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Lightning, Bruins halten inne zur Solidarität

Vereint für soziale Gerechtigkeit, gegen Rassismus vor Spiel 4 der Eastern-Zweitrundenserie

von Wes Crosby @nhlde / NHL.com Freier Korrespondent

Die Tampa Bay Lightning und die Boston Bruins hielten am Samstag, vor dem Spiel 4 der zweiten Runde der Eastern Conference in der Scotiabank Arena von Toronto, zu einem Moment der Solidarität zur Unterstützung der Gleichheit unabhängig von Abstammung und Herkunft inne.

Vor dem Abspielen der Nationalhymnen Kanadas und der Vereinigten Staaten wurde ein Video abgespielt, in dem die Notwendigkeit des Fortschritts im Eishockey und in der Gesellschaft hervorgehoben wurde, einschließlich des Spruchs "Gleichheit ist der einzige Weg nach vorn". Anschließend erschien Lightning-Verteidiger Kevin Shattenkirk mit einer aufgezeichneten Botschaft.

"Ich denke, für uns wurde die Entscheidung, unsere Spiele zu verschieben und auszusetzen, als eine Gelegenheit gesehen, ein wichtigeres Thema als Eishockey hervorzuheben", sagte Shattenkirk. "Wir wollten sicherstellen, dass sich jeder schwarze Spieler in dieser Liga sicher fühlen und das Gefühl haben kann, dass er eine Stimme hat. Wir wollen sicherstellen, dass wir dieses Thema weiterführen und dafür sorgen, dass der Sport weiterhin auf dem richtigen Weg vorankommt", so Shattenkirk.

Video: Bruins, Lightning gemeinsam für Black Lives Matter

Es folgten ähnliche Videos von den Bruins-Stürmern Patrice Bergeron und Brad Marchand.

"Es war erstaunlich zu sehen, wie alle zusammenkamen und erkannten, dass dies wichtiger ist als Sport", sagte Bergeron. "Es geht um Menschenrechte. Es geht darum, unsere schwarzen Spieler zu unterstützen, für sie da zu sein und zu erkennen, dass es Veränderungen geben muss. Wir wollen ein Teil dieses Wandels sein. Dies ist also nur der Anfang. Natürlich wissen wir, dass es Reflexion, Diskussionen und Gespräche geben muss, aber es müssen auch Taten folgen. Dafür wollen wir da sein."

Das Spiel ist das erste, seit die Spieler der acht verbleibenden Mannschaften aus Protest gegen systemischen Rassismus und Polizeigewalt beschlossen haben, am Donnerstag und Freitag nicht zu spielen. Spiel 4 dieser Best-of-7-Serie war ursprünglich für Freitag, 7:30 p.m. ET angesetzt.

Während einer Konferenzschaltung am Freitag lehnte es Lightning-Verteidiger Braydon Coburn respektvoll ab, eine Frage zum Eishockey zu beantworten, da er sich auf die sozialen Probleme konzentrieren wolle. Coburn stimmte mit Verteidiger Luke Schenn überein, der sagte, die Aufregung nach dem 7:1-Sieg in Spiel 3, das Tampa Bay eine 2:1-Führung in der Serie bescherte, war am Mittwoch uninteressant.

"Nach den meisten Playoff-Spielen, die man gewinnt, geben sich alle High-Five und feiern", sagte Schenn in Toronto, der Hub-City des Ostens. "Nach dem letzten Spiel war es überhaupt nicht mehr so. Wir kamen in die Kabine und wurden darauf hingewiesen, was vor sich ging, und das Gespräch verlagerte sich schnell. Selbstverständlich befindet man sich mitten in einer Playoff-Serie, aber es gibt noch mehr, was außerhalb des Sports selbst passiert ist."

 

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Nach dem Sieg erfuhren die Lightning, dass die NBA-Spieler am Mittwoch die Playoff-Spiele boykottiert hatten, nachdem ein weißer Polizist am Sonntag in Kenosha, Wisconsin, den Schwarzen Jacob Blake mindestens sieben Mal in den Rücken geschossen hatte. Spieler der Major League Baseball, der Major League Soccer und der WNBA boykottierten ebenfalls Spiele, und in den vergangenen drei Tagen wurden mehrere NFL-Trainings abgesagt.

Shattenkirk und Bruins-Verteidiger Zdeno Chara vertraten zusammen mit dem Stürmer der New York Islanders, Anders Lee, und dem Stürmer der Philadelphia Flyers, James van Riemsdyk, die Eastern Conference bei einer Pressekonferenz am Donnerstag bezüglich der Entscheidung, die Spiele zu verschieben.

In Edmonton, der Hub-City der Western Conference, hielten der Stürmer Ryan Reaves von den Vegas Golden Knights, Center Pierre-Edouard Bellemare von den Colorado Avalanche, Stürmer Jason Dickinson von den Dallas Stars, Center Bo Horvat von den Vancouver Canucks und Center Nazem Kadri von den Colorado Avalanche am Donnerstag zur gleichen Zeit eine Pressekonferenz ab. Sie wurden von Gleichgesinnten flankiert, die jeweils die vier verbleibenden westlichen Teams vertraten.

"Wir sind nicht politisch", sagte Marchand am Freitag. "Das ist nicht das Ziel, und dafür sind wir nicht hier. Es müssen in der gesamten Gesellschaft Veränderungen vorgenommen werden. Es geht im Moment um mehr als nur um Eishockey. Es ist wichtiger als der Sport. Es geht darum, dass alle Menschen gleich sind und gleich behandelt werden."

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