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Andrighetto fokussiert sich auf ein einziges Ziel

Der Schweizer Stürmer will mit den Avalanche den Einzug in die Playoffs perfekt machen

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Jeden Donnerstag im Laufe der Saison 2017/18 widmet NHL.com/de einem deutschsprachigen Spieler einen speziellen Bericht. Dabei stellen wir sowohl junge Spieler, die sich einen Namen machen wollen, als auch etablierte Akteure und Teamleader ins Rampenlicht.

In dieser Ausgabe: Sven Andrighetto (Colorado Avalanche)

Wer sich dieser Tage mit Sven Andrighetto unterhält, erlebt einen enorm fokussierten Spieler. Alle Aktivitäten des Stürmers der Colorado Avalanche sind auf ein einziges Ziel ausgerichtet - die Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs. Im Moment steht das Team aus Denver über dem Strich und würde sich dank einer Wildcard für die Endrunde qualifizieren. Doch mit den St. Louis Blues sitzt Colorado ein weiterer Aspirant auf den letzten freien Playoff-Spot in der Western Conference im Nacken. Spätestens am Samstagabend wird die Belegschaft der Avalanche wissen, was die Stunde geschlagen hat.

Für Andrighetto und seine Mannschaftskameraden wäre der Einzug in die Playoffs der verdiente Lohn für eine starke Hauptrunde. "Wir haben uns die gesamte Saison über gesteigert und uns diese gute Ausgangsposition selbst erarbeitet", sagte der 25-jährige Schweizer im Gespräch mit NHL.com/de. "Zu Beginn der Serie hatte uns niemand auf der Rechnung. Aber wir wussten genau, dass wir das Zeug dazu haben, in die Playoffs zu kommen."

Video: CHI@COL: Andrighetto erzielt sein zweites Tor

Dass es auf den letzten Metern eng zugeht und am Samstag im Pepsi Center womöglich ein echtes Endspiel gegen die Blues ansteht, motiviert ihn zusätzlich. "Am Ende können wir es aus eigener Kraft schaffen. Das ist genau das, was wir wollten", betonte der Außenstürmer. Die entscheidenden Weichen für das erfolgreiche Auftreten der Avalanche in der laufenden Spielzeit wurden nach seinen Worten im Sommer gelegt. "Wir haben uns zusammengesetzt und das schwache Abschneiden in der Vorsaison gründlich analysiert. Alle waren sich einig, dass wir da nicht unser wahres Gesicht gezeigt haben. Mit der Playoff-Teilnahme hätten wir einen großartigen Turnaround vollbracht", so Andrighetto weiter.

Für ihn selbst stand die zweite Saisonhälfte nicht immer unter einem guten Stern. Ende Dezember zog er sich eine Verletzung am Bein zu, die ihn fast zweieinhalb Monate außer Gefecht setzte. Eine schwierige Phase für ihn, zumal anfangs niemand mit einer derart langen Zwangspause rechnete. "Die erste Prognose des Arztes war leider etwas zu optimistisch. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass es sich doch um eine schwerwiegende Sache handelte. Mir blieb nichts anderes übrig, als geduldig zu sein und hart für mein Comeback zu arbeiten", erläuterte Andrighetto. Gerade als er wieder Tritt gefasst hatte, brach die Verletzung erneut auf. Diesmal allerdings musste er nur drei Spiele aussetzen.

 

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Bei seiner Rückkehr am 30. März beim 5:0 gegen die Chicago Blackhawks glänzte er mit einem Doppelpack. Zwei Tage später trat er erneut den Beweis an, dass er rechtzeitig zum Showdown in guter Verfassung ist. Beim 1:3 gegen die Anaheim Ducks leistete er die Vorarbeit zum Ehrentreffer der Avalanche. Insgesamt brachte es Andrighetto in dieser Saison auf 49 Einsätze und 22 Scorerpunkte. Seine persönliche Statistik interessiere ihn jedoch überhaupt nicht. "Wichtig ist einzig und allein der Erfolg der Mannschaft", gab er zu Protokoll.

Sollte sich Colorado das Ticket für die Playoffs sichern, steht Andrighetto vor einer Premiere. Es wäre das erste Mal in seiner NHL-Karriere, dass er als Aktiver in der Postseason mitmischt. Bei den Playoff-Auftritten der Montreal Canadiens 2014/15 war er nur Zuschauer. "Das würde mich natürlich riesig freuen, auch wenn ich mir darüber jetzt noch keine Gedanken mache." Sprach´s und richtete den Fokus sofort wieder auf die zuvor anstehenden Aufgaben.

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