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Subban und Music City passen zueinander

von Dan Rosen / NHL.com



Stell dir folgendes vor: P.K. Subban trägt Cowboyhut, Lederstiefel, eine nette Fliege oder Cowboykrawate und einen Gürtelschnalle mit der Größe seines Selbstbewusstseins. Er stolziert den Broadway hinunter, an den Bars mit Livemusik vorbei, auf seinem Weg zu einem Heimspiel in der Bridgestone Arena.

Mach dich bereit, Nashville. Subban kommt. Er ist jetzt einer von euch.

Subban wurde am Mittwoch Mitglied der Nashville Predators, nachdem er von den Montreal Canadiens im sogenannten NHL Sommer Blockbuster für Verteidiger Shea Weber getradet wurde.

Für die Predators ist das großartig.

Als er sich vor vier Jahren dazu entschied, den 14-Jahre, 119 Mio Dollar Vertrag von Weber von den Philadelphia Flyers zu übernehmen, nannte das Predators General Manager David Poile den "Wichtigsten Transfer in der Geschichte der Franchise".

Jetzt ist es die Nr. 2.

Subban wird sofort der wichtigste Spieler in der Geschichte der Predators. Sein Charisma, sein Charme, sein Style, alles passt so gut zu Nashville, einer pulsierenden, wachsenden Stadt, die ihre Stars liebt.

Subban ist ein Star, ein großer, der größte, den die Predators in Sachen Bekanntheit und Grenzwertigen Auftreten, jemals hatten. Es ist die richtige Zeit für ihn, nach Nashville zu kommen.

Die Stadt und ihr Hockeyteam bereiteten der NHL eine unglaubliche Show, als sie im Januar für das All-Star-Wochenende zu Gast war. Es war das wohl beste All-Star Wochenende aller Zeiten. Überall waren Country Stars und Konzerte.

In dieser Saison erreichten die Predators die zweite Runde der Western Conference bereits zum dritten Mal. In den ersten beiden Saisons unter Coach Peter Laviolette erzielten sie im Schnitt 100 Punkte. Sie sind bereit zu gewinnen. Ihre Spieler sind es auch.

Nashville verlängerte am Montag den Vertrag von Stürmer Filip Forsberg für 36 Mio Dollar um weitere sechs Jahre. Verteidiger Roman Josi unterschrieb für vier Jahre und Stürmer James Neal für zwei weitere. Auch Center Ryan Johansen könnte bald zu einer Vertragsverlängerung bewegt während, da es einige Gründe gibt, die für einen weiteren Verbleib bei Nashville hindeuten.

Die Predators sind auf dem Aufstieg und Subban ist der Star, den sie brauchten. Er ist eine sehenswerte Attraktion, die von Montreals Coach Michel Therrien und General Manager Marc Bergevin nie wirklich wertgeschätzt wurde. Sie werden es sogar dann bedauern, wenn Weber in Montreal das tut, was er in Nashville tat.

Das soll die Leistungen von Weber bei den Predators nicht schmälern. In allen Ehren, er war ein Modellathlet, der auf dem Eis auf hohem Level performte.

Man sollte Weber nicht vorwerfen, dass er reservierter ist als Subban, vor allem deshalb, weil man das über so gut wie jeden in der NHL sagen kann. Er kam nach Nashville zurück, nachdem er ein Angebot der Flyers unterzeichnete und verhalf den Predators dazu, Wettbewerbsfähig zu werden. Das sollte man nicht vergessen.

Weber wird zu Montreal passen und es gibt keinen Grund dafür anzunehmen, dass er nicht so performen wird, wie er es in Nashville tat. Auch wenn er sie nie gewann, war er stets in der Auswahl für die Norris Trophy.



Aber Subban, der die Norris Trophy vor drei Jahren gewann, kommt heiß nach Nashville und der Markt dort lächzt nach einem Hockeystar mit seiner Persönlichkeit.

Die Predators werden Subban umschließen und seine Ankunft wird den neuen Markt anheizen, wie seinerzeit auch in Montreal. Er wird die Kultur und den Style erleben und ein Teil davon werden. Er wird die Wohltätigkeitsorganisationen finden, die er unterstützen kann, wie er es mit dem Montreal Childrens Hospital tat, dem er jüngst eine 10 Mio Dollar Spende überreichte.

Subban benötigte lediglich 20 Minuten um nach der Veröffentlichung des Trades seinen Twitterstatus zu ändern. Jetzt heißt es: "Der offizielle Twitter Account von P.K. Subban von den Nashville Predators."

Am wichtigsten ist jedoch, dass Subban auf dem Eis für die Predators performen wird.

Was Nashville an Weber verliert, kann Subban, der einer der wenigen Spieler in der Liga ist, der einen Schuss hat, der Webers nahekommt, kompensieren.

Subban ist fast vier Jahre jünger als Weber, der noch vor dem Start der kommenden Saison 31 wird.

Weber schoss mehr Tore als Subban, aber die Predators verließen sich viel mehr auf seine Tore, als es die Canadiens bei Subban taten. Aber wenn man auf die Offensivausbeute der vergangenen zwei Jahre schaut, liegt Subban sogar knapp vorne.

Subban erzielte 21 Tore und 111 Punkte in 150 Spielen (0,74 Punkte pro Spiel). Weber erreichte 35 Tore und 96 Punkte in 156 Spielen (0,62 Punkte pro Spiel.)

Subban hat auch einen vorteilhaftigeren Vertrag, obwohl er teurer ist. Sein Vertrag hat für weitere sechs Jahre Gültigkeit. Die Belastung für den Salary Cap liegt bei jährlich 9 Mio Dollar und insgesamt 58 Mio Dollar bis zur Saison 2021-22.

Webers Belastung für den Cap liegt zwar mit 7,857 Mio Dollar im Jahr und insgesamt 54 Mio Dollar unter der von Subban aber die Summe muss über 10 Jahre aufgebracht werden. In den ersten vier Jahren seines Vertrages wurden bereits 56 Mio Dollar bezahlt.

Webers Vertrag ist einer der letzten vor dem neuen Kollektivvertrag. Seine Einkünfte fallen in den letzten Jahren rapide. So werden ihm in den letzten vier Saisons lediglich 6 Mio Dollar ausgezahlt.

Es gibt einen Haken an diesem Vertrag, und dieser hätte die Canadiens verschrecken können. Mit der Übernahme von Webers Vertrag könnten Montreal aufgrund der Cap-Regelungen im CBA mit Auflagen für ihren zukünftigen Salary Cap belegt werden, wenn Weber vor dem Auslaufen seines Vertrages in den Ruhestand gehen sollte. Auch die Predators sehen einem ähnlichen Risiko entgegen.

Weber machte sich in Nashville gut und war bei den Vertragsverhandlungen ein Schnäppchen für die Predators. Aber Subban ist ein redlicher Star, ein Spieler der Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erlangt, der Leute ins Stadion lockt und der sie aus den Sitzen reißen kann.

Sei bereit Nashville. Er ist nun eurer. Umarmt ihm.

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