stolperte das Team Kanada am Dienstag nicht über die Schweizer Vertretung, sondern qualifizierte sich zum zwanzigsten Mal seit 1996 für das Halbfinale einer Juniorenweltmeisterschaft. "Zu groß, zu stark, zu schnell, zu talentiert… einfach zu gut." So fiel das Urteil von Schweizer Junioren-Nationaltrainer Christian Wohlwend über die Kanadier aus. Zu keiner Zeit des Spiels brachte die Schweiz den souveränen 8:2-Erfolg der Kanadier in Bedrängnis.

Im Halbfinale wartet nun das Team der Tschechischen Republik auf die Ahornblätter. Anders als die blutjungen Schweizer Juniors, die auf etliche Spieler der Jahrgänge 1999 zurückgreifen mussten, können die Osteuropäer eine fast schon gestandene Truppe aufbieten. Zahlreiche Akteure sammelten bereits Erfahrung in der tschechischen Extraliga. Kristian Reichel (3 Tore, 1 Assist), Sohn von Ex-NHL-Spieler Robert Reichel, führt zeitweise die erste Sturmlinie der Tschechen an. Sein Nebenmann Martin Necas debütierte am 17. Oktober für die Carolina Hurricanes in der NHL. Er sammelte bereits neun Turnierpunkte (3 Tore, 6 Assist) und strahlt die meiste Gefahr aus. Um 20:00 Uhr Ortszeit (02:00 Uhr MESZ) wird sich das KeyBank Center für die zweite Halbfinalpartie füllen.

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