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Die Tendenz bei Timo Meier zeigt nach oben

Der Schweizer lässt bei den San Jose Sharks eine aufsteigende Formkurve erkennen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Meiers Powerplaytreffer

BUF@SJS: Meier trifft hoch gegen Ullmark im PP

Timo Meier bekommt den Puck von Joe Thornton, überwindet Torhüter Linus Ullmark und sorgt so in Überzahl für den Ausgleich der Sharks

  • 01:00 •

Am Ende reichte es für die San Jose Sharks, trotz eines Treffers von Timo Meier, am Samstag nicht zu einem weiteren Erfolgserlebnis im heimischen SAP Center. Gegen die Buffalo Sabres setzte es eine 3:4-Niederlage. 

Die vergangenen Auftritte des Teams machen auch dank der wiedergefundenen Scoring-Qualitäten von Meier trotzdem Mut für die Zukunft. Nachdem das Team einen völligen Fehlstart in die Saison 2019/20 erwischte und vier Mal hintereinander als Verlierer vom Eis ging, läuft es in der Offensive derzeit deutlich besser.

Meier selbst verbuchte in den vergangenen vier Spielen drei Punkte. Am 10. Oktober bekam er für eine Vorlage den ersten Punkt der Runde gutgeschrieben. Drei Tage später folgte gegen die Calgary Flames der erste Treffer. Beide Spiele endeten siegreich (5:4 bzw. 3:1) und bedeuteten zugleich die ersten beiden Siege der Saison. Beim 5:2-Erfolg über die Carolina Hurricanes, dem dritten der Sharks in Serie, blieb Meier zuletzt ohne Torbeteiligung.

Gegen die Sabres zeichnete der Eidgenosse im ersten Spieldrittel für das zwischenzeitliche 1:1 in personeller Überzahl verantwortlich. Er profitierte dabei von der Vorarbeit durch Veteran Joe Thornton und Verteidiger Erik Karlsson. 

Letztendlich brachte das Tor dem Team in der Endabrechnung dieses Mal nichts. Es war dennoch ein weiteres positives Zeichen dafür, dass sich die Sharks wieder verstärkt auf Meier verlassen können, so wie sie es aus der Vorsaison gewohnt waren, als dem 23-Jährigen in 78 Hauptrundenspielen 33 Punkte (30 Tore, 36 Vorlagen) gelangen. Hinzu kamen in den Stanley Cup Playoffs in 20 K.o.-Runden-Spielen fünf Treffer und zehn Vorlagen. 

Nach acht Saisonspielen der neuen Saison steht Meier durch die persönlichen Erfolgserlebnisse der vergangenen vier Auftritte bei zwei Toren und einem Assist. 

Dieses Mal sorgte Zemgus Girgensons mit seinem Treffer zum 4:3 für Buffalo in der 13. Minute des Schlussdrittels dafür, dass die Hausherren im Spiel gegen die Sabres nichts Zählbares mitnehmen konnten. 

Nach den doppelten Punktgewinnen zuvor, reichten die Tore von Meier, Tomas Hertl und Marcus Sorensen diesmal nicht für etwas Zählbares. Auch Torhüter Martin Jones vermochte mit seinen 31 Paraden die knappe Heimniederlage nicht zu verhindern. 

 

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Sharks-Trainer Peter DeBoer lobte die gegnerischen Spieler im Anschluss, statt die eigenen Schützlinge zu kritisieren: "Man muss ihnen Anerkennung zollen. Sie haben ihren guten Saisonstart nicht geschenkt bekommen. Sie finden Mittel und Wege ihre Spiele am Ende zu gewinnen. Auf ihren Torwart konnten sich die Sabres in den entscheidenden Momenten verlassen, wenn das Momentum hätte kippen können."

Doch so ganz ohne Kritik an seinen eigenen Akteuren wollte der Coach dann doch nicht mit diesem Abend abschließen: "Beim Spielstand von 3:3 und noch sieben Minuten hätten wir Mittel und Wege finden müssen, das Spiel für uns zu entscheiden", sagte DeBoer. 
Torschütze Hertl stieß in das gleiche Horn: "Wir hätten aus unseren Chancen mehr Kapital schlagen müssen. Es wäre an uns gewesen, die Spielkontrolle zu übernehmen und zu behalten. Stattdessen haben wir die Sabres zurück ins Spiel gelassen."

Buffalo führte im Spiel sowohl mit 1:0, 2:1 als auch mit 3:2. Immer wieder kamen die Sharks zum Ausgleich. Nur auf den vierten Treffer der Gäste wusste die Mannschaft von Meier an diesem Abend keine Antwort mehr.

Video: CGY@SJS: Meier erzielt frühe Führung mit Abfälschung

"Es war eine gute Leistung der Mannschaft", befand Meier trotz der Enttäuschung. "Wir mussten einige Strafzeiten hinnehmen, die überflüssig waren. Das hat uns immer wieder aus dem Rhythmus gebracht. Diese Energie hat uns in den entscheidenden Momenten dann leider gefehlt."

Der Rückschlag sollte in Anbetracht der positiven Zeichen keine anhaltende Wirkung haben. Neben dem langsam zur Form vergangener Zeiten findenden Schweizer läuft es inzwischen auch bei Verteidigerveteran Karlsson deutlich besser. Er durfte sich in den zurückliegenden vier Spielen jeweils auf der Scorerliste eintragen, sammelte in dieser Phase fünf Punkte. Bei Meiers Treffer gegen die Sabres war er an der Vorarbeit beteiligt. 

Hertl baute seine persönliche Erfolgsserie auf sechs Zähler in drei Spielen aus (drei Tore, drei Assists). Brent Burns kommt auf sieben Punkte (zwei Treffer, fünf Vorlagen) aus den jüngsten fünf Begegnungen. 

Zudem gab gegen die Sabres Center Noah Gregor sein NHL-Debüt. Der 21-Jährige wurde im NHL Draft 2016 an Nummer 111 ausgewählt. Er brachte es bei seiner Ligapremiere in der Endabrechnung auf 7:31 Minuten Eiszeit. 

Die nächste Gelegenheit, die vielen positiven Aspekte wieder in Punkte umzuwandeln, bekommen Meier und seine Mitstreiter am Dienstag, wenn es abermals zu einem Duell mit Buffalo kommt (Mi. 1 Uhr MESZ; NHL.tv). Dann treffen sich beide Kontrahenten im KeyBank Center der Sabres.

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