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Toronto darf in Spiel 3 nicht überziehen

Die Maple Leafs dürfen, angefeuert von ihren Fans, nicht überpacen und sich dadurch zu viele Strafen einhandeln

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Dass es kein Schaulaufen werden würde, war den Toronto Maple Leafs vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit den Boston Bruins in der Eastern-Conference-Erstrundenserie der Stanley Cup Playoffs sicherlich bewusst gewesen. Dennoch machte sich der Eindruck breit, sie seien nicht richtig darauf vorbereitet gewesen, dass die Bruins die Auftaktniederlage im TD Garden nicht einfach auf sich sitzen lassen würden.

 

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Beim 4:1-Erfolg am Samstagabend zeigten die Bruins ihr zweites, das von ihnen gewohnte Gesicht, mit dem sie in der Saison 2018/19 nur neun von 41 Heimpartien in der regulären Spielzeit verloren hatten (29-9-3). Von der ersten Spielminute an waren sie körperlich präsent und versuchten Toronto den Nerv zu rauben. Das Konzept ging auf! In Spiel 2 setzten die Bruins 44 Hits, 13 mehr als in der ersten Partie. Die kanadischen Gäste wollten dagegenhalten, landeten aber in der Braunbären-Falle.

"Wir wussten, dass wir in Spiel 1 nicht so gespielt haben, wie es unsere Art ist. Wir wollten eine gute Antwort darauf geben. Wie macht man das? Man muss körperlich präsent sein, die Zweikämpfe um den Puck gewinnen, im ersten Drittel das Momentum an sich reißen und angreifen, wenn man die Chance dazu hat. Im Grunde genommen bedeutet das, es ihnen zu zeigen, wie wir spielen werden und es dann auszunutzen", verriet Bruins-Trainer Bruce Cassidy die Herangehensweise, mit der sie in diesen Schlagabtausch gegangen waren.

Video: TOR@BOS, Sp2: Heinen nutzt schnell den Puckgewinn

Nazem Kadri war einer von Torontos Spielern, der den von den Bruins hingeworfenen Fehdehandschuh aufnahm, jedoch beim folgenden Duell den Bogen überspann. Letztendlich ging der Schuss nach hinten los. Kadri musste bereits in den ersten zwei Dritteln zur Abkühlung zweimal auf der Strafbank Platz nehmen und kassierte knapp sechs Minuten vor Spielende beim Stande von 1:3 wegen eines Crosschecks fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe.

Torontos Coach Mike Babcock wollte kurz nach der Partie nicht direkt Stellung zur Aktion beziehen, für die sich am Sonntag Kadri vor dem Department of Player Safety der National Hockey League verantworten muss, und die eine Sperre nach sich ziehen könnte. "Darüber wird die Liga entscheiden. Ich habe es nicht gesehen, da von unserer Position aus die Bande davor war. Es war ein physisches Spiel. Die Schiedsrichter ließen offensichtlich viel laufen, aber am Ende kann man nicht zulassen, dass das eigene Tun, einem im Weg steht. Keiner mutmaßt, dass es einfach ist, in den Stanley Cup Playoffs zu spielen. Wir müssen nur ein anderes Level finden und uns reinhauen", gab Babcock die Marschroute für die nächste Begegnung mit dem Divisions-Rivalen heraus.

 

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Die Scotiabank Arena von Toronto wird am Montag die würdige Kulisse für das dritte Duell sein. Angefeuert vom Großteil der 19.500 Zuschauer wird Babcocks Truppe mit aller Macht versuchen, die nächste Leistungsstufe zu erreichen. Die frenetische Unterstützung der eigenen Fans, birgt aber auch die Gefahr, dass die Spieler der Leafs überziehen und sich unnötige Strafen einhandeln.

Damit sich die erhitzten Gemüter bei den Maple Leafs etwas abkühlen, gewährt Babcock der Mannschaft zunächst eine Pause. "Wir gehen nach Hause und haben einen freien Tag, dann werden wir uns neu gruppieren und es ihnen heimzahlen. Jedes Spiel in dieser Serie soll besser werden, es soll härter werden und selbstverständlich müssen wir stärker werden und antworten. Am Ende wird jenes Team den Erfolg mitnehmen, das es schafft, in die Verteidigung der anderen Mannschaft zu dringen", prophezeite Torontos Übungsleiter.

Es ist eine lange Serie, also egal in welcher Situation man sich befindet, man muss immer den richtigen Weg finden, in Schwung kommen und das bis zum Ende durchziehen. Wir wollen uns nicht von ihnen davon abbringen lassen, das umzusetzen, was wir gut können. Wir wissen, dass sie Druck machen und hart spielen werden, also müssen wir einfach nur unser Spiel durchziehen", gab Stürmer John Tavares, der in Spiel eins noch an zwei Treffern seiner Maple Leafs beteiligt gewesen war, die Marschroute vor.

Spiel 3 der Eastern Conference Erstrundenserie zwischen den Maple Leafs und den Bruins findet am Montag in der Scotiabank Arena von Toronto statt (7:00 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVAS, NESN).

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