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Lightning mit vorzeitigem Weihnachtsgeschenk

Tampa Bay gewinnt gegen Oilers und verlängert 12-Spiele-Punkteserie

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Für die Tampa Bay Lightning gab es am Samstagabend eine vorzeitige Bescherung. Im Rogers Place setzten sie sich gegen die Edmonton Oilers mit 6:3 durch und machten eines klar: Die längste Punkteserie der Liga wird auch über die Weihnachtspause hinweg anhalten.

Weil Steven Stamkos (56. Spielminute) und Tyler Johnson (59. Spielminute) mit ihren Treffern gegen nicht aufsteckende Oilers den Sack sprichwörtlich zumachten, verlängerten die Lightning ihre Punkteserie auf zwölf Spiele. Ihre Bilanz in diesem Zeitraum liegt bei einem beeindruckenden Wert von 11-0-1. Trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes entführten die Lightning wichtige Punkte aus Edmonton.

"Es ist wirklich extrem schwer, in dieser Halle zu spielen", erklärte Nikita Kucherov, der an fünf Toren (1 Tor, 4 Assists) beteiligt war. "Aber ich denke, wir haben 60 Minuten lang richtig gut Eishockey gespielt."

Auch Trainer Jon Cooper freute sich enorm über den Sieg seiner Schützlinge. Dass sie sich selbst mit einem Kraftakt belohnt haben, stimmte ihn äußerst positiv.

Video: TBL@EDM: Kucherov trifft bei einem Breakaway

"Es war ein wichtiger Sieg. Das große daran ist, dass obwohl wir gut gespielt haben, beim Blick auf die Anzeigentafel mit 1:2 hinten lagen", sagte er. "Wir denken, dass wir eigentlich einen etwas anderen Spielverlauf verdient gehabt hätten, aber sie haben im Powerplay eben gut getroffen. Meine Jungs haben aber nicht aufgesteckt. Wir haben meiner Meinung nach sehr gut verteidigt und ihnen keinen Raum gegeben. Abgesehen von den Kontern früh im Spiel haben wir nicht mehr viel zugelassen. Wir haben uns bei ihnen im Drittel eingenistet und die Tore exakt in den Momenten gemacht, in denen wir sie benötigt haben."

Dass es in dieser Saison bei den Tampa Bay Lightning so gut läuft, ist ein hausgemachter Erfolg. Nachdem die Lightning in den Stanley Cup Playoffs des Vorjahres denkbar knapp nach sieben Spielen im Conference Finale gegen die späteren Titelträger aus Washington ausgeschieden waren, legten sie einen katapultartigen Start in die neue Spielzeit hin und verteidigten ihre Stellung als Topteam der Eastern Conference nachhaltig.

Mit einer Ausbeute von 58 Punkten aus 37 Saisonspielen rangieren sie auf dem ersten Rang in der ligaweiten Tabelle. Ein Platz, den die Lightning im ganzen Monat Dezember noch nicht geräumt haben. Seit dem 29. November hält die Punkteserie von Tampa Bay an. Der Konkurrenz sind sie längst enteilt. Acht Punkte beträgt der komfortable Vorsprung auf die Toronto Maple Leafs. Der Abstand zum undankbaren vierten Platz in ihrer Atlantic Division ist schwindelerregend. Nicht weniger als 14 Punkte trennen die Lightning von den Boston Bruins.

 

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Die Suche nach den altbekannten Vorsätzen und Wünschen für das neue Jahr und das Weihnachtsfest gestaltet sich denkbar knifflig. Mehr als ein Paar Socken müssen in Tampa Bay nicht unter dem Baum liegen.

Die Lightning sitzen so sattelfest an der Tabellenspitze wie sie es sich nur erträumen können. Schwächen, die ihre aktuelle Situation gefährden könnten, sind kaum auszumachen.

Ihr Topstürmer Kucherov befindet sich nach wie vor im Punkterausch. 39 Punkte (neun Tore, 30 Assists) aus den vergangenen 19 Spielen zeugen von einer beeindruckenden Konstanz.

"Ich spiele einfach Eishockey und versuche das Spiel zu genießen", verriet Kucherov sein Erfolgsrezept. "Ich versuche einfach das Spiel zu machen und manchmal klappt es eben."

Sicherlich ist Kucherovs Wortwahl mindestens leicht untertrieben. Angesichts seiner Ausbeute von durchschnittlich 2,05 Punkten aus dem jüngsten 19-Spiele-Zeitraum, kann von "manchmal" keine Rede sein. Kucherov punktet schlicht nach Belieben.

"Ich denke wir haben großartig gespielt", lobt Verteidiger Victor Hedman die Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben eine tolle Performance gezeigt. Man kann wirklich behaupten, dass die Jungs den Sieg unbedingt wollten. Wir wollten mit einem Erfolgserlebnis in die Weihnachtspause gehen und fühlen uns jetzt ziemlich gut."

Auch weil die etatmäßige Nummer 1 Andrei Vasilevskiy seinen Fußbruch seit einigen Wochen vollständig auskuriert hat und den Lightning wieder als der erhofft sichere Rückhalt dient, müssen sich die Philadelphia Flyers warm anziehen. Am Donnerstag steht für sie das undankbare erste Gastspiel nach der Weihnachtspause in der Amalie Arena auf dem Programm.

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