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Colorados junges Team bekommt mehr Erfahrung

Die Avalanche sichern sich mit Ian Cole einen Führungsspieler, der dem Kader mehr Tiefe verleiht

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Nachdem die Washington Capitals zum Stanley Cup Champion 2017/18 gekrönt wurden, der NHL Draft 2018 und die geschäftige Phase der Free Agency hinter uns liegen, wird NHL.com/de alle 31 Teams zu diesem Zeitpunkt der Offseason bewerten. Von den wichtigsten Ergänzungen bis hin zu den neuen Perspektivspielern und vielem mehr, werden wir den Zustand jeder Organisation analysieren.

Heute: Colorado Avalanche

Für die Colorado Avalanche verlief die reguläre Saison durchschnittlich. Zwar konnten die Playoffs mit 95 Punkten erreicht werden, doch war der Einzug in die Schlussrunde mit nur einem Zähler Vorsprung auf die St. Louis Blues denkbar knapp. Das neben den Columbus Blue Jackets jüngste Team der vergangenen Saison (Durchschnittsalter: 25,0 Jahre) stellte die zehntbeste Offensive und rangierte bei der Defensive auf dem 14. Platz.

Die Stärke in den Special Teams während der regulären Saison (Überzahl: 21,9% Unterzahl: 83,3%) konnte die Avalanche in den Playoffs nicht vor einem Aus in der ersten Runde retten. Die erfahrenen Nashville Predators waren ein zu großer Prüfstein für die talentierten Avs. Besonders die Torhüterleistung gab den Verantwortlichen in Denver zu denken, denn Jonathan Bernier konnte mit einer Fangquote von 88,3% und 3,87 Gegentoren im Schnitt in den Playoffs nicht überzeugen.

General Manager Joe Sakic handelte entsprechend und tauschte den Zweitrundenpick 2018 gegen Philipp Grubauer und Brooks Orpik. Während der deutsche Schlussmann den Avs auf der Torhüterposition weiterhelfen soll, war die Verpflichtung von Orpik ein Zugeständnis an die Washington Capitals. Orpiks Vertrag wurde per Buy-Out aufgelöst, ein Vorgehen, das sich Colorado aufgrund des großen Freiraums unter dem NHL Cap Space leisten konnte. Laut capfriendly.com dürfte der Cap Space der Avs bei 14.681.905 Dollar liegen und bietet ausreichend Platz für die Zukunft.

 

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Mit den beiden Youngsters Nathan MacKinnon und Mikko Rantanen verfügen die Avalanche in vorderster Front über ausreichend Feuerpower. MacKinnon war mit 39 Toren und 58 Assists fünftbester Scorer der NHL und Rantanen folgte auf Rang 17 mit 29 Treffern und 55 Zuspielen. Komplettiert wird die Offensivreihe durch Avs Captain Gabriel Landeskog, der mit 25 Jahren der älteste der Top-Reihe ist. Hinter der ersten Sturmformation wurde die Punkteausbeute in der vergangenen Saison jedoch deutlich geringer. Der Abgang von Blake Comeau reißt ein weiteres Loch in das wichtige Secondary Scoring.

Die so entstandene Lücke sollen Matt Nieto und Matt Calvert füllen. Während Nieto durch eine Vertragsverlängerung in der Mile High City bleibt, kommt Calvert von den Columbus Blue Jackets neu nach Denver. Mit 24 Jahren (Nieto) und 28 Jahren (Calvert) sind beide Flügelstürmer noch nicht am Leistungszenit angekommen. Sakic erwartet von Nieto viel Energie: "Matt bringt Geschwindigkeit und Tiefe im Sturm in unseren Kader. Er liefert dem Team viel Energie und war letzte Saison ein wichtiger Teil unseres Penalty Killing. Wir sind froh ihn für zwei Jahre zurückzuhaben."

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Neben Calvert verpflichteten die Avalanche auch Ian Cole vom Free Agent Markt. Der 29-jährige Verteidiger kommt mit der Erfahrung von zwei Stanley Cup Siegen, 405 Saisonspielen und 62 Playoff-Partien. Calvert und Cole sollen der jungen Truppe ihre Erfahrung mitgeben und eine Führungsrolle einnehmen. Zusätzlich erwartet sich Sakic mehr Kadertiefe durch die beiden: "Wir haben das Gefühl, dass die beiden Führungsstärke mitbringen und uns Tiefe verleihen. Die Art und Weise, wie sie spielen, was Ian leistet und was Matt offensiv beiträgt, das ist der Weg, den wir gehen wollen, die Art, wie wir spielen wollen. Wir denken, dass wir von ihnen die nächsten drei Jahre tolles Eishockey sehen werden."

An der blauen Line ist Colorado gut aufgestellt. Tyson Barrie und vermutlich auch Samuel Girard werden für Punkte sorgen. Erik Johnson und Nikita Zadorov sind als Zwei-Wege-Verteidiger mit großen Körpern und harten Schüssen gesegnet und mit Cole fügten die Avs ihrem Kader einen Führungsspieler hinzu, der die Defensive erheblich stabilisieren wird.

 

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Von der voraussichtlich stärkeren Verteidigung werden auch die beiden Goalies profitieren. Sakic sieht sowohl in Grubauer, als auch in Semyon Varlamov das Potential Starter zu sein: "Wir glauben, dass wir mit ihm (Grubauer) und Varly (Varlamov) zwei Nummer-Eins-Torhüter haben und dass das Torwartspiel eine unserer Stärken sein wird."

Die in der vergangenen Saison gewonnen Erfahrung des jungen Teams, die Verstärkung auf der Goalie-Position und die zusätzliche Tiefe in der Verteidigung sowie kaum Qualitätsverlust im Angriff machen den Fans der Avs Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison. Und dank ausreichend Cap Space wären weitere Verstärkungen theoretisch möglich.

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