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Toronto sorgt mit John Tavares für mehr Torgefahr

Die Maple Leafs verstärkten diesen Sommer die drittbeste Offensive in der Liga

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Nachdem die Washington Capitals zum Stanley Cup Champion 2017/18 gekrönt wurden, der NHL Draft 2018 und die geschäftige Phase der Free Agency hinter uns liegen, wird NHL.com/de alle 31 Teams zu diesem Zeitpunkt der Offseason bewerten. Von den wichtigsten Ergänzungen bis hin zu den neuen Perspektivspielern und vielem mehr, werden wir den Zustand jeder Organisation analysieren.

Heute: Toronto Maple Leafs.

Die Toronto Maple Leafs können mit der Entwicklung der letzten beiden Jahre durchaus zufrieden sein. Während sie sich zwischen der Saison 2004/05 und der Saison 2015/16 nur einmal für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren konnten, gelang ihnen das zuletzt zweimal in Folge. Nach dem Wildcard-Platz 2017, belegten sie mit 105 Punkten (49-26-7) in der vergangenen Saison hinter den Tampa Bay Lightning und den Boston Bruins den dritten Rang in der Atlantic Division. In den Playoffs scheiterten die Maple Leafs zwar knapp in sieben Spielen an den Bruins, der positive Trend war aber unübersehbar.

Vor allem in der Offensive konnten die Maple Leafs durch ihre jungen Kräfte überzeugen. Mitchel Marner (22 Tore, 47 Assists), Auston Matthews (34 Tore, 29 Assists) und William Nylander (20 Tore, 41 Assists) führten den Angriff der Maple Leafs zu 270 Toren. Nur die Lightning (290 Tore) und die Winnipeg Jets (273 Tore) trafen öfters.

Video: DET@TOR: Matthews trifft nach einem tollen Move

Im Sommer gab es einige Veränderungen in der Offensivabteilung der Maple Leafs..

Mit James van Riemsdyk wechselte der fünftbeste Scorer des Teams zu den Philadelphia Flyers. Der 29-jährige US-Amerikaner traf vergangene Saison 36 Mal selbst und bereitete weitere 18 Tore vor. Am ersten Juli unterschrieb er als Unrestricted Free Agent bei den Flyers.

Mit Tyler Bozak, Tomas Plekanec und Dominic Moore ließen die Maple Leafs noch drei weitere Stürmer ziehen.

Bozak sorgte mit elf Toren und 32 Assists als Spielmacher für mehr Tiefe in der Offensive und war über neun Saisons mit 365 Punkten (136 Tore, 229 Assists) in 594 Spielen stets ein stabiler Faktor. Er stürmt in Zukunft für die St. Louis Blues.

 

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Der tschechische Veteran Plekanec geht nach 17 Spielen, in denen er zwei Assists lieferte, wieder zurück zu den Montreal Canadiens, bei denen er zuvor seine gesamte Karriere, von 2003/04 an, verbracht hatte.

Moore gelang es nicht sich in 50 Spielen (sechs Tore, sechs Assists) bei der harten Konkurrenz auf der Position des Centers in Toronto durchsetzen und bekam keinen neuen Vertrag.

Die Maple Leafs haben in der Offensive aber auch starke Neuzugänge zu verzeichnen. Die wohl größte Verpflichtung des Sommers war John Tavares. Der Kapitän der New York Islanders wurde von mehreren Teams umworben, entschied sich aber in die größte Stadt Kanadas zu ziehen. Der Ausnahmestürmer lieferte mit 84 Punkten (37 Tore, 47 Assists) bei den Islanders eine überragende Saison ab und dürfte in Zukunft als Center der ersten Reihe für die Maple Leafs auf Torjagd gehen.

Mit Tyler Ennis und Josh Jooris bringen die Maple Leafs weitere Erfahrung in ihren Angriff. Ennis wechselte von den Minnesota Wild nach Toronto. Er stand in 492 NHL-Spielen auf dem Eis, wobei er 258 Punkte (105 Tore, 153 Assists) erzielte. Jooris kam in 213 Partien auf 55 Punkte (23 Tore, 32 Assists).

Mit Par Lindholm holten die Maple Leafs einen vielversprechenden Center aus Schweden. Der ungedraftete Stürmer erzielte vergangene Saison 47 Punkte (18 Tore, 29 Assists) für Skelleftea AIK in der schwedischen Liga. Er wird als heißer Kandidat für die Position des Mittelstürmers in der vierten Reihe gehandelt.

Um ihren Angriff brauchen sich die Maple Leafs keine Sorgen machen, jedoch versäumten sie es ihre Defensive zu verstärken, die in der abgelaufenen Saison nicht immer stabil wirkte. Mit 230 Gegentoren landete die Verteidigung nur auf Rang zwölf der Liga. Die bisher einzige Veränderung in der Abwehr ist Roman Polak, der am ersten Juli bei den Dallas Stars unterschrieb. Der Verteidiger begann die vergangene Saison erst verspätet, da er noch eine Verletzung aus den vorherigen Playoffs auskurieren musste. In 54 Spielen sorgte er für zwei Tore und 10 Assists. Mit fast 15 Millionen US-Dollar Platz im Salary Cap verfügen die Maple Leafs noch über die Option sich zu verstärken.

 

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Bei der starken Offensive ist es kein Wunder, dass sich die Maple Leafs im NHL Draft 2018 auf die Abwehr konzentrierten. Die Maple Leafs nutzten vier ihrer neun Picks, um sich die Rechte an Verteidigern zu sichern, darunter auch ihre Picks der ersten beiden Runden.

In Runde eins (Nr. 29) wählten sie den Schweden Rasmus Sandin. Sandin erzielte vergangene Saison 45 Punkte (zwölf Tore, 33 Assists) in 51 Partien für Sault Ste. Marie in der Ontario Hockey League. Er wird kommende Saison vermutlich noch nicht in der NHL antreten, könnte in ein bis zwei Jahren aber eine echte Verstärkung für die Maple Leafs sein.

Auch beim Zug in der zweiten Runde, lag der Fokus der Leafs auf der Abwehr. Mit Sean Durzi entschieden sie sich für einen talentierten Offensivverteidiger, der in der OHL auf 49 Punkte (15 Tore, 34 Assists) in 40 Spielen für Owen Sound Garden kam. Auch er dürfte wohl weiter in den Minor Leagues bleiben, hat aber das Potenzial und die Arbeitseifer, der ihn dazu prädestiniert, bald um einen Platz im Kader zu kämpfen.

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