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Verletzungen bremsen Topteams nicht aus

Golden Knights, Avalanche und Wild kompensieren die Ausfälle ihrer Schweizer Leistungsträger hervorragend

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Während Colorado Avalanche Stürmer Sven Andrighetto Tag für Tag auf seine Rückkehr wartet, gewinnen seine Teamkollegen Spiel um Spiel. Seit über drei Wochen laboriert der Schweizer Angreifer in Diensten der Avalanche an einer Beinverletzung, die er sich beim 6:1-Erfolg gegen die New York Islanders am 31. Dezember zuzog, als er ungebremst in die Bande krachte.

Nach turbulenten Jahren bei der Montreal Canadiens Franchise nutzte Andrighetto seinen Wechsel im vergangenen Frühjahr zu der Avalanche um richtig durchzustarten. In bislang 37 Saisonspielen erzielte er 18 Punkte (6 Tore, 12 Assists).

Doch so schmerzlich Andrighettos Ausfall auch ist, die Lawine aus den Rocky Mountains bremst er nicht aus. Seit zehn Partien wurde Colorado nicht mehr bezwungen. Mit ihrem beeindruckenden 4:2-Erfolg am Montag im Air Canada Centre gegen die Toronto Maple Leafs stellten die Avalanche die zweitlängste Siegesserie ihrer Klubgeschichte auf und mit ihren jüngsten Seriensiegen lassen die Avalanche ihre seit Jahren leidgeplagten Fans in Erinnerung an glorreiche, alte Zeiten schwelgen.

Zwar wird Andrighetto auch am Dienstag gegen seinen Ex-Klub aus Montreal erneut aussetzen, doch wenn seinen Teamkollegen im Bell Centre ein Sieg gelingen sollte, könnte er seinen Einstand an einem ganz speziellen Tag feiern. Am Donnerstag gastiert Colorado bei den St. Louis Blues und sollte die Erfolgsserie bis dahin anhalten, würde der Franchiserekord fallen: Vom 10. Januar bis zum 7. Februar 1999 blieb ein legendäres Colorado-Team um Größen wie Peter Forsberg, Joe Sakic und Patrick Roy zwölf Spiele in Folge ungeschlagen.  

 

Wie die Avalanche kommen auch andere NHL-Teams ganz gut ohne ihre Schweizer Kräfte aus: Die Vegas Golden Knights legen zuletzt ohne Luca Sbisa eine formidable Spielzeit hin und die New Jersey Devils kletterten zwar mit Youngster Nico Hischier, aber ohne Mirco Müller aus dem Tabellenkeller auf den zweiten Rang in der Metropolitan Division.

Während Devils Verteidiger Müller nach einer Schlüsselbeinverletzung kurz vor seinem Comeback steht, hat Sbisa das Pech regelrecht gepachtet. Nach diversen Verletzungen am unteren Körperbereich demolierte er sich am 5. Januar beim 5:4-Sieg gegen die Chicago Blackhawks die Hand. Bis Ende Februar ist an einen Einsatz nicht zu denken.

Video: BUF@MIN: Niederreiter erzielt Hattrick bei Rückkehr

Auch scheinen die Minnesota Wild den Ausfall von Außenstürmer Nino Niederreiter glänzend zu kompensieren. Niederreiter, der schon zu Saisonbeginn sechs Spiele wegen einer Sprunggelenks-Verletzung verpasst hatte, kann kaum unbeschwert durch die Saison gehen. Zum Jahreswechsel setzte ihn eine Knöchelverletzung für einige Partien außer Gefecht und nachdem er frisch genesen am 4. Januar beim 6:2-Sieg gegen die Buffalo Sabres einen Hattrick schnürte, ließ die dritte Verletzungspause innerhalb weniger Monate nicht lange auf sich warten. Bereits zwei Tage später hatte Niederreiter gegen Colorado seinen bislang letzten Auftritt. Seitdem quält ihn eine Verletzung am unteren Körperbereich.

 

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Obwohl die Wild eine hervorragende Bilanz von acht Siegen aus den letzten zwölf Spielen vorweisen können, kann Headcoach Bruce Boudreau die Rückkehr seines viertbesten Torjägers kaum erwarten.

"Es ist ein schlimmer Rückschlag", erzählte er kürzlich der Presse, nachdem das für diese Woche geplante Comeback verschoben werden musste. "Wir werden die All-Star-Pause abwarten. Wir wollen, dass er erst zurückkommt, wenn er hundertprozentig fit ist." 

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