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Tore schießen als Erbgut wäre super

Penguins Stürmer Tom Kühnhackl äußert sich zu verschiedenen Themen abseits des aktuellen Geschehens

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Während der Saison 2017/18 bringt NHL.com/de jeden Mittwoch ein Feature mit dem Titel "Breaking the Ice". Darin präsentieren wir jeweils einen Spieler, der in der Liga zuletzt von sich Reden gemacht hat - auf oder abseits des Eises.

In dieser Folge: Tom Kühnhackl (Pittsburgh Penguins)

Die Nummer 34 der Pittsburgh Penguins gehört seit zwei Jahren Tom Kuhnhackl. Im Januar 2016 wurde der am 21. Januar seinen 26. Geburtstag begehende Niederbayer aus dem Farmteam, wo er lange Zeit verbringen musste, in die NHL befördert und ist seitdem ein fester Bestandteil der Penguins, wenngleich er auch immer wieder einmal auf der Tribüne Platz nehmen musste.

Der Sohn der deutschen Eishockeylegende Erich Kühnhackl schaffte gleich in seinen ersten beiden Spielzeiten das, wonach sich viele eine ganze Karriere lang vergeblich sehnen: Den Gewinn des Stanley Cups. Nach Uwe Krupp (1996, 2002) und Dennis Seidenberg (2011) wurde er der dritte Deutsche und der erste deutsche Stürmer, der die Meisterschaft in der NHL feiern konnte und dann gleich doppelt hintereinander.

In der laufenden Saison kommt Kühnhackl bisher auf zwei Tore und vier Assists in 41 Spielen. Er ist also wieder fester Bestandteil der Mannschaft, nachdem er in der abgelaufenen Spielzeit, auch durch Verletzungen bedingt, häufiger von außen zuschauen musste. Dass das Tore schießen nicht zu seinen Stärken zählt, zeigt seine NHL-Karriere-Bilanz, die bei elf Toren und 26 Assists in 140 Spielen steht.

Hier hätte er gerne etwas von seinem Vater geerbt, wie er im folgenden Interview mit NHL.com/de zu Themen abseits des aktuellen Geschehens verrät. Doch nicht nur das, denn es gibt etwas, in dem Kuhnhackl besser ist als sein Mannschaftskapitän und Superstar Sidney Crosby. Doch lesen Sie selbst.

Welche Musik hörst Du und besuchst Du Konzerte?

"Wenn in Pittsburgh Konzerte stattfinden und ich Zeit habe, dann schaue ich die gerne mit meiner Freundin an. Die letzten paar Male war es eher Country Musik. Das war eigentlich bisher nicht so meine Richtung, aber je öfter ich sie höre, gefällt sie mir immer besser. Ansonsten habe ich keine bestimmte Musikrichtung, sondern höre so ziemlich alles, was im Radio läuft. Ich brauche auch keine Musik, um mich zu pushen oder zur Entspannung. In der Kabine läuft oft Musik, das ist für mich OK, aber ich bin keiner der mit einem Kopfhörer ins Stadion kommt."

Welches Training absolvierst Du lieber: Kraft, Ausdauer oder auf dem Eis?

"Keine Frage. Ganz klar auf dem Eis (lacht). Wenn du auf dem Eis bist und dich auspowerst, dann bekommst du von allem etwas ab. Von daher bevorzuge ich es, vor allem aber auch, weil es Spaß macht, auf den Schlittschuhen zu stehen, anstatt ein Fitnessgerät zu bearbeiten."

Wie viele Schläger verbrauchst Du pro Saison?

"Puh, das ist schwierig. Keine Ahnung, ich hab sie noch nie gezählt, doch ich verwende zu jedem Spiel einen neuen Schläger und meistens alle paar Trainingseinheiten auch einen neuen. Es kommen wohl so an die 150 Stück zusammen."

Du giltst in der Mannschaft als der Langsamste beim Umziehen nach dem Spiel. Woher kommt das?

"Nachdem ich nicht so viel Eiszeit habe, gehe ich in der Regel noch zum Ausdauer- oder Krafttraining und lasse mir dann aber auch beim Duschen und Anziehen Zeit, da in Pittsburgh einfach alle auf die selbe Autobahn müssen und dann staut es sich sowieso rund um die Halle. Wenn ich später rausfahre, dann ist der Verkehr schon weg."

Video: PIT@BUF: Kuhnhackl bezwingt Lehner beim Penalty

Gibt es etwas, in dem Du besser bist als Sidney Crosby?

"Nein … Ja doch, es gibt etwas (lacht), aber das kann ich doch nicht offiziell sagen (lacht) … also ich glaube nur, dass es daran liegt, dass er nicht oft Xbox spielt, von daher bin ich im Xbox spielen besser. Aber ansonsten ist es so, dass Sid in allem, was er anfasst und in die Hand nimmt ein Magier und nicht zu schlagen ist. Er kann einfach alles."

Gibst es Eigenschaften, die Du von Deinem Vater geerbt hast?

"Meine Größe (Anm. 1,88 Meter), die habe ich auf jeden Fall nicht von der Mama. Natürlich eigentlich alle Dingen, die mit dem Eishockey zu tun haben. Ohne ihn wäre ich sicher nicht zum Eishockey und dorthin, wo ich heute stehe, gekommen. Im anderen Fall säße ich wohl jetzt bei FC Bayern München auf der Bank und würde so in der 70. Minute immer eingewechselt werden, um den Vorsprung über die Zeit zu retten (lacht)."

Vielleicht noch eine Eigenschaft, die Du gerne von Deinem Vater hättest?

" … hmm, ja, wenn ich wüsste, wie man Tore schießt, wie mein Vater, das würde mir schon sehr gut helfen."

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