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U20-WM: Schweiz gerettet, Deutschen steigen ab

von Stefan Herget / NHL.com

Mit dem zweiten 5-2 Erfolg in der Best-of-Three-Serie in der Abstiegsrelegation bei der IIHF U20 Weltmeisterschaft in Kanada haben die Schweizer Junioren sich den letzten Platz bei der nächsten Weltmeisterschaft 2016 in Helsinki gesichert und den deutschen Nachwuchs nach drei Jahren Erstklassigkeit zurück in die Division I befördert.

Bundestrainer Pat Cortina sagte nach dem Spiel: „Wir sind sehr frustriert. Das war heute die beste Turnierleistung meiner Mannschaft. Das Team hat genau so gespielt, wie wir das in jedem Spiel wollten. Jeder einzelne Spieler hat versucht, sich einzubringen, um die Wende noch zu schaffen. Leider haben uns ein paar individuelle Fehler den Sieg gekostet. Das hat die Schweiz genutzt. Insbesondere im letzten Drittel hatten wir die besseren Chancen. Der Unterschied war, dass der Gegner seine Möglichkeiten konsequenter genutzt hat.“

In der Tat war die Partie im Air Canada Centre zu Toronto vor 8.392 Zuschauern ausgeglichener als das erste Aufeinandertreffen am Freitag, das die Schweizer ebenfalls 5-2 für sich entschieden. Die Deutschen gingen nicht unverdient durch Parker Tuomie in der 14. Minute im Powerplay in Führung. Doch die Freude währte nicht lange, denn Jason Fuchs und Denis Malgin drehten den Spielstand innerhalb von 67 Sekunden in der 16. und 17. Minute. Wieder musste Deutschland einem Rückstand hinterher rennen.

Die Situation verschlechterte sich, als Pius Suter für die Eidgenossen in der 32. Minute auf 3-1 erhöhte. Erneut in Überzahl konnte zwar Andreas Eder noch vor der Drittelpause verkürzen, doch auch ein Aufbäumen nach der Rückkehr auf das Eis, war nicht vom Erfolg, sprich dem Ausgleich, gekrönt. Der Doppelschlag von wiederum Suter und Timo Meier innerhalb von 54 Sekunden in der 54. und 55. Minute brachte die Entscheidung.

Cortina nahm daraufhin sofort den Torhüter vom Eis. Ein weiterer Treffer wollte den Deutschen aber nicht mehr gelingen.

„Wir sind extrem enttäuscht“, sagte der deutsche Kapitän Dominik Kahun. „Das ist das schlechteste, was uns passieren konnte. Wir hatten eine super Truppe, jeder hat sich auf das Turnier gefreut. Und jetzt das. Aber wir sind auf dem Eis zu selten als Einheit aufgetreten. Heute war die Leistung unabhängig vom Ergebnis gut, wir haben gezeigt, zu was wir in der Lage gewesen wären. Aber das kommt zu spät. Hätten wir gegen die Slowaken im Gruppenspiel so agiert, wären wir jetzt nicht in dieser Situation.“

Zufrieden zeigte sich natürlich der Schweizer Trainer John Fust, auch angesichts der Tatsache, dass sie das jüngste Team im Teilnehmerfeld hatten, wovon sie in Zukunft profitieren sollten: „Dieses Jahr hatten wir fünf Spieler, die vergangenes Jahr dabei waren. Nächstes Jahr werden es wohl Elf sein. Das macht einen großen Unterschied. Es ist ein Reifungsprozess und der Umgang mit Situationen im Spiel und der physische Part. Wir sind jung und klein, aber nächstes Jahr werden wir auf der größeren Eisfläche zurück sein, was uns zu einer besseren Mannschaften machen sollte.“

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