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Tampas Rekord ein Garant für Playoff-Erfolge?

Die Lightning haben ihre Bestmarke aus der Stanley-Cup-Final-Saison 2014/15 gebrochen

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Vor etwas mehr als zwei Wochen mussten die Tampa Bay Lightning gegen die New York Islanders eine von ihren zwei Saison-Heimniederlagen nach regulärer Spielzeit einstecken, als ihnen die Islanders durch ein furioses Auftreten über mehr als zwei Drittel den Schneid abkauften und trotz eines Schlussspurts der Lightning am Ende mit 5:3 Toren siegreich das Eis der Amalie Arena verlassen konnten.

Tampa Bay erhielt am Dienstag die Chance zur Revanche und nutzte sie mit einem deutlichen 6:2-Erfolg gegen das Team aus Brooklyn. Nicht nur das vorab Geschilderte machte aus dem Erfolg einen besonderen. Zusätzlich erreichten die Lightning bereits im 27. Saisonspiel die 40-Punkte-Marke und damit so früh, wie noch nie in ihrer 25-jährigen Franchisegeschichte.

 

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19 Siege, sechs Niederlagen nach 60 Minuten und zwei weitere in der Zusatzschicht stehen für die Männer aus dem Westen des Bundestaates Florida zu Buche. Sie sind die erste Mannschaft in der NHL, die in diesem Jahr vorne an der zweistelligen Punktezahl eine 4 stehen hat.

Die bisherige Bestmarke der Lightning lag bei 30 Spielen aus der Saison 2014/15. Fans des blau-weißen Teams und Kenner der NHL werden sich sofort daran erinnern, dass Tampas Eishockeycracks in der besagten Spielzeit erstmals, seit dem Gewinn des Stanley Cups im Jahre 2004, wieder in das Stanley Cup Finale einziehen konnten, dort allerdings den Chicago Blackhawks in sechs Spielen unterlagen.

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Ist demnach diese Benchmark ein Indikator für kommende Playoff-Erfolge oder nur eine nette Statistik, über die sich ein Journalist auf NHL.com/de für interessierte Leser etwas auslassen kann? 

Ein Garant für einen positiven Lauf in den Stanley Cup Playoffs ist die Marke sicher nicht. Wer etwas anderes behauptet, wäre ein Fantast oder könnte in die Zukunft sehen. Wir schreiben Anfang Dezember und bis zum Beginn der Playoffs, in etwas mehr als vier Monaten, werden noch viele Partien absolviert, steigt noch öfters das Selbstvertrauen von Spielern und Mannschaften oder nimmt ab, passieren Verletzungen und es wird die Frage über Sieg und Niederlage häufig auch eine Frage des Willens und der Kondition sein.

Als Beleg können wir bei den Montreal Canadiens nachfragen, die im Dezember des vergangenen und vorletzten Jahres als erstes Team der NHL nach 26 Spielen (2015/16) bzw. 28 Spielen (2016/17) die 40 Punkte erreichten und in den folgenden Stanley Cup Playoffs 2016, nach einem Totaleinbruch im weiteren Saisonverlauf, überhaupt nicht vertreten waren. 2017 scheiterten sie in der ersten Runde an den New York Rangers.

Beispiele dieser Art gibt es genügend.

Auf der anderen Seite sind Mannschaften, die frühzeitig ihre Punkte gesammelt haben, teilweise im Vorteil. Die letzten Stanley Cup Sieger, die in weniger als 30 Spielen die 40 Punkte perfekt machten, waren die Pittsburgh Penguins im vergangenen Jahr und die Blackhawks vor ihrem Triumph über die Lightning in der Saison 2014/15.

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Jede Sichtweise lässt sich mit Zahlen belegen, doch nur die Zukunft kann die Wahrheit an das Tageslicht bringen. Tampa Bay ist in der derzeitigen Verfassung gut aufgestellt und verfügt eine außerordentliche Tiefe im Kader, was der Sieg gegen die Islanders belegte. Von ihren sechs Toren wurde keines von den Top-Torschützen Nikita Kucherov, Steven Stamkos oder Victor Hedman erzielt.

"Um in dieser Liga Erfolg zu haben, musst du in allen Reihen treffen können", verdeutlichte auch Tampa Stürmer Ryan Callahan. Wie recht er hat und wer zur richtigen Zeit viele Tore schießt und viele verhindern kann, der wird am Ende ganz oben stehen (zahle freiwillig fünf Euro in das Phrasenschwein). Alles andere sind nette Zahlenspiele und mehr nicht.

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