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Team Europas Spieler in den Stanley Cup Playoffs

von Bernd Roesch / NHL.com

Anfang März verkündeten die Teammanager der acht Teams, die am World Cup of Hockey 2016 teilnehmen werden, ihre vorläufigen Kader. Auch für Team Europa wurden 16 NHL-Cracks ernannt, die an diesem hochklassigen Turnier die Farben des Kontinents vertreten sollen. Die Auserwählten gehen bei 13 verschiedenen NHL-Clubs ihrem Sport und Beruf nach. Jeweils zwei Spieler stellen die New York Islanders (G Jaroslav Halak, F Frans Nielsen), die Boston Bruins (D Zdeno Chara, D Dennis Seidenberg) und die Edmonton Oilers (D Andrej Sekera, F Leon Draisaitl) ab. Von den 13 Teams konnten sich neun für die Stanley Cup Playoffs 2016 qualifizieren, so dass zehn nominierte Spieler, die Chance hatten in der Preseason weiter auf sich aufmerksam zu machen.

Werfen wir einen Blick darauf, wie für diese Spieler die Playoffs bisher verlaufen sind.

Frederik Andersen (Dänemark), Anaheim Ducks, G

Die Serie zwischen den Ducks und den Nashville Predators steht 2-2 Unentschieden, nachdem die Kalifornier ihre ersten zwei Heimpartien jeweils mit 2-3 verloren hatten. Im Kasten der Ducks stand bei den Niederlagen der 22-jährige Schlussmann John Gibson, der nur über eine geringe NHL-Playofferfahrung verfügt.

Bei den Spielen in der Bridgestone Arena setzte Coach Bruce Boudreau von Beginn an auf seinen dänischen Torsteher. Eine Maßnahme, die sich auszahlen sollte. In Spiel 3, das die Ducks mit 3-0 gewinnen konnten, kam er umgehend zum zweiten Playoff-Shutout seiner Karriere. Auch heute Nacht in Spiel 4 war Andersen ein solider Rückhalt. Die Ducks gewannen mit 4-1 bei einem Torschussverhältnis von 31-25 zugunsten der Hausherren. Andersen weist aktuell eine Fangquote von herausragenden 98,3 Prozent aus.

Jaroslav Halak (Slowakei), New York Islanders, G

Der deutsche Torhüter Thomas Greiss war bei den ersten vier Auftritten der Islanders gegen die Florida Panthers die Nummer 1. In der sehr ausgeglichenen Serie wurde nur Spiel 2, die Panthers gewannen 3-1, mit mehr als einem Tor Unterschied entschieden. Jedes Team konnte einmal zuhause und einmal in der Fremde gewinnen. Aufgrund einer Leistenverletzung, an der er seit Anfang März laboriert, hatte Halak noch keine Gelegenheit sich in den Playoffs auszuzeichnen. Als Backup der Islanders fungierte Jean-Francois Berube.

Frans Nielsen (Dänemark), New York Islanders, F

Der erfahrene Center Frans Nielsen spielt eine gewichtige Rolle bei den Islanders. Er untermauerte diese mit einem Tor und einem Assist in Spiel 1 und einem weiteren Treffer im dritten Aufeinandertreffen. Wenn Nielsen den Abschluss fand, dann haben die Islanders auch gewonnen. Mit durchschnittlich 21:38 Minuten ist er der Islanders Stürmer mit der meisten Eiszeit in den Playoffs.

Marian Hossa (Slowakei), Chicago Blackhawks, F

Die Blackhawks und die St. Louis Blues liefern sich in der ersten Playoffrunde wahre Eishockeykrimis. Heute Nacht konnte der amtierende Stanley Cup Champion das vorzeitige Aus mit einem 4-3 Erfolg nach der zweiten Overtime verhindern. Der 37-jährige Hossa ist einer der erfahrensten Spieler der Blackhawks, mit denen er dreimal den Stanley Cup gewinnen konnte. Der slowakische Flügelstürmer hat in seiner NHL-Karriere bereits 199 Playoffpartien bestritten und es dabei auf 146 Scorerpunkte gebracht. Seinen 50. Playofftreffer markierte er in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zur 1-0 Führung und seinen 96 Assist zwei Tage zuvor in Spiel 4. Noch liegen die Blues in dieser Serie mit 3-2 vorne - Ausgang offen.

Roman Josi (Schweiz), Nashville Predators, D

Der Schweizer Blueliner ist neben Shea Weber der wichtigste Verteidiger der Predators. In den ersten zwei Partien gegen die Ducks war der 25-Jährige an drei Treffern seiner Mannschaft beteiligt gewesen und ist damit ihre punktbeste Defensivkraft. Josi weist nach vier Partien den besten +/-Wert aller Verteidiger der Predators aus. Mit durchschnittlich 27:35 Minuten Eiszeit steht er so lange auf dem Eis wie kein anderer Spieler der Predators. Nashville benötigt noch zwei Siege, um in die nächste Runde einzuziehen. Ihren nächsten Auftritt haben sie wieder im Honda Center von Anaheim, wo sich Josi zum Playoffauftakt besonders wohl gefühlt hat.

Anze Kopitar (Slowakei), Los Angeles Kings, F

Das innerkalifornische Erstrundenduell zwischen den San Jose Sharks und den Kings verläuft gar nicht im Sinne des zweifachen Stanley Cup Champions aus L.A. Die Mannschaft von Kopitar liegt mit 1-3 Siegen im Hintertreffen und muss nun drei Partien in Folge gewinnen, um in das Western Conference Halbfinale einzuziehen. Die vier hart umkämpften Aufeinandertreffen endeten jeweils mit einem Tor Unterschied denkbar knapp. Kopitar teilt sich mit drei Scorerpunkten den ersten Platz in der teaminternen Scorerwertung. Mit Ausnahme von Spiel 2 konnte er in jeder Partie für die Kings punkten. Sein bisher einziges Playofftor schoss er in Spiel 3 zum 1-1 Zwischenstand. Der Slowake ist der Stürmer mit der im Durchschnitt meisten Eiszeit (22:05) bei den Kings.

Mark Streit (Schweiz), Philadelphia Flyers, D

Die Flyers stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe in der ersten Runde der Eastern Conference, in der sie gegen die Washington Capitals, dem punktbesten Team der regulären Saison, antreten müssen. Prompt gingen die ersten drei Auftritte auch verloren. Die Flyers wären aber nicht die Flyers, wenn sie nicht kämpfen würden und so gelang es ihnen durch einen 2-1 Sieg vor heimischer Kulisse einen Sweep zu vermeiden. Dass die torgefährlichen Stürmer der Capitals im Zaum gehalten werden konnten, war auch das Verdienst von Mark Streit. Der erfahrene Schweizer stand in dieser Partie 20:59 Minuten, davon 1:31 Minuten bei Unterzahl, auf dem Eis und hielt seiner Truppe den Rücken frei.

Tomas Tatar (Slowakei), Detroit Red Wings, F

Für Tomas Tatar und seine Detroit Red Wings sind die Playoffs bereits beendet. Als erste Mannschaft schieden sie in den Stanley Cup Playoffs 2016 aus. Mit 1-4 Siegen unterlagen sie den Tampa Bay Lightning. An dem 25-jährigen Linksaußen sollte es nicht gelegen haben. Der Slowake konnte in den ersten drei Partien dieser Serie jeweils einen Treffer vorbereiten. Er war damit an 37,5 Prozent der acht Treffer seiner Red Wings, die auch aufgrund ihrer mangelhaften Chancenverwertung im Powerplay (4,0 Prozent) so früh die Segel streichen mussten, beteiligt und Tatar führt mit seinen drei Punkten die teaminterne Scorerwertung an.

Thomas Vanek (Österreich), Minnesota Wild, F

Bevor Thomas Vanek, der an einer Verletzung im Oberkörperbereich laboriert, in das Playoffgeschehen eingreifen kann, könnte es auch schon vorüber sein. Seine Wild liegen in der Erstrundenserie der Western Conference gegen die Dallas Stars mit 1-3 Siegen hinten. Spiel 5 findet heute Nacht wiederum in der texanischen Metropole statt. Gerne würden die Wild auf die Dienste ihres Torjägers, der am Mittwoch bereits wieder mittrainiert hat, zurückgreifen - doch nur wenn er 100 Prozent fit ist, ergäbe es einen Sinn.

Mats Zuccarello (Norwegen), New York Rangers, F

22 Jahre nach dem letzten Titelgewinn der New York Rangers ist der Wunsch im Big Apple groß wieder einmal den Stanley Cup in Empfang nehmen zu dürfen, doch dieser Wunsch könnte bald aufs nächste Jahr verschoben werden müssen. Die Pittsburgh Penguins sind der erwartet schwere Gegner für Zuccarello und seine Blueshirts. Nach vier Spielen steht die Serie 3-1 für die Mannschaft aus Pennsylvania. In den letzten zwei Partien lief für die Rangers im Spiel nach vorne wenig. Der 28-jährige Rechtsaußen konnte in Spiel 1 und Spiel 2 ein Tor und einen Assist erzielen. Der Norweger bekam bisher mit 18:06 Minuten die meiste Eiszeit aller Offensivkräfte der Rangers.

In den Playoffs nicht vertreten:

Mikkel Boedker (Dänemark), Colorado Avalanche, F; Zdeno Chara (Slowakei), Boston Bruins, D; Leon Draisaitl (Deutschland), Edmonton Oilers, F; Jannik Hansen (Dänemark), Vancouver Canucks, F; Dennis Seidenberg (Deutschland), Boston Bruins, D; Andrej Sekera (Slowakei), Edmonton Oilers, D

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