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Die gute Mischung macht's in Vancouver

Jung und Alt in perfekter Symbiose helfen den Canucks beim Umbruch

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Die Vancouver Canucks gelten in diesem Jahr als Rebuilder, also als eine Mannschaft im Umbruch. An der Seite der gestandenen Alt-Stars sollen sich junge, hungrige Talente entwickeln. Dieser Plan geht für die Nucks bislang recht gut auf. Trainer Travis Green stellte seine Reihen jüngst neu zusammen und setzt auf eine Mischung aus Veteranen und Talenten. Eine Idee mit Potenzial.

Vancouvers jüngster 6:2-Erfolg über die Los Angeles Kings war ein perfektes Beispiel für die funktionierende Altersstruktur im Canucks-Kader: Die ersten drei Tore lieferten die Veteranen Loui Eriksson (32 Jahre alt, 2., 4.) und Thomas Vanek (34, 6.). Die letzten drei Treffer gingen auf das Konto der jungen Wilden Sven Baertschi (25., 11.) und Brock Boeser (20, 25., 28.).

 

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"Dass Vanek und Loui gleich für drei schnelle Tore gesorgt haben, war überragend. Das hat uns tonnenweise Momentum gegeben. Darauf konnten wir aufbauen", lobte Top-Torjäger Boeser, der vom Schwung seiner Mannschaft später noch selbst profitieren sollte und einen Doppelpack schnürte, seine älteren Teamkollegen.

Neue Reihen: Die Mischung macht's

Bei den Canucks scheint die Symbiose aus jungen, talentierten Spielern und älteren, erfahrenen Recken gut zu funktionieren. Headcoach Travis Green hatte nach zuvor zwei Niederlagen in Folge seine Sturmreihen aufgebrochen und durchgemischt. Statt der Veteranen-Reihe mit Daniel Sedin (37), Henrik Sedin (37) und Vanek (32) sowie der Talente-Reihe mit Sven Baertschi (25), Bo Horvat (22) und Boeser (20) schickte er die Sedin-Zwillinge mit Boeser aufs Eis und brachte Eriksson, Horvat und Vanek in einer Linie. Die Zahlen gaben dem Trainer Recht: Seine erste Reihe kam auf zwei Tore, seine zweite sogar auf acht Scorerpunkte (drei Tore, fünf Assists) an diesem Abend.

"Horvat mit Loui und Vanek aufzustellen hat beiden wieder mehr Leben eingehaucht und ein bisschen mehr Energie gegeben. Beide Jungs wussten, dass sie viel spielen und offensiv zu Chancen kommen werden, wenn sie mit Bo spielen", erklärte Trainer Green.

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"Wir haben von Anfang an großartig gespielt, ein paar gute Möglichkeiten kreiert und die Pucks sind für uns reingegangen. Es war definitiv schön, so einen guten Start hinzulegen und zu gewinnen", freute sich Eriksson.

Top-Talent Boeser vor drei Routiniers

Der sanfte Kaderumbau trägt in Vancouver also Früchte. Das zeigt auch der Blick auf die vereinsinterne Scorerliste, wo sich die Talente unter die Routiniers mischen: Boeser (24 Tore/ 19 Assists/ 43 Scorerpunkte) führt die Bestenliste an, gefolgt von Vanek (14/21/35), Henrik (2/30/32) und Daniel Sedin (11/19/30), Horvat (10/12/22), Sam Gagner (28, 7/15/22), Baertschi (10/11/21) und Eriksson (8/11/19).

Der Plan der Verantwortlichen, die jungen Rohdiamanten an der Seite der alternden Stars reifen und entwickeln zu lassen, scheint also aufzugehen. Die Jugend profitiert von der Erfahrung, Führungsstärke und dem Hockey-Sense der Älteren, die Älteren wiederum von der Unbekümmertheit, Energie und dem Tempo der Jüngeren.

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Als Rebuilder fehlt den Canucks freilich noch die Konstanz und Tiefe für einen Playoff-Platz, doch stehen die Kanadier bei gleichbleibender Entwicklung vor einer rosigen Zukunft.

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