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Tobias Rieder wird zum Matchwinner

Der deutsche Stürmer der Arizona Coyotes beweist mit seinem Siegtreffer gegen Florida einmal mehr seinen Wert

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Er war letztendlich der vielumjubelte Held des Abends für seine Arizona Coyotes: Tobias Rieder. Der deutsche Eishockey-Nationalspieler hat in der NHL tatsächlich einen ungewöhnlich erfolgreichen Abend erlebt. Rieder erzielte beim 3:2-Sieg der Arizona Coyotes gegen die Florida Panthers das alles entscheidende Tor nach nur 48 Sekunden in der Verlängerung.

Der Deutsche hatte bereits am vergangenen Samstag, beim 5:3-Sieg gegen Tampa Bay Lightning, mit drei Scorerpunkten geglänzt und hat damit entscheidenden Anteil daran, dass die Coyotes als zweitschlechtestes Team der Liga nach nun zwei Siegen in Folge scheinbar leicht im Aufwind sind. Dementsprechend gab er sich auch nach dem Erfolg in Glendale am Abend optimistisch in Hinblick auf einen möglichen weiteren dritten Erfolg in Serie, was für die Coyotes einen neuen Saisonbestwert darstellen würde und den aktuellen Aufwärtstrend noch einmal bestätigen würde, bevor dann die Pause rund um das All Star Game 2017 in Los Angeles eine willkommene Möglichkeit zum Durchpusten liefern könnte.

"Es ist einfach so, wie es die Binsenweisheit schon sagt, es passieren einem grundsätzlich häufig schlicht viele gute Dinge, wenn man den Puck auf das Tor schießt. Das haben wir heute insgesamt ungewöhnlich häufig gemacht. Und letztendlich sind wir auch mit diesem weiteren Sieg dafür belohnt worden. Und natürlich macht es immer deutlich mehr Spaß, wenn man die Spiele am Ende auch gewinnt. Das war heute zum Glück der Fall", so Rieder nach dem Spiel gegenüber NHL.com.

Nach 45 Saisoneinsätzen steht Rieder damit aktuell auch schon wieder bei 10 Treffern und 10 Assists für den Tabellenvorletzten im Westen. In bisher 198 NHL-Spielen seiner Karriere bringt er es damit nun auf 36 Treffer und 41 Vorlagen.

Der im Jahre 1993 in Landshut geborene Rieder gab sein Profidebüt ursprünglich im Jahre 2009 bei den Landshut Cannibals in der 2. Bundesliga. Im NHL Entry Draft des Jahres 2011 wurde der junge Stürmer dann in der vierten Runde, an 114. Gesamtposition von den Edmonton Oilers ausgewählt. Ende März 2013 wurde Rieder von den Oilers in einem Tausch ligaintern gegen den Stürmer Kale Kessy zu den damaligen Phoenix Coyotes transferiert.

Video: FLA@ARI: Rieder erzielt OT-Siegtor gegen Luongo

Im November 2014 wurde der Nationalspieler dann zum ersten Mal auch in den Kader der NHL-Franchise berufen, kam kurzfristig direkt zu seinem Debüt und erzielte damals auch direkt einen spielentscheidenden Treffer in einer Begegnung gegen die Washington Capitals.

In seiner Premieren-Saison 2014-15 kam Rieder für die Arizona Coyotes seinerzeit bereits auf Anhieb auf 21 Scorerpunkte in 71 Spielen. Ferner verzeichnete er mit insgesamt 13 Toren damals die drittmeisten Treffer aller bisherigen Coyotes-Rookies erzielt und führte außerdem alle damaligen NHL-Neulinge auch mit drei Unterzahltoren in der Saison an.

Inzwischen ist er längst eine feste Größe für die Franchise aus der Wüste geworden, machte zuletzt auch im Sommer weltweit in der Eishockeyszene Schlagzeilen, als er sich über Wochen hinweg nicht mit der Coyotes-Organisation über einen neuen Vertrag einigen konnte, da er im Angebot der Franchise zunächst seinen deutlich gestiegenen Wert für das Team nicht entsprechend finanziell honoriert sah.

Erst nachdem er einen Großteil der Vorbereitung des Teams versäumt hatte, gelang es dann beiden Parteien sich doch noch erfolgreich auf eine Vertragsverlängerung in Phoenix zu einigen, dann auch zu deutlich angehobenen Bezügen für den Spieler. Und aktuell dankt es Rieder mit offenkundig guten Leistungen und entscheidenden Toren. So wie auch in der heutigen Nacht, als er der entscheidende Mann für die Coyotes war. Eine offenkundig gute Sache also, für beide Parteien.

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